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Test-Fazit: AKG K712 Pro

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  1. 3 Test-Fazit: AKG K712 Pro

Ich weiß gar nicht, ob ich laut sagen soll, dass mich AKGs aktuelle Kopfhörer mehr begeistern können als ihre Mikrofone. Das hat natürlich Gründe, und die finde ich nicht bei den Mikros, sondern unter anderem beim K712 Pro. Ich bin nämlich geneigt, dem AKG nicht nur eine „besondere Fähigkeit“ zu attestieren, sondern gleich einen ganzen Strauß voll:

AKG K712 Pro

Der Bass spielt detailreich, Mitten und Höhen ebenfalls. Die Ortung auf der Breite und in der Tiefe der Bühne sind AKG-typisch sehr gut und die Impulstreue ist atemberaubend – die Transientenwiedergabe ermöglicht ein hervorragend agiles Klangbild und lässt Produktionen nur dann matschig erscheinen, wenn sie es auch definitiv sind. Ich frage mal so: Was braucht man eigentlich mehr? Nun, mancher wird ein wenig mehr „In your face“-Attitüde wünschen, der K712 Pro ist korrekt, aber eher höflich zurückhaltend als krawallig-aufdringlich. Und ja, das ist mit dem etwas stärkeren Bass durchaus zu vereinen, denn auch dieser bleibt immer analytisch, verfärbungsfrei und hat nie dröhnigen Charakter.

Durch den etwas defensiver gehaltenen Präsenzbereich, das geringe Gewicht und die hervorragenden Sitzeigenschaften ist der 712er einer der „dauerbetriebfähigsten“ Kopfhörer, die ich bislang kennenlernen durfte. Umsonst ist das natürlich nicht, der K712 Pro ist um Größenordnungen teurer als sein nächster Verwandter, der K612. Aber, Vorteil Kopfhörer: Für das Geld bekommt man im Leben keine Lautsprecher, die bezüglich der genannten Eigenschaften auch nur in die Nähe des AKG K712 Pro (auf Amazon ansehen) kommen.

Der AKG K712 Pro zeichnet sich aus durch …

  • einen trockenen, schnellen, aber recht starken Bassbereich. Das musikalische Geschehen im Frequenzkeller lässt sich akkurat nachverfolgen, ohne dass Druck am Ohr aufgebaut würde.
  • sehr fein aufgelöste Höhen und ein insgesamt sehr luftiges Klangbild.
  • etwas zurückhaltende Hochmitten. Der Präsenzbereich gibt sich eher dezenter, nicht „direkt“.
  • eine physisch wie klanglich außerordentliche Eignung für den Langzeitbetrieb: Der K712 ist auch nach langem Tragen nicht unangenehm an Kopf und Ohren, eigentlich nie neigt er zu „beißendem“ Klang.
  • sehr genaue Ortbarkeit und hervorragende Tiefenstaffelung.
  • erstklassige dynamische Eigenschaften.

Fakten:

  • Konzept: offener, ohrumschließender Kopfhörer
  • Preis: 529 Euro
  • Nennimpedanz 62 Ohm
  • Empfindlichkeit: 105 dB/V
  • Nettogewicht: 235 g (ohne Kabel)
  • Ausführung: Anthrazit/Orange
  • Kabel: zwei abnehmbare, austauschbare Kabel (Spiralkabel und gerades, 300 cm Länge)
  • Anschluss: 3,5 mm, Adapter auf 6,3 mm Klinke inklusive
  • Garantie: 24 Monate

Vertrieb:

Audio Pro GmbH
Pfaffenstrasse 25 | 74078 Heilbronn
Telefon: 07131 2636-400

eMail:info@audiopro.de
Web:www.audiopro.de

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Test: AKG K712 Pro | Kopfhörer

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Thorens TD-316 MkII mit Nagaoka MP-110 Sonstiges: Rega Radio, Moog Sub 37

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Lavry DA-11, Merging Technologies HAPI (AD/DA-Wandler) CD-Player: Rega Apollo Sonstiges: Apple iPad Mini 2, Apple MacBook Air Mid 2013, Focusrite Scarlett 6i6 USB, Sony BDP-S490

Vollverstärker: Rega Mira

Lautsprecher: Auratone 5C, JBL Control 1C, Genelec 8010A, Piega TMicro 5, Vogel Custom Blue & White

Kopfhörer: Stax SRS-2170, Audio-Technica ATH-R70x, Ultrasone ProLine 2500, AKG D-240DF, Beyerdynamic DT150, Beyerdynamic Custom One, KOSS Porta Pro, Apple Earbuds, Panasonic RP-HJE120-PPK, Audio-Technica ATH-ANC40BT

Kopfhörerverstärker: Rupert Neve Designs RNHP , iFi iDSD nano

Mobiles HiFi: Apple iPhone 5s, iFi iDSD nano

All-In-One: Arcam Solo Mini DAB+

Kabel: Lautsprecherkabel: Oehlbach Ultrastream NF-Kabel: Vovox Link, Vovox Sonorus

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 51 m² und 12 m² Höhe: 2,3 m und 2,1-2,6 m

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