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HiFi-Test-Archiv: Kompaktlautsprecher
Kompaktlautsprecher – auch als Kompaktboxen oder Regallautsprecher bezeichnet – gibt es in einer erstaunlichen Vielfalt. Häufig sind sie ideal für kleinere Räume oder fürs Nahfeld. Unsere Tests reichen von klassischen passiven Zwei- und Dreiwegeboxen bis hin zu aktiven Monitoren. Sie finden günstige Einsteigermodelle ebenso wie exklusive High-End-Kompaktboxen.
Die druckvolle Grobdynamik und der tiefe, konturierte Bass dieser Kompaktlautsprecher erinnern an Standboxen. Dazu gibt es eine extrem gute Bühnendarstellung. Das Mittenband wirkt natürlich und gehaltvoll, aber nicht übermäßig aufgelöst.
Diese Kompaktlautsprecher zählen zu den ausgewogensten und am natürlichsten abgestimmten Exemplaren ihrer Klasse. Für die Größe erstaunlich tiefer und gleichwohl linearer Bass. Gute Auflösung, auf maximal-kristalline Transparenz sind sie aber nicht trainiert.
Die vielleicht größte Stärke dieser englischen Kompaktlautsprecher: Sie sprechen Bauch und Intellekt gleichermaßen an. Sie wecken Aufmerksamkeit und wirken gleichzeitig entschleunigend - was für eine seltene Gabe. Der Grundton ist kompaktboxentypisch etwas angehoben.
Das Herz dieser Kompaktlautsprecher schlägt in den Mitten: farbstark, organisch, transparent, warm – mit einem Wort: sinnlich! Die Mini A klingen erstaunlich voluminös und eignen sich auch für größere Hörräume. Gute Grobdynamik, aber im Bass nicht auf maximales Differenzierungsvermögen trainiert.
Diese analoge Aktivbox eignet sich für den Schreibtisch oder kleinere Hörräume und wartet mit einem tonal angenehm unaufdringlich ausbalancierten Klangbild auf. Aufgrund des etwas früher „Schluss machenden“ Hochtons und des größenbedingt nicht allzu druckvollen Basses spielt sie zwar nicht ultimativ breitbandig, dazwischen aber vorbildlich linear.
Diese Kompaktlautsprecher sind tonal auf der leicht wärmeren Seite zuhause und spielen außerordentlich schlüssig und zeitgenau. Eine sehr empfehlenswerte Lösung für Hörer, die souveränen Bassdruck und eine herausragende Bühnenabbildung suchen. In den Höhen eher etwas zurückhaltend abgestimmt.
Dynamikumfang und Basssubstanz der kleinen, Bluetooth-fähigen Saxx-Boxen lassen angesichts von Preis und Größe wenig Wünsche offen. Die Tonalität wirkt ausgeglichen und die Auflösung im Mitten- und Hochtonband würde auch in höheren Preisklassen nicht enttäuschen. Die Lokalisationsschärfe könnte höher sein.
Knackig-zackig und hochinformativ – so könnte man das Klangbild dieses Kompaktlautsprechers mit wenigen Worten beschreiben. Mit hochwertiger Elektronik werden tiefe, extrem facettenreiche Einblicke in die Musik möglich. Durchaus prägnanter, aber sehr sauberer Hochton.
Diese Kompaktlautsprecher reichen bei gleichmäßig geringer werdendem Pegel im Bass sehr tief hinunter – die Lösung mit den Passivmembranen funktioniert ausnehmend gut – und spielen über das gesamte Spektrum mit einer hohen Detailtreue und Knackigkeit. Im Hochton eher frisch als zurückhaltend.
Diese kabellosen Aktivlautsprecher sind richtig, richtig gute Lautsprecher für Rock, Metal, Pop, Filmmusik und Filmtonwiedergabe: bassseitig unglaublich tiefreichend und druckvoll, grobdynamisch herausragend souverän sowie räumlich involvierend. Tonal eher auf der warmen/satten Seite und nicht auf maximale Analytik trainiert.
Druckvoller, je nach Einstellung minimal dominanter Bass, involvierende Dynamik und eine für die Preisklasse angemessene Detailauflösung. Dazu eine tolle Plastizität. Der Clou dieser aktiven Kompaktlautsprecher ist die Raumeinmessungsfunktion.
Diese einmessbaren, aktiven Monitor-Lautsprecher faszinieren mit sehr hohem Auflösungsvermögen, präziser Raumdarstellung und tonaler Akkuratesse. Wer sich für sie entscheidet, sollte Genauigkeit bei der Musikwiedergabe schätzen – auch wenn das heißt, Aufnahmefehler genau vorgeführt zu bekommen.
Zu den Schokoladenseiten dieser Kompaktlautsprecher zählen Räumlichkeit, Transientendefinition und blitzartige Impulswiedergabe. Die Transparenz ist für diese Preisklasse außergewöhnlich. Der Bass lässt etwas Druck vermissen – für solche Wünsche ist ein Subwoofer vorgesehen.
Kohärenz, Spielfreude, Stimmigkeit und Anmachfaktor - nicht zuletzt in Anbetracht der Preisklasse überraschen die Verus III Grand Bookshelf mit einem ziemlich ausgereiften, involvierenden Klangbild. Nur an den jeweils äußeren Frequenzbandenden geben sich diese Kompakten - auch bauartbedingt - etwas zurückhaltender.
Diese Aktivlautsprecher eignen sich sowohl für die besonderen Momente zuhause als auch als puristisches Tool für den Alltag oder Werkzeug im Studio. Neutral, unangestrengt und gleichsam emotional, dabei unkompliziert in der Bedienung. Die Kii vereinen die Stärken von Kompakt- und Standlautsprechern und taugen für verschiedenste Hörumgebungen. Sie liefern dabei eher ein straight-packendes Klangbild, für Hörer die es betont „lauschig-warm“ mögen, sind sie nicht konzipiert.
