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Testfazit: Orbid Sound Telesto

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Rückkehr einer Kultmarke: Obschon nie wirklich komplett vom Markt verschwunden, dürfte die aktuelle Offensive, die auch die Eröffnung zweier Hörstudios in Berlin und im nordrhein-westfälischen Heiligenhaus umfasst, den Namen Orbid Sound wieder deutlich ins Bewusstsein langjähriger Fans rücken. Und neue dazu gewinnen.

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Dabei spricht das Standmodell Telesto folgerichtig jene Klientel an, die sich schon vor mehr als 30 Jahren für die Marke begeistern konnte: Mit anspringender Agilität, Dynamik und einem sehr klaren und präzisen Klangbild ist sie ein Lautsprecher, mit dem man nach Herzenslust „auf die Tube drücken“ kann und Rock- und Bluesmusik einfach besonders viel Spaß machen. Damit ist ihr Einsatzgebiet aber keineswegs erschöpft, auch das „kleine Kammerspiel“ und Großorchestrales gelingen ihr glaubwürdig und bestens durchhörbar.

Steckbrief Orbid Sound Telesto:

  • Nicht absolute Basswucht und Tiefgang um des Tiefgangs willen sind die Merkmale der Telesto, ihr anständig, wenngleich nicht extrem weit hinabreichender Bassbereich ist eher von sehniger Straffheit, Schnelligkeit und trockener Präzision geprägt. Oder um es lautmalerisch zu umreißen: Mehr „Bumm“ als „Boom“.
  • Das Mittenband beeindruckt ebenfalls mit Präzision und ausnehmender Klarheit. Tonal ist sie neutral bis minimal schlanker unterwegs – die Durchhörbarkeit komplexer Musik-Passagen gewinnt von dieser Abstimmung. Wenngleich die Telesto keine akustische Lupe ist, die Einzelereignisse überhöht, erlaubt sie doch tiefe Einblicke in die Aufnahme.
  • Trotz Hornvorsatz vor dem Tweeter bleibt das obere Frequenzende stets in seine akustische Umgebung eingebettet und sticht nicht unangenehm heraus. Gleichwohl wird ein sehr detailreiches, hell ausgeleuchtetes Hochtonspektrum geboten. Dass es bei stark komprimierter Musik durchaus auch einmal „zischt“, ist nicht die Schuld der Telesto.
  • Grobdynamisch und in Sachen Antrittsschnelligkeit und Timing läuft die Telesto so manchem Wettbewerber geradewegs davon. Musikalische Feinheiten und Feindynamisches vergisst sie dabei nicht, sie werden ebenfalls liebevoll serviert. Doch ihre „Beschleunigung von 0 auf 100“ ist das wirklich Beeindruckende.
  • Die Raumabbildung darf als nicht übermäßig groß, aber als vorlagentreu-realistisch bezeichnet werden. Es wird nichts hinzugedichtet, wo nichts ist. Die Darstellung bewegt sich ab der Grundlinie eher etwas mehr ins Auditorium hinein als das sie sich sehr weit nach hinten in die Tiefe aufbaut. Das unterstreicht den involvierend-direkten Charakter der Telesto. Die Ortung musikalischer Einzelereignisse gelingt exakt, die Relationen auf der Bühne werden glaubwürdig dargeboten.
  • Dank des hohen Wirkungsgrads lässt sich die Telesto auch an weniger leistungsstarken Verstärker betreiben.

Fakten:

  • Modell: Orbid Sound Telesto
  • Konzept: Dreiwege-Standlautsprecher (Bassreflex, Hochtöner mit Schallführung)
  • Preis: 1.770 Euro
  • Maße & Gewicht: 250 x 930 x 250 mm (BxHxT), 19 kg/Stück
  • Wirkungsgrad: 94 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 4 Ohm
  • Farben: Strukturlack Schwarz und Weiß (Standard), auf Wunsch auch individuelle Farben (RAL-Farbpalette) in Seiden- und Hochglanzlackierung verfügbar
  • Garantie: 5 Jahre

Vertrieb:

Orbid Sound
Waldstetter Straße 39
72336 Balingen-Frommern
Telefon: +49(0)7433 – 39 10 122
E-Mail: info@orbid-sound.de
Web: www.orbid-sound.de

Test: Orbid Sound Telesto | Standlautsprecher

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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