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Gute Besserung?

04. Oktober 2017 / Robert Nörenberg

Westdeutsche HiFi-Tage in Bonn 2017: Als HiFi-Fan und Bonner bemühe ich mich immer, dabei zu sein. So ist es mir auch dieses Jahr gelungen. Mein Frust und meine Enttäuschung wächst jedoch von Jahr zu Jahr. Hier meine ganz persönlichen Eindrücke. Ich spreche jetzt ausdrücklich nur über die großen Player vor Ort. Also die Aussteller in der ersten Etage in den Salons. Dieses mal fand ich es besonders schlimm.

Die Präsentationen der meisten Anbieter wirkten auf mich schlecht bis überhaupt nicht vorbereitet. Die inhaltlichen Informationen fand ich lustlos dargeboten, die Musikauswahl – ist zwar Geschmacksache – hat mir aber selten die Eigenschaften und Vorzüge der Technik wirklich näher gebracht. Einzige Ausnahme ist hier Ulf Soldan (Bowers & Wilkins): Wirkte wie immer bestens vorbereitet. Ich hatte den Eindruck, dass Technik-Freaks und Laeien gleichermaßen von seinen Informationen profitieren. Die Musik fand ich geschickt und abwechslungsreich ausgewählt und es gab ein paar nette Hintergrundinfos zu den einzelnen Titeln. So fühlte ich mich als Gast und nicht als Störenfried behandelt. Der Mann „kann Präsentation“! Danke Herr Soldan.

Bei vielen anderen Ausstellern frage ich mich immer wieder: „Woher kommt dieser Hang zur Blamage?“ Die angebotene Technik hat oft einen besseren Auftritt verdient. Ich komme mir vor, wie in einem Restaurant in dem die Küche Sterne-Niveau hat aber der Service einem den Abend verdirbt. Das haben weder die Köche noch die Ingenieure verdient!

Daher zum Abschluss noch meine persönlichen technischen Highlights (ganz unabhängig von der jeweiligen Präsentation): Special Forty Dynaudio und Bowers & Wilkins 702.

Mit Hoffnung auf Besserung
Robert Nörenberg

Hallo Herr Nörenberg,

vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Ein fairaudio-Messebericht mit womöglich noch einmal ganz anderen Eindrücken folgt in Kürze.

Schöne Grüße aus Berlin
Jörg Dames

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