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Test-Fazit: Wharfedale Jade 5

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit: Wharfedale Jade 5

Wie soll ich es ausdrücken, ohne überschwänglich zu werden? Ich versuche es mal so: Wenn ein Lautsprecher es fertig bringt, dass ich ernsthaft darüber nachdenke, meine geschätzte Magnat Quantum zu verkaufen, wird er wohl Eindruck hinterlassen haben, oder?

Wharfedale Jade 5Ich habe das kräftige und felsenfeste, aber niemals zum Dröhnen neigende Bassfundament der Wharfedale Jade 5 ebenso schätzen gelernt, wie ihre räumlich große und luftige Darstellung, die von einem enorm antrittsschnellen und präzise spielenden Mittentreiber flankiert wird, der – nach angemessener Einspielzeit – vor allem Stimmen und Naturinstrumenten ein seidiges und sehr strukturiertes Antlitz verleiht, welches ich als „natürlich“ empfunden habe. Nach oben läuft die Darbietung der Wharfedale detailliert, transparent, aber nie analytisch-steril aus.

Zudem ist die Box für eine Vertreterin der 2.000-Euro-Klasse auffallend fein und sauber verarbeitet. Bi-Wiring-Terminals und einstellbare Teppichspikes sind zwar klassenüblich, hier aber von der großzügig und robust ausgeführten Sorte. Offenbar wohl auf die ausgefuchste Konstruktion des Bassbereiches ist es zurückzuführen, dass dieser Lautsprecher zu den aufstellungsunkritischsten gehört, die ich bislang in meinen vier Wänden hören konnte. Raummoden werden selbst in spärlich möblierten Umgebungen kaum angeregt. Auch, wenn sich meine Schlussfolgerung wie ein platter Spruch liest: Ich finde wirklich keinen Grund, weshalb Sie – sollten in dieser Klasse nach neuen Lautsprechern Ausschau halten – der Wharfedale Jade 5 nicht zumindest einmal probeweise Ihr Gehör schenken sollten. Das könnte sich lohnen!

Die Wharfedale Jade 5 …

  • überzeugt mit tiefem, dabei zementfestem Bassbereich ohne Dröhneffekte.
  • klingt trotz ihrer vier Chassis „zeitrichtig“ und über alle Frequenzbänder hinweg homogen.
  • stellt die virtuelle Bühne groß und sehr luftig dar.
  • gibt Stimmen und Naturinstrumente sehr natürlich und seidig wieder. Dafür muss sie aber ordentlich eingespielt werden.
  • punktet mit präzisen und antrittsschnellen Mitten, was der Wiedergabe durchaus eine gewisse Frische und Präsenz verleiht, die aber nicht gekünstelt wirkt.
  • rundet obenheraus etwas ab, dennoch entsteht nicht der Eindruck, dass in den Höhen wesentliche Details fehlen. Freilich ist ein Mehr an Auflösung in diesem Bereich durchaus möglich.
  • ist unkompliziert in der Aufstellung.
  • ist für diese Preisklasse überdurchschnittlich gut verarbeitet.

Wharfedale Jade 5

Fakten:

  • Modell: Wharfedale Jade 5
  • Konzept: passiver Dreiwege-Standlautsprecher, Bassreflex („Aperiodische Gehäusedämpfung”)
  • Preis: 1.998 Euro
  • Abmessungen & Gewicht: 25 x 106 x 40 cm (BxHxT), 27,5 kg/Stück
  • Wirkungsgrad: 88 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 6 Ohm
  • Garantie: 5 Jahre

Hersteller & Vertrieb:
IAD GmbH
Johann-Georg-Halske-Str.11 | 41352 Korschenbroich
Telefon: 02161 – 61 78 30
eMail: service@iad-gmbh.de
Web: www.iad-audio.de

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Test: Wharfedale Jade 5 | Standlautsprecher

  1. 5 Test-Fazit: Wharfedale Jade 5

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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