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Test-Fazit: Linnenberg Telemann

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Klangbeschreibung & Vergleiche: Linnenberg Telemann
  2. 3 Test-Fazit: Linnenberg Telemann

Linnenberg Telemann DAC/Vorstufe seitliche Front

Der Linnenberg Telemann ist ein absoluter Spitzen-DAC, den man aufgrund seines unscheinbaren Äußeren unterschätzen könnte. Auch wenn man auf ein aus dem Vollen gefrästes Gehäuse und andere Attribute, die vielen anderen Herstellern offensichtlich als unverzichtbar gelten, und die den Preis des Telemann signifikant nach oben treiben würden, verzichten muss: Technisch wie klanglich agiert der Linnenberg-DAC auf einem Niveau, das nur wenige Geräte erreichen. Er bietet eine Kombination aus tonaler Neutralität und höchster Auflösung, ist grundehrlich und transportiert damit das Maximum an Klangqualität, das die Aufnahme zulässt. In feinen, aber hörbaren Nuancen lässt sich der Klangcharakter durch die Wahl der unterschiedlichen Digitalfilter den eigenen Klangidealen anpassen. Die eingebaute Lautstärkeregelung und die Möglichkeit, den Cinch-Ausgang zum analogen Eingang „umzujumpern“ und dadurch eine weitere Quelle zu regeln, schaffen zusätzliche Flexibilität. In einem reduzierten Setting kann der Linnenberg Telemann damit eine zusätzliche Vorstufe ersetzen.

Der Steckbrief des Linnenberg Telemann:

  • Den Bass gibt der Telemann mit Eindringlichkeit wieder und befleißigt sich dabei einer außergewöhnlichen Kontrolle und Akkuratesse, die Präzision ist vorbildlich, das Differenzierungsvermögen enorm. Wo es bei anderen Komponenten nur noch einfach tiefe Töne gibt, findet der Linnenberg noch Strukturen, Klangfarben und Informationen.
  • Das gleiche lässt sich über den Hochton sagen. Hier herrscht Klarheit, Aufgeräumtheit und Präzision. Letztendlich fällt auch hier alles auf die Aufnahme zurück.
  • Die Mitten stehen tonal in einem ausgewogenen Verhältnis dazwischen. Auch hier stimmt alles, nichts ist über- oder unterpräsentiert, dafür tönt’s enorm klar durchgezeichnet.
  • Generell: Auflösung, Feinzeichnung, Detailwiedergabe – diese Aspekte bringt der Telemann auf ein neues Level. Unglaublich, was er schon normalen 16-Bit/44,1-kHz-Aufnahmen zu entlocken vermag. Und klar, HiRes-Stoff weiß er zu würdigen, aber den braucht man nicht mal unbedingt.
  • Auch rhythmisch mimt der Telemann den Musterknaben. Er spielt mit perfektem Timing, alles kommt schlicht auf den Punkt.
  • Wie alle Geräte, die Musik dynamisch sehr differenziert wiedergeben, „macht“ der Telemann keine mitreißende Dynamik. Er klingt auch hier vielmehr unglaublich differenziert und macht feinste Abstufungen hörbar. Wenn nötig, kommt es allerdings zu beeindruckenden Pegelsprüngen und ansatzlosen Wechseln vom ppp zum fff. Grob- wie feindynamisch ist alles perfekt.
  • Die räumliche Abbildung ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Große Konzertsäle leuchtet er tief und weit aus, wobei er Instrumente präzise positioniert, bei Live-Aufnahmen stimmen die Proportionen, es ist beeindruckend, wie der Telemann das Publikum auch um einen herum arrangieren kann und damit „atmosphärisch“ alles richtig macht.

Fakten:

  • Modell: Linnenberg Telemann
  • Konzept: DAC mit Lautstärkeregelung
  • Preis: 4.400 Euro
  • Abmessungen & Gewicht: 100 x 482 x 375 mm (HxBxT), 12 kg
  • Farben: Silber
  • Eingänge: 1 x USB Typ B (asynchron), 2 x S/PDIF (Cinch), 1 x TOSLINK, 1 x AES/EBU, alternativ nach umstecken eines Jumpers im Inneren 1 x analog (1 x Cinch)
  • Ausgänge: analog: 1 x symmetrisch (2 x XLR), 1 x unsymmetrisch (2 x Cinch) – Cinch kann zu Analogeingang umgejumpert werden
  • Sonstiges: Eingangsformat PCM über USB-B bis 24bit/352.8kHz, DSD 64/128/256/512, sieben Digital-Filter, kein Upsampling
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:
LEN Hifi
Herkenweg 6 | 47226 Duisburg
Telefon: +49(0)2065 / 544 139
E-Mail: info@lenhifi.de
Web: www.lenhifi.de

Test: Linnenberg Telemann | D/A-Wandler

  1. 2 Klangbeschreibung & Vergleiche: Linnenberg Telemann
  2. 3 Test-Fazit: Linnenberg Telemann

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: stst Motus 2 Tonarm: stst Vertex Tonabnehmer: Zyx Yatra

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Antelope Zodiac+, North Star Design Supremo CD-Player: North Star Design CD-Transport (Laufwerk)

Vorstufen: Hochpegel: EAR Yoshino 868 mit NOS-Röhren Phonoverstärker: Musical Fidelity MX-VYNL

Endstufen: Bryston 4B³

Lautsprecher: Valeur Audio Micropoint 4 SE, Genelec 8020

Kopfhörer: AKG K702, AudioQuest Nighthawk, Beyerdynamic T 51p, fabulous earphones Basic Dual Driver, Sennheiser HD8 DJ

Kopfhörerverstärker: Opera Consonance Cyber 20 mk2, SPL Phonitor mini

Kabel: Lautsprecherkabel: Cardas Clear Light NF-Kabel: Cardas Clear Light Digitalkabel: AudioQuest Coffee

Rack: Lovan Sovereign, Tiglon TMB-10E (Gerätebasis)

Zubehör: Stromfilter: Audioplan FineFilter S, Mehrfachsteckdose PowerStar S, Gerätefilter PowerPlant S, Netzleitungen PowerCord

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 17 m² Höhe: 2,6 m

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