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Demnächst im Test:

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Chips mit Tricks
  2. 2 Versuch macht klug: Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices

Sie sind keine Unbekannten, die Klangverbesserer des japanischen Herstellers Harmonix. Klar, deren Preziosen fallen dem Betrachter schon allein wegen der geradezu liebevoll verarbeiteten Hölzer und Metallteile der Gerätefüße, Spikeaufnahmen und Gerätebasen sowie inzwischen auch einer Anzahl von Kabeln auf. Über den klanglichen Zugewinn raunt man sich gerüchteweise fast schon Unglaubliches zu. Indes: Tatsächlich zuhause ausprobiert haben nur wenige dieses inzwischen fast legendäre Zubehör. Schuld daran sind vermutlich nicht nur die mitunter recht heftigen Preise von Harmonix. Auch eine prinzipielle Verschlossenheit des Herstellers, wenn es um das „Wie & Warum“ seiner Produkte geht, dürfte für den einen oder anderen Ursache genug sein, diesem Klangtuning mit einer gewissen Skepsis und Zurückhaltung zu begegnen.

In diesem Test geht’s um die Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices (www.daluso.com | Preis für ein Set: 1.580 Euro) die – an die Wände des Hörraums gebracht – sich optisch dezent, aber raumakustisch signifikant in Szene setzen sollen. Die Urform RFA-78i  wurde übrigens bereits vor zwanzig Jahren eingeführt. Auf das genaue Anwendungsprozedere gehe ich weiter unten noch genau ein.

Verpackung der Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks

Die Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks sollen der Verbesserung der Raumakustik dienen

Was man zu den Harmonix-Lösungen grundsätzlich erfährt, ist, dass Mr. Kazuo Kiuchi, Gründer und Chef der unter dem gemeinsamen Dach von Combak eng miteinander verwobenen Firmen Harmonix, Reimyo und Enacom, sehr lange geforscht habe, bis er verstand, mit potenziell störenden Resonanzen klangoptimal zu verfahren. Vieles habe er dabei von den großen italienischen Geigenbauern gelernt, deren Instrumente ihren hervorragenden Klang ganz bestimmten Verfahrensweisen beim Bau und der Behandlung der Hölzer verdanken. Ein wenig unklar ist bis heute, ob Meister wie Stradivari, Amati oder Guaneri diese in voller Kenntnis der Sachlage anwandten oder doch mehr alten Gewohnheiten und Traditionen folgten und dabei ins Schwarze trafen.

Jedenfalls gelang es Herrn Kiuchi in Zusammenarbeit mit universitären Forscherteams und unter Nutzung moderner Analyseverfahren nachzuweisen, dass sich die Resonanzspektren dieser Ausnahmeinstrumente, gleich ob Violinen, Bratschen oder Celli, erstaunlich ähnlich sahen. Darüber hinaus unterschieden sich die Spektren aber deutlich von jenen, die sich bei Instrumenten anderer Provenienz messen ließen. Kazuo Kiuchi, bislang als Importeur von Audioelektronik tätig, kam alsbald die Idee, mit dem Wissen um diese Resonanzspektren dem Klang heimischer Anlagen auf die Sprünge zu helfen. Seit 1990, dem Gründungsjahr von  Harmonix, geht es dort tatsächlich nicht nur um eine rasche Ableitung störender Resonanzen oder deren Vernichtung – was ja eigentlich die „reine Lehre“ wäre –, sondern vor allem um die Transformation derselben in besonders klangförderliche Spektren, wozu die Kombination aus diversen Hölzern unterschiedlicher Dichte, Metall und anderer, nicht so offensichtlich ins Auge fallender Ingredienzien ihren Teil beitragen soll.

