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Test-Fazit: Jadis JS2 MKIII

Jadis JS2 MKIII D/A-Wandler und DAC - Front schräg

In der dritten Ausbaustufe des „kleinen“ D/A-Wandlers JS2 ist Jadis ein Gerät für die Ewigkeit gelungen. Mühelos meistert das bildschöne Herrenschmuckkästchen den heiklen Spagat zwischen Wärme, Farbe, Fluss und Grundtonfülle auf der einen Seite sowie dynamischer Spannung, Hintergrundschwärze, Abbildungspräzision und einer sehr guten, wenngleich nicht unübertroffenen Auflösung auf der anderen Seite. Und nein, der Jadis JS2 MKIII versöhnt diese beiden schmerzlich oft antagonistisch ausgeprägten Kompetenzen nicht nur miteinander, sondern vereint sie zu einem balancierten und vollmundig schlüssigen Ganzen, wie ich es von keiner zweiten Digitalquelle bislang gehört habe. Digitale Härten, gleißende Höhen, artifizielle Sibilanz und überhaupt jegliches digital-induzierte Unbill sind dem Jadis JS2 vollkommen wesensfremd geworden.

Echte Schwächen zeigt der JS2 MKIII angesichts des ambitionierten Preises (je nach Präferenzsetzung des Hörers) lediglich im etwas charakterblassen Bass und der nicht ganz lehrbuchmäßigen Gesamttonalität. Und dass der Jadis neben seinen Paradedisziplinen Jazz und Klassik dank anspringender Attacke und stabiler Raumabbildung sogar bei Metal und Elektro eine überzeugende Figur macht, qualifiziert ihn überdies zum zeitlosen Allrounder. Wenn Sie also Interesse an digitalem Audiogenuss haben, bislang jedoch von der Platte nicht lassen konnten, sollten Sie dem Jadis JS 2 MKIII unbedingt eine Chance in Ihrer Kette geben.

Der Jadis JS2 MKIII …   

  • verwöhnt mit einer emotional anrührenden, wenngleich nicht akademisch linearen Gesamttonalität, die in Bass, Mitten und Höhen minimale Wellen aufweist und als zwar „charakteristisch“, aber keineswegs „verfärbt“ durchgeht.
  • bietet einen substanziellen, organisch-federnden Bassbereich; in Sachen Präzision, Druck und Trockenheit geht im Preisbereich jedoch deutlich mehr.
  • lässt die Mitten farbstark, artikuliert, organisch fließend erstrahlen und erreicht dabei eine nachgerade übernatürliche Schönheit frei von artifizieller Verfärbung, wie sie bislang analogen Quellen vorbehalten schien.
  • lässt die Höhen gülden schimmern statt silbrig strahlen, so dass sie duftig, feinstofflich und reich an Obertönen das Gehör quasi mit Information „streicheln“.
  • zeichnet die akustische Bühne randscharf, stabil und luftig auf halber Strecke zwischen Pinpoint und Panorama, kurzum: realistisch.
  • bietet eine Auflösung, die nicht durch ihren Maximalwert, sondern vielmehr durch ihre gleichmäßig übers Frequenzband verteilte Qualität besticht.
  • lässt dynamisch weder im Groben noch im Feinen Limitierungen erkennen.
  • verwöhnt auch das Auge mit seinem opulenten Äußeren, das als optisches Äquivalent zum Klang durchgeht.

Fakten:

  • Modell: Jadis JS2 MKIII Signature
  • Konzept: D/A-Wandler mit Röhrenbestückung
  • Preis: 6.400 Euro (ohne Signature-Upgrade: 5.900 Euro)
  • Abmessungen (BxHxT) & Gewicht: 45,5 x 12,5 x 32 cm & 9,5 kg
  • Farben: Silber
  • Digitale Eingänge: USB, AES/EBU, Cinch, optischer ST-Eingang (AT&T-Standard)
  • Analoge Ausgänge: XLR, Cinch
  • Maximale Auflösung: 96 kHz/24 Bit, USB-B: 44,1 kHz/16 Bit; USB-Upgrade auf 192 kHz/24 Bit für 500 Euro optional verfügbar
  • Röhrenbestückung: 4 x 12AU7A
  • Garantie: 3 Jahre

Vertrieb:
AUDIOPLAN Thomas Kühn e.K.
Goethestraße 27 | 76316 Malsch
Telefon: 07246-1751
eMail: info@audioplan.de
Web: www.audioplan.de


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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Benjamin Baum Benjamin Baum

    Equipment

    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Moon MiND 2
      • Streamer: Auralic Aries Femto mit SBooster 15V MKII
    • Vollverstärker:
      • Jadis DA88 Signature
    • Lautsprecher:
      • Harbeth SHL5+
    • Kopfhörer:
      • Meze Empyrean, Audeze LCD-XC, AKG K812
    • Kopfhörerverstärker:
      • EAR Yoshino HP4, Chord Hugo
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Kondo Operia SPc Bi-Wire
      • NF-Kabel: Kondo KSL-VzII
      • Digitalkabel: Tellurium Silver Diamond Digital XLR, AudioQuest Carbon USB
      • Netzkabel: Kondo KSL-ACc Persimmon
      • Sonstiges: Meze Furukawa Silver-Copper, WyWires RED, Forza Noir Hybrid
    • Rack:
      • Multiplex-Bambus-Selbstbau mit bFly Talis-Füßen
    • Zubehör:
      • Stromfilter: Isotek Aquarius, Audioplan Powerplant SIII
      • Sonstiges: AudioQuest Jitterbug, Uptone USB Regen, Audio Magic Ultimate Premier Feinsicherungen, Nordost Qk1, Qv2, QPoints, Entreq Minimus Grounding Box, Entreq Eartha Challenger Ground Cable
    • Sonstiges:
      • Skylan Stands, Audioplan Antispikes, Stillpoints Ultra SS, Stillpoints Ultra Mini
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 32 m²
      • Höhe: 3,5 m