Egal, ob Tonalität, Auflösung, Dynamik, Timing – oder was es sonst noch auf der Checkliste zu prüfen gilt –, diese Kompaktboxen erzielen durchweg Bestnoten. Auch der Bass ist für so kleine Lautsprecher eine Sensation. Die S400 sind aber kein Aufhübscher für schlechtere Aufnahmequalitäten.
Diese Kompaktbox überzeugt mit einem sauberen, präzisen und lebendigen Klang, der auch feine Details zu Gehör bringt und „Erste-Reihe-Feeling“ erzeugt. Insgesamt tonal schlanker abgestimmt. Der Hochtöner bringt eine Extraportion Glanz und Auflösung ins Klangbild.
Die Formation Duo können für ihren Besitzer zu mehr als „nur“ Aktivboxen werden und zum Kern einer drahtlosen und bequem per App zu bedienenden Streaming-Musikanlage avancieren. Die transparente und gleichzeitig entspannte, leicht auf der wärmeren Seite von neutral abgestimmte und mit einem schönen Swing versehene Spielweise wird gerade den Intensivhörer nachhaltig für sich einnehmen. Nur bei zünftigem Metal oder tieffrequenzlastiger, elektronischer Musik mag sich der eine oder andere noch mehr Aggressivität wünschen.
Eine Kompaktbox, die zwar in ihrer Preisklasse keine neuen Bestmarken in highfidelen Einzeldisziplinen aufstellt, allerdings auch keinerlei nervige, musikgenussabträgliche Schwächen aufweist. Tendenziell eher auf Geschmeidigkeit und Farbigkeit trainiert als auf maximale Auflösung.
Dieser Lautsprecher ist ein akustischer Serotonin-Spender, den vielleicht nicht jeder Toningenieur sofort haben müsste, den aber mit Sicherheit jeder vermissen wird, der ihn mal in der heimischen Kette hörte. Dynamisch auf Referenzniveau, aber kein ausgemachter Analyst.
Diese streamingfähigen Aktivlautsprecher überzeugen insbesondere mit präziser Raumdarstellung, flinker Dynamik und detailreichem, aber niemals nervendem Hochtonbereich. Echter Tiefbass wird konzeptbedingt nicht geboten, dafür gibt’s eine leichte Oberbassbetonung, woraus ein eher sonores Klangbild resultiert.
Preisgünstig, aber wertig: Das fängt beim Design an, setzt sich bei der Verarbeitung fort und gipfelt in einem Klangbild, das unterm Strich sehr reif anmutet. Ein Schnäppchen für Hörer, die es klanglich eher sportlich-schnell-luftig als gefällig-warm-bassstark mögen.
Große Kompaktbox, die es grobdynamisch mit Hornlautsprechern aufnimmt und nicht zuletzt dank einmessbarer Aktivtechnik mit einem famosen, sprich tiefreichenden, substanziellen und klar definierten Bass punktet. Die virtuelle Bühne öffnet sich nach vorne – das mag nicht jeder, es involviert den Hörer aber sehr.
Fair bepreiste Kompaktbox mit anmachend-mitreißendem Klangbild: Die Bühne öffnet sich nach vorne, es geht dynamisch zur Sache und der Bass kommt so straff wie substanziell. Gewisse Abstriche muss man im Hochton und bei der Tiefenstaffelung machen.
Diese Aktivlautsprecher sorgen nicht zuletzt wegen der etwas dezenter gehaltenen Hochtonabstimmung für unkomplizierte Langzeittauglichkeit. Analysefreaks oder Besitzer besonders warm angestimmter Elektronik werden dabei weniger angesprochen als Hörer mit neutraler Elektronik (oder großen Hörräumen), die dynamisch packend, rhythmisch mitreißend, direkt aufs Lustzentrum zielend Musik hören wollen.
Ein substanzieller Bass, geschmeidig aufspielende Mitten sowie dezente, aber gut aufgelöste Höhen charakterisieren diesen Lautsprecher. Hinzu kommen eine gut ausgeleuchtete Raumabbildung und eine tolle Feindynamik. Die große Harbeth ist aber eher nichts für schwachbrüstige Verstärker.
Zu den Tugenden dieser Kompaktbox zählen Transparenz, Impulstreue, Auflösungsvermögen und ein sehr überzeugender Raumeindruck. Der Bass ist etwas kräftiger gehalten – damit er differenziert rüberkommt, sollte die Dynaudio an einem kräftigen, kontrollierenden Verstärker betrieben werden.
Angesichts der Luftigkeit, dem unerwartet sachlich-präzisen Mittelton und dem hohen Auflösungsvermögen qualifizieren sich diese Kompaktlautsprecher auch über ihre Preisklasse hinaus ganz besonders für handgemachte Musik und Electronica mit Anspruch. Pressluft-Techno, Hip-Hop & Co gehen grundsätzlich auch, dürften aber über im Bass wuchtiger abgestimmte Lautsprecher noch mehr Spaß machen.
Insgesamt „schmeckt“ die nuPro X-3000 mit ihrer kraftvollen, plastischen und lebendigen wie flüssigen Spielweise mehr nach Allrounder als nach dezidiertem Studiomonitor. Es gibt noch analytischere Lautsprecher in dieser Preisklasse, in Sachen Spielfreude und Souveränität ist die X-3000 allerdings ganz vorne dabei.
Diese Kompaktbox spielt tonal etwas leichter auf und bringt einen drahtig-flinken, wenngleich nicht ausnehmend voluminösen Tiefton zu Gehör. Das Dynamikverhalten und die Raumdarstellung – und hier insbesondere die Tiefenstaffelung – sind absolute Stärken der Saxx.