Harmonix RFA-7800

Die als Resonantoren bezeichneten Einheiten sind in schlichtem Weiß oder mit holzfarbigem Inlay zu bekommen

Ansonsten verteilen Kazuo Kiuchi und seine Mitarbeiter Begründungen traditionell nur in homöopathischer Form und so bleibt am Ende doch nebulös, welcher physikalischen Zusammenhänge genau sich die Klangoptimierer von Harmonix bedienen. Der oft ins Feld geführte Hinweis auf die lieben Wettbewerber, denen man keine Betriebsgeheimnisse verraten wolle, leuchtet zwar ein, bringt die Kuh aber auch nicht wirklich vom Eis. Was uns bleibt, ist zu hören.

Zurück zu unseren Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks: Es handelt es sich um etwa zweieurostückgroße runde Scheiben, die ein wenig an die Chips von „Vier gewinnt“ erinnern. Die als Resonantoren bezeichneten Einheiten sind in schlichtem Weiß oder mit holzfarbigem Inlay zu bekommen. Sie verfügen über Basen aus einem Metall (kein Aluminium laut Vertrieb) auf deren Rückseiten sich Selbstklebefolien befinden. Auf den ersten Blick eher profan, sind die Scheiben bei näherer Betrachtung doch ausgesprochen akkurat gefertigt und besitzen eine Vertiefung, worin eine hölzerne Scheibe mit sieben punktförmigen kleinen Mulden sitzt. Wie vage zu erfahren war, sollen sich darunter, auf dem Boden der Basen also, winzig kleine, mit japanischem Washi-Papier und einem speziellen Harz beschichtete Holzstückchen befinden. Über den umlaufenden Spalt halten diese Kontakt zum Luftvolumen des Hörraums, was unabdingbar für ihre Wirkung sei. Oha, schießt es mir durch den Kopf, ein so filigraner Akustikbau kann wohl wirklich nur aus dem Land der aufgehenden Sonne kommen, immerhin sind dort auch die putzigen Bonsai-Bäumchen zuhause.

Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks Klebefläche

Rückseitig weisen die Harmonix RFA-7800 Klebeflächen auf

Anders als etwa die Spikebasen Harmonix RFT-999 MT mk2 oder die Gerätefüße Harmonix TU-606 Z „Beau Tone“, welche der Nimbus gediegener Handwerkskunst umgibt, oder gar die Exemplare aus der „Million Maestro Serie“, hinter denen sich beinahe die filigrane Arbeit eines Juweliers vermuten ließe, taugen die flachen Disks, deren Durchmesser bei einer Höhe von vier Millimetern gerade einmal 25 Millimeter beträgt, kaum für die große Show. Sollen sie auch nicht, denn gerade die weißen Exemplare eignen sich ausgezeichnet dazu, an Wänden übersehen zu werden. Womit dankenswerterweise die Pflicht entfallen könnte, anderen Familienmitgliedern gestehen zu müssen, dass für ein Set Harmonix RFA-7800 gerade glatte 1.580 Euro auf das Konto des HiFi-Fachhändlers geflossen sind.

Unscheinbar wirkt das Ganze in jedem Fall, trotzdem stellt der Hersteller nicht nur subtile Verbesserungen, sondern gleich mal die Lösung selbst komplexer Raumprobleme in Aussicht. Wenn man bedenkt, mit welchen Wellenlängen der Schall insbesondere im Bassbereich unterwegs ist und sich dann den enormen Aufwand vor Augen hält, mit dem Raumakustiker versuchen, klangabträgliche Probleme in den Griff zu bekommen, lassen sich auch bei mir leise Zweifel an der Wirksamkeit trotz grundsätzlich zubehörfreundlicher Einstellung nur schwer unterdrücken. Andererseits soll Harmonix im taiwanesischen Shenkeng die Präsentationsräume des dortigen Importeurs Billion Media – schick- modern, doch ziemlich hallig und mit großen Glasflächen klanglich problematisch – dank Room-Tuning-Disks in eine regelrechte Wohlklang-Oase verwandelt haben. Daneben stimmen auch diverse Berichte nicht gerade unerfahrener Redakteurs-Kollegen anderer Publikationen optimistisch, dass an den kleinen Scheiben mehr dran sein könnte, als ihre physische Präsenz vermuten ließe. Ein Selbstversuch soll deshalb klären, was die kleinen Scheiben, die im Holzkästchen zu jeweils achtzehn Stück verkauft werden, wirklich drauf haben.

