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Für die Tonne?

07. April 2017 / R. Hock

Liebe Redaktion,

mir ist aufgefallen, dass Sie bei Tests von Aktivlautsprechern wie der Magnasphere 33 oder auch den Dynaudios Xeos immer nur von PCs oder Handys als Quelle ausgehen. Besitzer klassischer HiFi-Anlagen interessieren sich aber auch für Aktivlautsprecher ohne Kabel. Deshalb wäre es doch sinnvoll, bei Tests darzustellen, wie diese kabellosen LS in Verbindung mit einem Vorverstärker klingen.

Niemand, der eine komplette HiFi-Anlage mit CD-Spieler und hochwertigem Plattenspieler besitzt, wirft diese einfach in die Tonne, sondern möchte das bisherige Equipment, teilweise sehr hochwertig, auch weiterhin ohne PC oder Streamer nutzen. Kabellose aktive LS sind auch für diese Klientel eine tolle Alternative zu Endverstärkern und teure Lautsprecherkabel. Oder gibt es hier technische Probleme, sodass die Übertrager des Signals nicht mit Vorverstärkern harmonisieren bzw. dafür ausgelegt sind?

Viele Grüße
R. Hock

Hallo Herr Hock,

danke für Ihre interessante Rückmeldung!

Ja, man kann an die Sendeeinheit der Dynaudio wie der Magnat analoge Quellen anschließen und insofern bestehendes HiFi-Equipment analog einbinden. Ein großer Praxisvorteil. Man darf aber auch nicht verkennen, dass analoge Signale hinterm Eingang sofort digitalisiert, dann zur Box gefunkt und dort dann wieder vom Digitalen ins Analoge konvertiert werden. Deshalb ist es „theoretisch eleganter“, das Signal, wenn möglich, gleich digital einzuspeisen, denn so spart man sich eine Wandlungsstufe.

Auch scheint ein klassischer Vorverstärker in vielen Fällen obsolet, weil Pegelregelung und Eingangswahl ja zum Funktionsumfang solcher Wireless-Lautsprecher gehören. Warum die Phonovorstufe also nicht direkt an die Cinchbuchsen des Senders anschließen und den CD-Player via Toslink? Eine analoge Vorstufe harmoniert schon mit den Funk-Übertragern – aber der Charme solcher Lösungen besteht eben auch in der Verkürzung des Signalwegs.

Beste Grüße
Ralph Werner

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Adam Audio / Hoerzone