Diese kleine Kompaktbox klingt deutlich erwachsener als man vermutet und kann insbesondere mit einem breit und tief ausgeleuchteten stereofonen Raum auftrumpfen. Natürlich geht noch da noch mehr: mehr Bass, Auflösung und Dynamik etwa. Aber zum aufgerufenen Kurs gibt es hier keinen Anlass zur Beschwerde.
Absolute Stärken dieses Lautsprechers sind seine Dynamik und seine neutral-unbestechliche Tonalität im Verbund mit einer für die Preisklasse extra guten Auflösung. Räumlich vermögen die XTZ in Breite und Tiefe sehr akkurat auszuleuchten. Hierzu muss allerdings ein wenig experimentiert werden, der Sweet Spot könnte größer ausfallen.
Vielfältig justierbarer Aktivmonitor, der in der Grundeinstellung mit tonaler Neutralität und sehr hohem Auflösungsvermögen punktet. Definitiv eher der Typ „Reporter“ denn „Charmeur“. Die Basswiedergabe ist für diese Größe absolut erstaunlich – und die Raumdarstellung klar und präzise.
Für eine Zwei-Wege-Kompaktbox liefert dieser Aktivlautsprecher ein enorm breites Frequenzspektrum, das sich zudem tonal neutral zeigt. Hohe Hochtonauflösung und erstaunlicher Tiefgang. Insbesondere für Raumgrößen unter 25 qm zu empfehlen.
Edel aussehende und hochwertig verarbeitete Kompaktboxen mit etwas offensiverer Höhendarstellung, impulsfesten, straffen Bässen und einem eher milderen Präsenzbereich. Insbesondere in Sachen Auflösung, Detailreichtum und Bühne ausnehmend gut.
Diese dem Punktschallquellen-Ideal verpflichteten Aktiv-Lautsprecher zeichnen sich weder durch enorme Tiefbassfähigkeiten noch durch maximale Pegelreserven aus. Doch sie sind perfekt für Hörer, denen hoher Detailreichtum und eine akkurate Bühnendarstellung wichtig sind – und das auch bei (sehr) kurzen Hördistanzen.
Diese Kompaktbox tönt lebendig und dynamisch, bietet eine exzellente Sprachverständlichkeit, einen offenen und luftigen Hochton sowie ein Auflösungsvermögen, das in dieser Klasse seinesgleichen sucht. Ihr Tieftonfundament ist jedoch – auch für ihrer Größe – weder sehr tief noch substanziell.
Dieser Aktivmonitor spielt ungemein feinauflösend, präzise, akkurat und unvermittelt. Tonal balanciert mit kleiner Betonung in den oberen Höhen, hebt die Kompaktbox gute Aufnahmen auf den Olymp – und legt bei schlechten den Finger in die Wunde.
Praktischer, multiroomfähiger Streaminglautsprecher mit ziemlich betonter, „gemütlicher“ Basswiedergabe, neutralem Mittenband und eher freundlichen denn aufdringlichen Höhen. Feindynamisch etwas limitiert, punktet die aktive Kompakte mit überzeugender Grobdynamik, Pegelfestigkeit und Raumdarstellung.
Diese mit analogen wie digitalen Eingängen, Bluetooth-Schnittstelle und einem ganz ordentlich tönenden Phono-Pre (MM) ausgestattete Aktivbox besitzt tendenziell warm timbrierte Mitten sowie gelassen-gutmütige Höhenlagen. Trotz geringer Größe erstaunlich guter Tiefgang im Bass – grobdynamisch naturgemäß etwas limitiert.
Die aktiven Monitore von Genelec sind bei geringen wie hohen Pegeln neutral-ehrlich, zackig, detailliert, deutlich und durchsetzungsfähig. Sie zeigen das klangliche Geschehen sehr ungeschminkt auf, was für reine „Genusshörer“ auch mal zu viel des Guten sein kann.
Diese aktiven Kompaktboxen tönen ausgereift, tonal auf der ganz leicht frischen Seite von neutral und im Zeitverhalten sehr homogen. Musikalisch zu Hause fühlen sie sich vor allem mit komplexem, anspruchsvollem Material, optimal für eher analytisch orientierte Hörer und Räume unter 20 Quadratmeter. Wer physisch spürbaren Bass sucht, sollte ein, zwei Nummern höher im Abacus-Programm suchen.
Wenn Sie eine präzise, plastische und rhythmische Gangart zu schätzen wissen, dürfte Ihnen diese Kompaktbox sehr gefallen. Bassgewitter und Pegelorgien lassen sich mit ihr konzeptionell bedingt indes nicht veranstalten. Tonal eher etwas leichter als betont vollmundig abgestimmt.
Dieser aktive Kompaktmonitor bietet nicht nur klare Mitten und einen schön aufgefächerten Hochton, sondern überraschenderweise auch definierten, tiefen und druckvollen Bass. Regelrechte Pegelorgien sind, konzeptionell bedingt, freilich nicht drin. Besondere Stärken: Auflösungsvermögen und Dynamik.
Diese hornbewehrten Kompaktlautsprecher sind hochmusikalisch – in dem Sinne, dass sie Musik dynamisch, unmittelbar und rhythmisch zu Gehör bringen. Der Mitwipp-Faktor ist hoch, der Bass eher druckvoll-knackig denn differenziert-tiefgründig, die stimmlichen Lagen schaffen eine unmittelbare Verbindung zum Gefühlszentrum des Hörers. Wer auf „akademisch“ klingende Lautsprecher mit sanften Bässen, fein aufgedröselten Mitten und dezent zurückhaltendem Hochton steht, kann sich gerne woanders umsehen. Empfehlung für alle, die eigentlich auf den Sound großer Pappen stehen.