Versuch macht klug: Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices

Der eigene Hörraum
Doch zunächst zur Situation vor Ort: Wer, wie ich, über einen eigenständigen Hörraum verfügt, ist damit gegenüber normalen Wohnzimmern meist ein wenig im Vorteil, denn man muss in der Regel nicht so viele Kompromisse bei der Möblierung und Funktionalität eingehen, wenn einziger Sinn und Zweck des Zimmers das Musikhören ist. Aber selbst in dedizierten Hörräumen lassen sich oft genug noch akustische Fallstricke und Achillesfersen ausmachen. In meinem ist es eine Auslöschung im Bereich zwischen 50 und 60 Hertz. Diese fällt zwar nicht besonders breit aus, vereitelt aber eine in allen Parametern optimale Basswiedergabe. Subjektiv scheint mir dadurch ein potenzielles Defizit bei Präzision und Schwärze zu bestehen. Andererseits fallen die oft störenden Bassmoden in meinem 24 Quadratmeter großen, in Grundfläche und Höhe dem goldenen Schnitt angelehnten Musikzimmer kaum ins Gewicht, so dass auch hohe Abhörlautstärken mit meinen tieftonseitig nicht gerade zurückhaltend agierenden Acapella La Campanella gut möglich sind. Erfreulicherweise verfügt der Raum  über eine stabile akustische Mitte mit untadeliger Rechts-links-Ortung und einem oberhalb von etwa 100 Hz  recht ausgeglichenen Frequenzverlauf.

Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks für Raumakustik

Die gut 140 Zentimeter hohen Lautsprecher stehen an einer der kurzen Raumseiten und haben dort ein fast über die ganze Breite reichendes, dreiflügliges Fenster im Rücken. Mit Blick auf die Reflexionen am schallharten Glas wohl nicht ganz ideal, aber ich schaue nun einmal gern beim Musikhören in den blauen Himmel.

Der Ortstermin

Ein Ortstermin mit Ed Doggen, Chef von Daluso, dem in den Niederlanden beheimateten Vertrieb von Harmonix, Reimyo und Enacom ist schnell vereinbart und einige Tage später steht der Harmonix-Mann leibhaftig mitsamt einem Kästchen Harmonix RFA-7800 in meinem Hörraum.

Ed Doggen - Chef des Harmonix-Vertriebes Daluso

Ed Doggen – Chef des Harmonix-Vertriebes Daluso

Er nimmt sich Zeit und hört erst einmal die Musik, die ich ihm vorsetze. Irgendwann hat er genug gehört und sich ein Bild von den akustischen Gegebenheiten gemacht. Das große CD-Regal auf der rechten Seite gefällt ihm nicht, zu viel Unruhe, zu viel Energieabsorption. Als Folge einer im Inneren mit Isofloc befüllten Hohldecke diagnostiziert der in Sachen Raumakustik offenbar sehr gut informierte Vertriebschef eine gewisse Überdämmung, was gleichfalls zu Lasten der Lebendigkeit geht. Aber Ed Doggen ist nicht nur ein geübter Analyst, sondern auch ein sehr höflicher Mensch und billigt meinen Refugium immerhin viel Potential zu. Auf mein Bitten, doch genau dieses offenzulegen, schreitet der Niederländer zur Tat und öffnet das Holzkästchen mit den Room Tuning Disks.

udo schildEd Doggen, der übrigens gerade die Harmonix RFA-7800 zu seinen Lieblingsprodukten im Harmonix-Programm zählt, befestigt nun vier der Resonatoren, beginnend in den beiden unteren Ecken und auf einer gedachten waagerechten Linie knapp über dem Boden der Wand hinter den Lautsprechern. Wir hören etwas Musik, und ja, die Basslinie von Udo Schilds „If I was a flower III“ (Album: Solo, auf Amazon anhören)  scheint nun tatsächlich erdiger und prägnanter zu verlaufen. Tiefer auch, aber da steht Herr Doggen bereits wieder auf und montiert weitere kleine Scheiben, diesmal aber in die oberen Ecken. Das Zwischenergebnis: Stimme präziser, eine tiefere Bühne hinter dem Sänger.

