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Schwarze Magie: Audio Magic Beeswax Ultimate Feinsicherung

Beutelschneiderei oder Tuning-Schnäppchen? Die vorhandene Nachfrage nach audiophilen Spezial-Feinsicherungen legt jedenfalls nahe, dass der Austausch werkseitig verbauter Feinsicherungen gegen resonanzoptimierte Varianten mit Kupfer- oder Silberkappen je nach HiFi-Kette durchaus gewisse klangliche Fortschritte bringen kann. Zumal sich deren Anschaffungspreis meist im mittleren zweistelligen Bereich und damit für ein Upgrade im überschaubaren Rahmen hält.

Was allerdings dabei herauskommt, wenn man die klangliche Optimierung von Feinsicherungen ohne Rücksicht auf Produktionsaufwand, Materialkosten und esoterische Verdachtsmomente auf die Spitze treibt, beweist nun der US-amerikanische Hersteller Audio Magic. Die kürzlich erschienene Feinsicherung Audio Magic SHD (Super High-Definition) Beeswax Ultimate verfüge nicht nur über einen doppelten Draht im Kern, sondern bette diesen Zweispur-Draht zudem in ein resonanzminderndes Polster aus, ja tatsächlich: Bienenwachs ein. Das Wachs seinerseits sei nochmal von einer eigens entwickelten, gelartigen „Black Powder“-Mischung umschlossen. Beides im Verbund sorge laut Hersteller für eine nahezu vollständige Resonanzbeseitigung.

Die Ausführungen zur Fertigung der Audio Magic Beeswax Ultimate lesen sich ebenso kurios wie die zur Materialwahl: Laut Audio Magic braucht es bis zu drei Versuche, um eine intakte Sicherung zu erhalten. Damit das Bienenwachs im noch flüssigen Zustand – und nach dessen Gerinnung sodann das umschließende Black Powder – in die Sicherung eingeleitet werden kann, wird sie an beiden Seiten in Handarbeit durch eine winzige Bohrung geöffnet und anschließend wieder verschlossen.

Das klingt nach einer abenteuerlichen Fummelei. Im Kurztest gemahnte die Audio Magic Beeswax Ultimate zunächst denn auch eher an Handarbeit & Hobbykeller denn an ein normales Highend-Produkt. Die Skepsis sollte sich nach einer gewissen Einspielzeit jedoch rasch legen.

Die klangliche Wirkung der Audio Magic Beeswax Ultimate ist nämlich tatsächlich verblüffend: Während die zuvor in der Testkette verwendeten Feinsicherungen (Kupfer- und Silbermodelle) entweder für einen organischeren musikalischen Fluss, sattere Klangfarben und einen härtefreien, entspannteren Hochton sorgten (AHP Feinsicherung II, Kupfer) oder den Grad an Abbildungspräzision, Basswiedergabe und Hochtonauflösung etwas steigerten (HiFi Tuning Supreme 3, Silber), vermochte die Audio Magic beide Aspekte in sich zu vereinen. Darüber hinaus bürgte die Bienenwachs-Lösung insbesondere in Vorstufe und D/A-Wandler für eine glaubwürdigere Reproduktion des Timbres von Stimmen und Instrumenten.

Im Ganzen erbrachte die Audio Magic Beeswax Ultimate eine musikalische und unangestrengt stressfreie Wiedergabe aus einem Guss, ohne bestimmte technische Aspekte zu exponieren. Angesichts ihres „genießerischen“ Fokus’ auf eine organische Musikwiedergabe fiel zunächst kaum auf, dass die Beeswax im Vergleich zur diesbezüglich bereits beachtlichen HiFi Tuning Supreme 3 auch hinsichtlich Feinauflösung und Tiefenstaffelung Verbesserungen brachte. Kleines Caveat: Eine Pin-Point-Abbildung mit maximaler Konturenschärfe wird durch Verwendung der Beeswax Ultimate nicht unbedingt gefördert. Instrumente und deren Konturen erschienen im Direktvergleich mit der Supreme mit minimal breiterem Pinsel gezeichnet.

Es zeigt sich wieder einmal: Der Experimentierfreude in der heimischen Kette sind kaum Grenzen gesetzt – abgesehen vom Anschaffungspreis. Die Audio Magic Beeswax Ultimate schlägt mit 279 Euro zu Buche. Eine vereinfachte Variante ist unter dem Titel Beeswax Premier für 169 Euro zu haben. Beide Versionen sind in allen gängigen Ampere-Werten in den Größen 5 x 20 mm sowie 6,3 x 32 mm erhältlich.

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