Diese Kompaktlautsprecher sind keine galanten Schönfärber, zumindest nicht, wenn es darum geht, die Ecken und Kanten der Musik gefällig abzurunden. Sie spielen ehrlich und mit einem offenen Klangbild. Selbst im prinzipbedingt nicht so gut unterfütterten Tieftonbereich geben sie sich spielfreudig. Allenfalls bei sehr basslastiger Kost geraten sie aufgrund ihrer Größe an die Grenzen. Perfekte Spielpartner für Räume bis knapp über 20 Quadratmeter.
Mit diesen streamingfähigen Aktivmonitoren bekommt man eine komplette Stereo-Wiedergabeeinheit an die Hand, die im Nahbereich genauso gut performt wie an verschiedenen anderen Hörpositionen. Zu den Stärken der kompakten Boxen gehört eine sehr hohe Auflösung – die Höhen wirken zwar leicht „kristallin“, doch ausgewogen. Die Mitten sind linear und der Bass erstaunlich potent/saftig, weshalb die LS50 Wireless gerne etwas freier stehen.
Auf der Habenseite dieses Kompaktlautsprechers steht ein Hochton, dessen Auflösung, Klarheit und Offenheit „süchtig“ zu machen vermögen, wie sich der Testautor ausdrückt. Die 805 D3 sind Lautsprecher, die Spaß machen und aufgrund ihrer detailreichen Wiedergabe als Monitor taugen. Springlebendige Dynamik und eine große, gut ausgeleuchtete Bühne sind weitere Pluspunkte. Einzig im Mittenband kann man fürs Geld woanders mehr Farbenpracht und Auflösung bekommen.
Diese aktive Dreiwege-Kompaktbox spielt präzise und abbildungsscharf wie ein Studiomonitor, Dynamikverhalten und Raumdarstellung gehören klar zu ihren Stärken. Im Tiefton wirkt sie wie ein Standmodell – deshalb sollte man sich mit ihr in Sachen Auf- und Einstellung auch Mühe geben.
„Selten“, so der Tester, „hatte ich den Eindruck, so 'ausentwickelte' Lautsprecher vor mir zu haben.“ Ein etwas strafferer Bassbereich? Ginge, aber auf Kosten des Tiefgangs. Präsentere Höhen? Möglich. Würde aber die Langzeithörtauglichkeit beeinträchtigen. Ein Schuss mehr Wärme? Das ginge nur zu Lasten der unbestechlichen Neutralität und Durchhörbarkeit dieses kleinen Monitors. Und die Verarbeitungsqualität der Gibbon 3XL stimmt ebenfalls.
Dieses Satelliten/Subwoofer-System ist vor allem für jene gedacht, die ihre Schallwandler lieber auf (und neben) das Low- bzw. Sideboard stellen oder sogar gleich an die Wand montieren möchten. So ergibt sich ein klangstarkes und optisch elegant-zurückhaltendes Ensemble. Der Bass lässt sich am Aktiv-Sub flexibel einstellen – die mittleren Lagen des Saxx-Trios sind eher wärmer geraten, die Höhen wirken dagegen neutral und dank des verbauten AMT-Treibers ausnehmend detailreich.
Diese Kompaktbox ist ein Allrounder im besten Sinne des Wortes, sie vernachlässigt keinen klanglich wichtigen Bereich. Die tonale Abstimmung fällt balanciert aus, wenngleich in den allertiefsten Lagen konzeptbedingt nicht das ganze Brett geboten werden kann. Im Mittel/Oberbass legt sie dafür minimal drauf. Die kleine Contour besitzt ein sehr hohes Auflösungsvermögen und geradezu überragende räumliche Fähigkeiten.
Diese aktiven Wireless-Boxen geben sich klanglich kultiviert und dynamisch zugleich. Zum druckvollen, wenngleich nicht all zu tief hinabreichenden Bass gesellt sich ein farbenprächtiges, leicht wärmer gehaltenes Mittenband und transparente Höhen. Zu ihren Stärken zählen Auflösung und feindynamische Fähigkeiten – in Sachen Tiefenstaffelung geht freilich mehr.
Tonal auf der neutralen, ehrlichen Linie, überzeugen diese Kompaktlautsprecher nicht zuletzt dadurch, dass sie selbst im Bass, in Sachen Dynamik oder Pegelfestigkeit so wenig vermissen lassen, dass man meinen könnte, ausgewachsenen Standlautsprechern zuzuhören. Aber nicht nur der „Sinn fürs Grobe“ überzeugt, denn im Mittelton geht‘s mustergültig fein und farbig zu, auch der Hochton löst mit einer Selbstverständlichkeit auf, die wenig Wünsche offen lässt - ohne ins Analytische abzudriften bzw. mit sehr gelungener Integration ins Gesamtbild.
Diese Kompaktlautsprecher bieten in nahezu allen Kriterien eine einwandfreie Performance, ihr größtes Talent ist ihre homogene Wiedergabe. Saubere Klangfarben verzahnen sich mit hoher Lokalisationsschärfe, sodass ein ungemein authentischer Gesamteindruck resultiert. Ähnliche Synergien ergeben sich aus der tonalen Neutralität und dem Auflösungsvermögen.
Nur wenige Lautsprecher in dieser Preisklasse schaffen die Balance aus Auflösung und Kohärenz so gut wie die Adam Artist 5. Im Mittel-/Hochtonbereich ziemlich neutral aufspielend, im mittleren Bass dafür mit etwas mehr Substanz gesegnet und konzeptbedingt im absoluten Frequenzkeller limitierter, überzeugt diese auch per USB ansteuerbare Aktivbox vor allem mit hohem Detaillierungsgrad und gelungener Raumdarstellung. Für den (etwas größeren) Schreibtisch wie auch fürs Regal geeignet.