Danach sind die Rahmen der Fenster dran, worauf sich ebenfalls trefflich einige Harmonix RFA-7800 nach einem meinem Besucher offenbar durchaus geläufigen Prinzip verteilen lassen. Unerwartet konstatiere ich jetzt einen Rückschritt. Klang’s zuvor nicht besser? Die Performance kommt nun irgendwie diffuser, nichtssagender rüber. Ich will wieder zurück, aber Ed Doggen bleibt stur. Die Resonatoren würden Problemzonen beseitigen, neuralgische Punkte, an denen sich meist zu viel, manchmal aber auch zu wenig Schallenergie finde, was das Klangbild dann in die eine oder andere Richtung kippen lasse. Würden diese kritischen Areale jetzt aufgelöst, können andere Effekte, welche bislang noch weit unter dem Radar des Hörers lägen, aufgedeckt werden und an Einfluss gewinnen. Sie gilt es als nächstes mit weiteren Harmonix RFA-7800 zu bearbeiten. Okay, ist verstanden, jetzt aber bitte weitermachen. Der Bereich oberhalb der Fenster ist nun an der Reihe und die Innenseite der Faschungen. Und wie vorhergesagt, entwickelt sich auch akustisch wieder alles bestens. Am Ende sind alle 18 Disks “verbaut” und vom Hörplatz aus tatsächlich nur mit einiger Konzentration erkennbar.

harmonix-rfa-7800 an decke

Optisch dezent: im oberen Wandbereich positionierter  Harmonix RFA-7800-Chip

Als Redakteur eines HiFi-Magazins ist man analytisches Hören gewohnt und darin geübt besonders feine Differenzen wahrzunehmen. Doch was sich klanglich nach der Behandlung meines Hörraumes mit einem Satz Harmonix RFA-7800 getan hat, ist keineswegs subtil.

Marcus MillerDer tief in den Frequenzkeller hinabsteigende Basslauf auf Bela Flecks „Flight of the Cosmic Hippo“ erklingt viel fester, als ich das in Erinnerung habe. Beeindruckend auch die Präzision, mit der das niederfrequente Geschehen nun dargeboten wird. Auf „Detroit“ (Album: Renaissance, auf Amazon anhören) slappt Marcus Miller die Saiten seines E-Bass so impulsgenau und zackig wie noch nie. All das geschieht verblüffenderweise bei nahezu beliebiger Lautstärke. Es hat sich also einiges im Bassbereich getan. Wohl nicht von ungefähr genau dort, wo ich bislang die größte Unzufriedenheit mit meinem Hörraum verspürt habe.

Aber es scheint, dass die Harmonix RFA-7800 auch auf anderem Gebiet ihre Wirkung nicht verfehlt haben, denn unzweifelhaft gibt es ein Plus an Raumausdehnung zu vermelden: Geistliche Chorwerke benötigen den Widerhall eines sakralen Baus. Nachdem die Harmonix RFA-7800 meinen Hörraum zieren, genieße ich das Kyrie aus Mausrice Duruflés Requiem mit dem Huston Chamber Choir nicht nur wegen der stimmlichen Vorzüge dieser neuen Gesamtaufnahme der Chormusik des französischen Komponisten, auch das ausladende Raumgefühl mit einem als realistischer empfundenen Nachhall bereitet dem vielstimmigen Chor nun ein angemesseneres Umfeld.

