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Test-Fazit: XTZ Master M2

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: XTZ Master M2

XTZ Master M2 vorne

Ein kompakter Lautsprecher, der in seiner massiven Anmutung und mit seiner klanglichen Performance den Wunsch nach einem Standmodell nicht aufkommen lässt und dabei auch noch so außergewöhnlich gestaltet ist, dass man sich an ihm garantiert nicht so schnell „satt“ sieht – wer so etwas sucht, dürfte mit der Master M2 des schwedischen Herstellers XTZ am Ziel sein. In der Tat ist das für eine Kompaktbox aufgrund seines Gehäusematerials erstaunlich gewichtig geratene „Kleinod“ in Räumen bis etwa 20 Quadratmetern gegenüber einem Standlautsprecher akustisch im Vorteil: Gerade der Bassbereich ist stets „da“, lässt es nicht an Volumen vermissen, wird aber so zackig, trocken und rasant serviert, dass er quasi gar keine Zeit hat, störende Raummoden anzuregen. Sollte es Ihnen doch einmal zuviel werden, können Sie die tiefen Frequenzen mit den beigelegten Bassreflexstopfen recht feinfühlig an die eigenen Ansprüche anpassen.

Im gehörsensitiven Mittenband überzeugt die Schwedin mit nordischer Ehrlichkeit, spart sich jedweden Effekt und bleibt natürlich, ohne emotionslos rüberzukommen. Zudem empfiehlt sich die Master M2 als „Filter“ für ordentliche Aufnahmen, starke Kompression und luschiges Mastering straft sie im Mittelhochtonbereich deutlich ab. Wenn man das weiß und ihr entsprechend dürftige „Software“ erspart, dürfte es in ihrer Preisklasse nur wenige Wettbewerber geben, die einem ebenso audiophilen Anspruch genügen.

Die XTZ Master M2 …

  • lässt im Bass keinen Standlautsprecher vermissen. Zumindest nicht in Räumen bis etwa 20 Quadratmeter. Die unteren Lagen werden nachdrücklich und kraftvoll, dabei aber ungemein straff, trocken und schnell wiedergegeben. Unterschiedliche Bassreflexstopfen (halboffen, geschlossen) erlauben eine Anpassung der Tieftonperformance an den Hörraum.
  • gibt das Mittenband vollkommen effektfrei wieder. Dennoch tönt es niemals steril, sondern stets natürlich. Stimmen und „analoge“ Instrumente wie Akustikgitarren und Konzertflügel haben Körper und Seele. Eine Gratwanderung, die gelingt.
  • präsentiert ein detailreiches und offen-luftiges Hochtonspektrum, das vor allem Rauminformationen sehr überzeugend rüberbringt. Bei stark komprimierten Aufnahmen neigt der Tweeter dazu, Verfärbungen schonungslos offenzulegen, sodass es bisweilen auch mal nasal, mitunter fast „trötig“ klingen kann. Sauberes Mastering wird hingegen belohnt.
  • bildet ein in Breite und Tiefe sehr realistisches Bild der Bühne ab. Weder wirkt es aufgeblasen, noch zu kompakt gestellt. Die Ort- und Durchhörbarkeit des musikalischen Geschehens sind auch bei verschachtelten Strukturen jederzeit sehr gut. Einzige Ausnahme: Bei stark komprimierten Aufnahmen verwischen die Konturen.
  • erzeugt unabhängig von ihrer Positionierung (eingewinkelt oder gerade in den Raum) ein breites und sauber aufgeteiltes Stereopanorama. Wer noch mehr Feinheiten im Oberton erhaschen möchte, sollte die Master M2 leicht einwinkeln.
  • gefällt mit ihrem zackigen Timing und ihrem spontanen Ansprechverhalten vor allem bei dynamischer Musik mit staubtrockenem Punch und Plastizität.
  • ist trotz ihrer vergleichsweise kraftvollen Tieftonwiedergabe als tonal sehr harmonisch zu bezeichnen.

Fakten:

  • Modell: XTZ Master M2
  • Konzept: Zweiwege-Kompaktlautsprecher (Bassreflex)
  • Preis: 1.950 Euro (Paar), passende Ständer XTZ Master Stativ 380 Euro (Paar)
  • Maße & Gewicht: 231 x 424 x 374 mm (BxHxT), 18,6 kg/Stück
  • Wirkungsgrad: 88 dB/W/m
  • Farben (Front/Korpus): Schwarz Hochglanz
  • Besonderheiten: Epoxidharz-Gehäuse aus einem Stück
  • Garantie: 5 Jahre

Vertrieb:
XTZ-Deutschland
Neudorfstraße 19 | 76316 Malsch
Telefon: 07246 – 9131483
eMail: kontakt@xtz-deutschland.de
Web: www.xtz-deutschland.de

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Test: XTZ Master M2 | Kompaktlautsprecher

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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