Die kleinen Aktivboxen stellen eine gute Lösung für besondere Aufgaben dar. Als hochwertige Computerlautsprecher können sie ebenso glänzen wie als elegante Boxen für kleinere Hörumgebungen. Dank Drahtlostechnik in bis zu drei Zonen eignen sie sich auch für den Multiroom-Einsatz. Tonal ausgeglichen mit leichtem Hang ins Warme und eher samtigen denn betont spritzigen Höhen überzeugen die Dynaudios zudem mit ihrer Raumdarstellung und - bei kurzen Hörabständen - ihrem dynamischen Talent.
In Sachen Auflösung und Feindynamik gehören die kleinen Saxx dank des verbauten AMT-Hochtöners unterhalb von 1.000 Euro zur allerersten Wahl. Dass die unteren Lagen in Sachen Präzision, Kontur und Kontrolle nicht ganz mit dem fulminanten Hochton mithalten, wird nur selten explizit hörbar. Die Bühne der CX 30 kann in Höhe und Breite für Kompakt-Verhältnisse nahezu beliebig gedehnt werden, reicht dafür aber nicht allzu weit in die Tiefe. Ein Generalist mit einer Extraportion Feinsinn.
Eine streamende All-in-one-Lösung, die wireless- und mulitiroomfähig ist und bis hin zur 7.4-Wiedergabe ausgebaut werden kann. Usability, Verarbeitung und Design sind auf hohem Niveau – und das gilt auch für die klanglich Performance. Die EC-Living-Lautsprecher spielen homogen und bruchlos, tonal eher etwas wärmer und dabei gut aufgelöst. In Sachen Pegelfestigkeit und Grobdynamik sind konzeptbedingt natürlich Limits gesetzt.
Auf einem Schreibtisch oder im Regal bei einem oder zwei Metern Hörentfernung können die gutmütigen, ausgewogenen und langzeittauglichen Speaker sehr überzeugen, sie spielen so gut wie rauschfrei und zeigen in allen Frequenzbereichen die beste Performance bei Lautstärken, die nicht über das übliche Maß hinausgehen. Für wirklich große Räume sind die kleinen Tunes natürlich zu unterdimensioniert.
Dieser Kompaktlautsprecher ist ein auf sehr hohem Niveau spielender Allrounder. Homogene Natürlichkeit, erstaunliche Feindynamik und weiträumige Abbildung sowie stressfreie, saubere Auflösung lassen sich attestieren. Der Tiefton gibt sich präzise und vor allem angesichts der überschaubaren Abmessungen erstaunlich erwachsen – und nur im Oberbass-/Grundtonbereich tonal minimal angehoben.
Diese Aktiv-Lautsprecher vereinen Präzision, extremes Auflösungsvermögen und quasi unbegrenzte Breitbandigkeit bei eher schlankerer Tonalität mit einer nicht allzu großräumigen, dafür aber klar durchgezeichneten Bühnenabbildung und einem sehr gut hörbaren, aber nicht allzu stark körperlich spürbaren Bass. Die Abstimmung ist ein Fest für alle, die es wirklich wissen wollen.
Diese Kompaktbox spielt tonal grundsätzlich ausgeglichen, allerdings mit einer leicht präsenten Note, was lebendig und ungemein „zackig“ rüberkommt. Der Frequenzkeller gerät der kleinen Teufel druckvoll, straff und akzentuiert. Weitere Besonderheit: Das klangliche Geschehen steht stets weit vor der Anlage im Raum. Das ist involvierend, muss man aber auch mögen.
Ein kompakter Lautsprecher, der mit seiner klanglichen Performance den Wunsch nach einem Standmodell insbesondere in kleineren Räumen kaum aufkommen lässt. Der Bassbereich lässt es nicht an Volumen vermissen, wird aber sehr zackig-rasant serviert. Im Mittenband überzeugen die XTZ mit Effektfreiheit, ohne emotionslos rüberzukommen. Das Hochtonspektrum gerät detailreich und offen-luftig. Zudem empfehlen sich die Master M2 als „Filter“ für ordentliche Aufnahmen, starke Kompression und luschiges Mastering strafen sie im Mittelhochtonbereich ab.
Dieser britische Edel-Monitor beeindruckt vor allem durch eine hoch aufgelöste, feindynamische Spielweise. Insgesamt lässt sich eine ausgeglichene Tonalität bescheinigen – mit einer kleinen Prise mehr Pfeffer im Hochton. Die Basswiedergabe gerät der Kompakten nicht nur konturiert und trocken, sondern auch überraschend substanziell. Der Wunsch nach mehr dürfte in normal großen Räumen selten aufkommen. Hohe Abbildungspräzision und eine gute Plastizität sind weitere Meriten der KEF.
Die spielfreudigen B&W CM6 S2 gehören eher zu den anmachend-funkelnd als schwelgerisch-weich oder dunkel zeichnenden Lautsprechern. Stimmen und Instrumente bilden sie natürlich und präsent ab. Der detailfreudige Hochton kommt ohne bissige Härten mit einer leichten Tendenz zur Frische. In den unteren Lagen ausgesprochen strukturiert und präzise, allerdings auch für eine Kompakte nicht allzu tief hinab reichend, was sie unter anderem auch für kleinere Räume prädestiniert.
Die Genelec-Aktivlautsprecher sind im klassischen Sinne „Wandler“ – mit der Präzision von professionellem Studioequipment wird hier nichts hinzugefügt, nichts kaschiert, es wird alles dargeboten, was die Aufnahme hergibt. Für „Klang-Romantiker“ wird das wahrscheinlich nichts sein, aber die hohe Auflösung und die tonale wie räumliche Ehrlichkeit können schnell süchtig machen.