Oberhalb des Bassbereichs hat sich tonal nichts wirklich Gravierendes mehr verändert, was womöglich daran liegt, dass hier auch zuvor keine größeren Probleme vorlagen. Doch um die gefühlte Intensität, mit der Stimmen wie etwa die des leider früh verstorbenen Jeff Buckley wiedergegeben werden, ist es eindeutig besser bestellt. Offenbar profitieren auch Durchhörbarkeit und Feinzeichnung im Mittenband vom Einsatz der Resonatorchips.

Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks Nahaufnahme

Es führt kein Weg daran vorbei, die Harmonix Room-Tuning-Disks bewirken Veränderungen, und zwar unerwartet deutlich. Wie üblich bei Harmonix-Zubehör aber nicht von der plakativ-vulgären Sorte, sondern, mir kommt leider gerade nicht besseres in den Sinn, „harmonisierend“ wirkend. Stellen Sie sich vor, nach jahrelangem Gebrauch reinigen sie zum ersten Mal gründlich und ausgiebig die Linse ihrer Spiegelreflexkamera. Wie viel brillanter, klarer und schärfer werden wohl die Bilder sein? Ähnlich verhält es sich auch mit den RFA-Disks. Dieselbe Kette, keine Frage, doch weil der Raum es nun zulässt, performt die jetzt auf höherem Niveau.

Die Gegenprobe
Um auszuschließen, dass die Harmonix RFA-7800 rein zufällig besonders gut mit meinem Hörraum „harmonieren“ vereinbaren wir ein zweites Treffen, nun in dem völlig anders gearteten Hörraum eines Freundes, der gerade erst einen Umzug hinter sich gebracht hat. Im neuen Domizil soll eine Kette aus wenigen, dafür aber besonders feinen Komponenten in einem fast quadratischen, nur spärlich möblierten Raum ihrem Besitzer die knappe Freizeit versüßen.

Anlage im Hörraum ohne Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks

Im Hörraum eines Freundes – raumakustisch problematisch …

Der erste Höreindruck im unbehandelten Raum präsentiert sich, wie es bei quadratischen Grundflächen aufgrund sich unvermeidlich aufaddierender Raummoden häufiger der Fall ist, mit einem tiefen, aber auch ein wenig drückenden und nur leidlich präzisen Bass. Die Stimme Udo Schilds steht zwar stabil in der Mitte, wirkt aber überlebensgroß. Die räumliche Tiefe und Höhe ist eher sparsam gesetzt, was möglicherweise einer zu wandnahen Aufstellung der beiden Spitzenmonitore Intonation Terzian geschuldet ist. Sie werden daher zunächst um einige Zentimeter nach vorne gerückt

Dann wird die kahle Wand hinter der Anlage zur Spielwiese des geduldigen Harmonix-Repräsentanten. Erneut beginnt er die offenbar für Störungen besonders anfälligen Raumecken und anschließend die tiefer liegenden Bereiche mit Resonatoren zu versehen „Erst sind die großen Fische dran“, erklärt  Ed Doggen sein Vorgehen. Und tatsächlich wirkt der Bass jetzt konturenschärfer, während die durch Raummoden angeregten Frequenzen weniger ins Gewicht zu fallen scheinen. Mit weiteren, mittig angebrachten Harmonix RFA-7800 kümmert er sich jetzt auch um die „kleineren Fische“, was im Klartext vor allem die Justage von Stimmen und Soloinstrumenten auf ein realistisches Größenmaß bedeutet. Resonatoren an der Zimmerdecke öffnen dann, ähnlich wie bei mir daheim, den Raum um ein erfreuliches Stück nach hinten und lassen ihn auch in der Höhe an Luftigkeit gewinnen. Gefühlt scheinen sich die 18 Quadratmeter des Zimmers irgendwie auszudehnen.

Ed Doggen erklärt Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks

Ed Doggen zeigt sich mit seiner Arbeit hochzufrieden und wir Anwesenden können ihm da nur zustimmen. Ohne den Raum bei höheren Zimmerlautstärken zu überfordern, geben profunde Bässe dem Stück das nötige Fundament. Und sogar die Bühne hat inzwischen alle Kompaktheit abgelegt, verfügt über Luftigkeit, Tiefe und Höhe.