Zur neuesten Version des Harbeth-Klassikers darf man die Briten beglückwünschen: Die Stärken des Vorgängermodells – hervorragende Artikulation schon bei geringer Lautstärke, Fehlen jeglicher Lästigkeit, Langzeithörbarkeit – wurden beibehalten und zugleich hat der Lautsprecher neue Stärken hinzugewonnen: nämlich eine vorbildliche rhythmische Artikulation, einen offeneren Charakter im Übergang zwischen Tiefmitteltöner und Höchtöner sowie eine realistischere räumliche Darstellung. Tonal liegt die Box ganz leicht auf der milderen Seite.
Dieser Lautsprecher ist preiswert, sieht aber nicht so aus. Und vor allem klingt er nicht so, verbindet er doch verbindet Klangfülle mit neutraler Wiedergabe, Feinauflösung mit grobdynamischen Talenten und liefert eine durchaus beeindruckende Raumdarstellung. Eine gewisse Mindestlautstärke ist aber schon erforderlich, damit diese Meriten voll zu Gehör kommen.
Die per Funk anzusteuernde Xeo 4 kann für puristisch orientierte Musikhörer, die auf Gerätetürme und Kabelsalat, aber nicht auf souveränen Klang verzichten wollen, eine echte Alternative zur klassischen HiFi-Anlage sein. Dynaudios kompakte Aktivbox kommt als quirlig-emotionale Musikantin daher: Kraftvoll drauflos zu brezeln macht ihr genauso viel Freude wie alle Nuancen einer audiophilen Aufnahme aufzudröseln und raumfüllend zu präsentieren. Dabei reicht sie im Bass so tief hinab, dass der Wunsch nach noch mehr Tiefgang – zumindest in kleineren/mittelgroßen Räumen – kaum aufkommen dürfte.
Was diese Lautsprecher an musikalischer Wahrhaftigkeit bieten, ist echt extrem. Die verhältnismäßig kleinen Boxen tönen im Untergeschoss substanziell und erwachsen, wenngleich auch ein wenig „runder“. Die Mitten sind eine Klasse für sich. Was an Auflösung, Dynamik und Klangfarben geboten wird, braucht kaum einen Vergleich zu scheuen. Das gilt – konzeptbedingt – in Sachen grobdynamischer Potenz und schierer Pegelfestigkeit natürlich weniger. Die Extreme I spielen sehr plastisch und involvierend.
Die Nubert nuBox 383 ist sauber gefertigt, wird auch beim Langzeithören nicht lästig, sondern macht dauerhaft Spaß und ist allen vernünftigen Ansprüchen, die man an eine solche Box stellen kann, gewachsen. Positiv fallen die grundsätzlich lineare Abstimmung und die angenehm rhythmische Spielweise auf. In Sachen Auflösung und Raumdarstellung sind naturgemäß ein paar Abstriche zu machen.
Diese Kompaktlautsprecher fallen mit einem für die Gehäusegröße unverschämt tiefen und vollen Bass auf, vor allem aber damit, dass sie so vollkommen unaufgeregt, unspektakulär, langzeittauglich und dennoch in einem Maße transparent und durchsichtig klingen, wie es in dieser Preisklasse definitiv nicht an der Tagesordnung ist. Für Partylautstärken eher weniger geeignet. Reagieren sehr hörbar auf vorgeschaltete Elektronik und Kabel.
Ein Aktivlautsprecher, der optional beziehungsweise via Zusatzmodul auch wireless angesteuert werden kann. Und - sofern man von Party-Lautstärken absieht - nicht zuletzt im Tiefton mehr leistet als man ihm auf den ersten Blick zutrauen würde. Hervorzuheben sind das ausgezeichnete Dynamikverhalten sowie das feinseidige Auflösungsvermögen.
Schlüssig und glaubhaft aufzuspielen und den Hörer mühelos mit der Musik zu „verdrahten“ - ganz klar die Kernkompetenz dieser sehr natürlich klingenden Studiomonitore. Förderlich dafür sind sicherlich der farbige Mittenbereich, die famose räumliche Abbildung sowie der sehr ordentliche Tiefgang und Druck im Bassbereich. In den Höhen tendenziell eher dezent denn analytisch-frisch abgestimmt.
Die aktiven KEF X300A sind direkt per Computer, Tablet oder Smartphone ansteuerbar, aber alles andere als reine Desktopboxen. Im trocken-rhythmisch abgestimmten Bassbereich konstruktionsbedingt zwar nicht allzu tiefreichend, überzeugen sie insbesondere aufgrund ihrer präzisen und offensiven Mittendarstellung. Räumlich punkten sie mit einer breiten Abstrahlcharakteristik, sprich einer sauberen Abbildung auch außerhalb des Sweespots, auf Plastizität sind die KEF dagegen weniger gezüchtet.
Teufels „Raumfeld Cube“-System ist eine ausgesprochen flexible, praxistaugliche und trotzdem überraschend gut klingende Lösung für den Multiroom-Bereich. Der Klang dieser streamingfähigen Aktivbox überzeugt durch saubere räumliche Abbildung und eine gelungene tonale Balance. Hier wird nicht geblendet, sondern solide gearbeitet.
Das Zieldilemma aus Tiefbassfähigkeit, Pegelfestigkeit und Boxengröße löst diese Aktivbox höchst überzeugend. Dazu gesellen sich eine ausgewogene Tonalität, Langzeittauglichkeit, ein tadelloses Dynamikverhalten sowie eine zufriedenstellende Auflösung, was für ein angenehm authentisches Hörvergnügen sorgt. Lediglich die Bühnendarstellung gerät etwas weniger ortungsscharf-plastisch als von manch anderen kleinen Zweiweglern gewohnt. Eine umfangreiche Ausstattung steht zudem auf der Habenliste.