Und sonst?
Wer Sorge hat, die 1.580 Euro für einen Satz Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks durch fehlerhaftes Anbringen womöglich in den Sand zu setzten, kann beruhigt werden. Der Verkauf der RFA-7800 liegt in Händen geschulter Fachhändler. Im Zweifelsfall gehört es zum Service, Bilder des geplanten Einsatzortes an Ed Doggen (der übrigens perfekt deutsch spricht und telefonisch auch sonst für alle Fragen zur Verfügung steht) zu schicken, welcher daraufhin Vorschläge zur sachgerechten Positionierung unterbreitet. Sollten Möblierung oder Anlage später einmal grundsätzlichen Veränderungen unterworfen sein, bietet der Harmonix-Vertrieb ebenfalls seine Hilfe an.

Ja, die Harmonix-Disks zur Optimierung der Raumakustik haben mich überzeugt und verdienen fraglos weit mehr Aufmerksamkeit, als ihnen bisher zuteil geworden ist. Wenn sie demnächst meine Berichte in fairaudio verfolgen, sind die RFA-7800 jedenfalls mit an Bord. Wieder Abnehmen? Kein Gedanke, denn die Room Tuning Disks erfüllen ihren Job unauffällig und effektiv. Sie bereiten ein akustisches Umfeld, in dem sich Hifi-Komponenten hörbar wohl fühlen, freilich ohne dabei so unansehnlich und sperrig daherzukommen wie das übliche, einschlägige Sammelsurium sonst üblicher akustisch wirksamer Tools. Unerwünschte Nebenwirkungen? Ich habe keine gefunden.

Harmonix RFA-7800 Room Tuning Disks hintern Rack

Fakten:

  • Modell: Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices
  • Konzept: selbstklebende Chips zur Verbesserung der Raumakustik
  • Preis: 1.580 Euro für ein Set mit 18 Disks
  • Farbe: Weiß oder mit holzfarbigem Inlay
  • Maße: 25 mm Durchmesser, 4 mm Höhe
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:
Daluso
Op den Dijk | 6102 EX Echt
Telefon: +31-611354725
E-Mail: info@daluso.de
Web: www.daluso.com

Test: Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices | Raumakustik-Tuning

  1. 1 Chips mit Tricks
  2. 2 Versuch macht klug: Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices

Über die Autorin / den Autor

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Analoge Quellen: Laufwerk: TW-Acustic Raven AC Tonarm: Graham Phantom B-44, Analog Tools, Pyon Sound Iris Tonabnehmer: Steinmusic Aventurin6, Lyra Titan i, modifiziertes Denon DL 103R Sonstiges: Plattentellermatten von Dereneville und Steinmusic, externer Plattenspielerantrieb Derenville DAE-01SP

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Abbingdon Music Research DP-777 Signature CD-Player: Ensemble Dirondo (Laufwerk) Musikserver: Innuos Zenith Mk.II

Vollverstärker: Devialet D-Premier

Vorstufen: Hochpegel: Accustic Arts Tube Preamp II Mk.2 Phonoverstärker: Einstein The Phonostage

Endstufen: Dartzeel NHB-108 (Stereo), Tenor Audio 75 Wi (Monos), Kharma MP150

Lautsprecher: Acapella La Campanella, Clockwork Event Horizon

Kabel: Lautsprecherkabel: Analog Tools Reference Serie NF-Kabel: Analog Tools Reference Serie Netzkabel: Steinmusic Highline Netzleiste: Nordost QRT QB4 und QB8 Sonstiges: Analog-Tools-Phonokabel (Reference Serie)

Zubehör: Stromfilter: Trenntrafos von Steinmusic und Moll-Audio Sonstiges: AHP-Klangmodule, Steinmusic Harmonizer

Sonstiges: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella, Symposium Precision und Ultra-Coupler.

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 23,4 m² Höhe: 2,64 m

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