Die Altan aktiv klingt erstaunlich „groß“ und komplett. Sie geht im Bass tief runter und verträgt dabei dennoch eine eher wandnahe Aufstellung. Auflösung, Grob- und Feindynamik sind auf sehr hohem Niveau, wobei die Grenzlautstärke natürlich nicht so hoch liegt wie bei Boxen mit mehr Membranfläche. Eine sehr spielfreudige und gleichzeitig neutrale Box, die nur direkt auf Achse eine geringe Hochtonhärte zeigt, welche sich durch leichtes Einwinkeln zuverlässig eliminieren lässt.
Die Genelec M040 machen am Mischpult wie am Desktop und mit Sicherheit auch im Wohnraum eine sehr gute Figur. Sie spielen tonal neutral, besitzen eine preisklassentypische Grob- und Feindynamik und dürfen in Sachen Bühnendarstellung als besondere Talente durchgehen. Natürlich greifen im Tiefbass irgendwann die klassischen Kompaktbox-Limitierungen. Der hochdynamische B.M.C.-DAC passt „charakterlich“ sehr gut zu den Genelecs. Es gibt zwar D/A-Wandler, die im Bassbereich voluminöser klingen, hierfür kann der PureDAC jedoch auch bis in unterste Lagen mit einer besonders detaillierten und präzisen Abbildung punkten.
Aufgrund ihrer Größe gehen diese Dipol-Lautsprecher zwar nicht gerade als Party-Biester oder Bassmonster durch, reichen angesichts ihrer Abmessungen aber dennoch erstaunlich tief hinunter. Die Darstellung von Stimmen und Naturinstrumenten gelingt im besten Sinne nüchtern-neutral. Oben herum schließt sich ein sauberer Hochton an, der sorgfältig produzierte Aufnahmen mag und mittels des rückseitigen, optional zuschaltbaren zweiten Hochtöners an Raumgegebenheiten angepasst werden kann.
Ein überragender, höchst authentisch und durchhörbar wirkender Mittenbereich, der zusammen mit dem Hochton zu einer ausnehmend homogenen Einheit verschmilzt, gehören ebenso wie eine involvierende Räumlichkeit zu den Meriten dieses von Kopf bis Fuß auf Natürlichkeit getrimmten Lautsprechers. Der druckvolle Bass reicht so tief hinab, dass es auch einer ausgewachsenen Standbox zur Ehre gereichen würde, gerät dabei etwas wärmer als Normalnull und weist ein zufriedenstellendes Dynamik- und Timingverhalten auf.
Für Kompaktboxen sind die Dynaudio Confidence C1 Signature sicher nicht billig, und Kompromisse in Sachen Bass, Grobdynamik und Maximallautstärke müssen man bauartbedingt in Kauf nehmen. Für das, was sie aber sonst bieten, muss woanders wohl deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden - die Dänen liefern phänomenale Räumlichkeit, ein unglaubliches Niveau in Sachen Auflösungsvermögen, beste Feindynamik und insgesamt ein angenehm geschlossenes, authentisches Klangbild.
Die Quadral Platinum M20 überraschen mit einem Klang, der ihre kompakten Abmessungen vergessen lässt – sofern man sie in Sachen Lautstärke nicht überfordert und im Tiefbass zu leichten Abstrichen in der Dynamik bereit ist. Den Mitten spendieren die M20 einen Schuss Wärme, wovon Stimmen profitieren. Auflösung und Detailwiedergabe stehen weniger im Vordergrund als ein schlüssiges Gesamtbild. Sehr angenehmer, realistischer Hochtonbereich.
Ein Kompaktlautsprecher, der den Test-Autoren in Sachen Preis-Leistungsverhältnis offenbar ziemlich erstaunte, was zum einen an der für eine Box dieser Größe überraschenden Tieftonautorität liegt, zum anderen am insgesamt sehr stimmigen Auftritt, wobei das Klangbild ein wenig in die sachliche Richtung tendiert und beispielsweise Stimmen eher etwas leichter denn vollmundig geraten.
Die Ember überzeugen vor allem durch eine weit über ihre Gehäusegröße hinausgehende Autorität, was nicht zuletzt an ihren Talenten in Sachen Bass und Hochton liegt. Das Dynamikverhalten setzt ebenfalls Maßstäbe, Klangfarben werden darüber hinaus sehr authentisch reproduziert. Tonal wirken die Mitten gegenüber den tiefen und hohen Lagen leicht zurückhaltend.
Die Harbeth 30.1 zeichnet sich durch ein sehr kohärentes Klangbild aus, in dem das musikalisch-balancierte Gesamtergebnis die Richtschnur abgibt. Im Tiefbassbereich etwas zurückgenommener abgestimmt, wird im Bass-/Grundtonbereich eher eine kleine Schippe draufgelegt. Ein latent wärmer timbriertes, aber sehr transparentes Mittenband geht dabei mit perfekt angebundenen, eher „sanften“ Höhen einher. Die Harbeth spielt rhythmisch involvierend und weiß eine üppige Bühne abzubilden.
Der Aktivmonitor Genelec 8260 ist ein Allroundtalent: Er spielt breitbandig und neutral, hochauflösend, räumlich akkurat und vor allem verfärbungs- und verzerrungsarm. Zudem ist er recht flexibel, denn dank der integrierten DSP-Steuerung wird nicht nur eine Optimierung auf den jeweiligen Hörraum möglich, sondern auch eine Anpassung an den individuellen Hörgeschmack. Mit der Aktivbox 8260 wird einem „viel Lautsprecher fürs Geld“ geboten.
Mitreißende Energie, ein eher erdiges denn ätherisches Klangbild bei dennoch vorbildlicher Neutralität im wichtigen Mittenbereich und ein ungeheuer gutes Gefühl für Rhythmus zeichnen diesen im Bass überraschend erwachsen auftretenden Kompaktlautsprecher aus. In den unteren Höhen hat es eine leichte Betonung, die aufgrund der ansonsten zu konstatierenden Sauberkeit und tadellosen Auflösung nicht weiter ins Gewicht fällt.
Ein Hochton, der mehr auf Langzeittauglichkeit als aufs letzte Quäntchen Feinauflösung setzt, ein differenziertes, farbenprächtiges Mittenband, ein angesichts der Baugröße profund wirkender Bass sowie eine Raumdarstellung, die weit über Preisklassen-Niveau spielt, lassen nicht zuletzt akustische Instrumente in bestechender Natürlichkeit erklingen. Ein wertiges Design und ausgezeichnete Verarbeitung gibt’s obendrauf.
Die Abacus C-Box 2 vereint die für einen Nahfeldmonitor geforderten Eigenschaften (neutrale tonale Abstimmung, gute Feinauflösung und stereofone Ortungsschärfe) mit einer involvierenden Spielfreude sowie guter Fein- und Grobdynamik. Auch im Heimstudio und als Musikerlautsprecher leistet sie sehr gute Dienste, wobei hier je nach Abhörlautstärke, Hörabstand und Musikrichtung das Zuschalten eines Subwoofers sinnvoll werden kann.
Die Hornmanufaktur Aurora - ein Breitbänder mit Back-loaded-Basshorn im kompakten Gehäuse, unterstützt von einem Superhochtöner - überzeugt durch natürliche und unverfälschte Klangfarben, vor allem aber durch eine hochdynamische Spielweise. Rhythmus und Timing sind ausgeprägte Stärken dieses Lautsprechers. Besondere Macht im Bass sollte man freilich nicht erwarten - und auch nicht maximalen Tiefgang.
Alle drei getesteten Lautsprecher-Sets von Genelec (Syno 30, 30+, 40) zeichnen sich durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Zur generellen Klangcharakteristik gehören: tonal neutrale, sehr transparente Wiedergabe, hohes Auflösungsvermögen, sehr gute Feindynamik sowie erstklassiges Timing. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Aktivmonitoren liegen im Druck/Tiefgang des Bassbereichs sowie im maximal möglichen Abhörpegel.
Ein Lautsprecher, der mit knapp über 20 Zentimetern Höhe nicht zu Unrecht „Mini“ heißt. Angesichts der Abmessungen wird für eine Passivbox eine doch schon überraschende Tieftonperformance geliefert - wenngleich das Klangbild insgesamt eher zur tonal leichten Seite tendiert. Zu gefallen wissen zudem die unverschliffen rhythmische Gangart, die durchhörbaren Mitten sowie die vorbildlich austarierten, stressfrei-offenen Höhen.
Der Mitteltonbereich beziehungsweise die Stimmwiedergabe ist eine der großen Stärken der kleinen Liuto: Gesang wirkt angenehm geschmeidig, artefaktefrei und gehaltvoll. Zusammen mit dem etwas milderen, aber dennoch angenehm offen wirkenden Hochton ergibt sich ein sehr schlüssiges, organisches Klangbild. Zudem rhythmisch auf Zack, in puncto Bass allerdings eher unterdurchschnittlich tief reichend.
Diapasons Kompaktlautsprecher Karis zeigt sich im Bass erstaunlich voluminös, wenngleich auch ein wenig weich - er klingt deutlich größer als er ausschaut. In den Mitten wird geradezu ein Feuerwerk an Klangfarben entfacht, und der Hochton besitzt Strahlkraft, ohne sich aber in den Vordergrund zu drängen. Der kleine Lautsprecher spielt sehr rhythmisch und mitreißend - und räumlich authentisch.
Ein dank integriertem D/A-Wandler auch via USB ansteuerbarer, kleiner Aktiv-Lautsprecher mit einer sauberen tonalen Durchzeichnung, einem auffallend tiefgehenden, flinken Bass sowie einer auch im Nahfeld realistischen Bühnendarstellung, Abstriche müssen lediglich bei der Bühnentiefe gemacht werden. Die nuPro-A-20 kann überall dort besonders punkten, wo viel Klangqualität auf kleinstmöglichem Raum gefragt ist.
Wer ein Faible für gleichsam lebendige wie unkompliziert-langzeittaugliche Klangbilder hat, darüber hinaus noch highfidele Kriterien wie durchhörbare Mitten, Dynamik und Räumlichkeit zu schätzen weiß, könnte mit den Planets wohlmöglich einen Volltreffer landen - zu den vollmundig und tieftonstark abgestimmten Vertretern der Kompakt-Lautsprecherzunft zählen die Franzosen dabei aber nicht.
In puncto Klangvolumen und Tiefgang wäre an ihrer Performance auch nichts zu bekritteln, wären die Primus als Standlautsprecher bei uns aufgelaufen - sie spielen für Kompaktlautsprecher überdurchschnittlich „groß“, liefern zudem ein angenehm sonores, farbiges, gänzlich „uneckig“ wirkendes Klangbild ab; insbesondere die Wiedergabe von Stimmen und akustischen Instrumenten dürfte vielen Hörern Freude bereiten. Aufs letzte Quäntchen Auflösung und Zackigkeit wurden die Credo Primus von den Entwicklern dabei nicht trainiert.
Mag es Lautsprecher geben, die in einzelnen Disziplinen mehr können, die Kantata punkten durch ihre wirklich hervorragende Gesamtabstimmung. Ein erstaunlich tief hinunterreichender, federnder, schneller Bass, farbige, bestens differenzierende Mitten und ein sehr feinsinniger, eher langzeittauglich-dezent als übermäßig frisch-prononciert abgestimmter Hochton zählen zu den Charakterzügen dieser Kompaktbox.
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