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Testfazit: Ultrafide U4PRE/U500DC

Hinter der recht neuen Marke Ultrafide stecken alte Hasen aus der Profi-Szene. Wer deshalb mutmaßt, der klangliche Fingerabdruck werde da wohl ins Aseptisch-Analytische gehen, irrt. Vielleicht liegt es daran, dass das Team hinter Ultrafide nicht nur Studios, sondern auch Konzertbühnen mit Verstärkertechnik ausstattet?

Die Vor-End-Kombination Ultrafide U4PRE/U500DC, von oben, rechts angewinkelt
Attraktives Angebot – die Vor-End-Kombination Ultrafide U4PRE/U500DC

Die Vor-End-Kombination Ultrafide U4PRE/U500DC spielt jedenfalls dynamisch-mitreißend, kommt mit der Musik auf den Hörer zu, zeichnet Klänge gerne eine Spur üppiger und besitzt ordentlich Grip, gerade auch im Mittenband. Klar, wer den lieben langen Tag Streichquartette hört, eine etwas distanziertere Präsentation und Maximalwerte bei der Auflösung schätzt, der findet Alternativen. Wer sich aber von seiner Musik – gerne auch Rock, Pop beziehungsweise alles Energiegeladene – mitreißen lassen möchte, der bekommt mit diesen Ultrafide-Verstärkern ein sehr attraktives Angebot.

Steckbrief Ultrafide U4PRE/U500DC:

  • Tonal ziemlich ausgeglichen, im Superhochton und Tiefbass minimal dezenter, im übrigen Bass und den oberen Mitten ein Jota Extra-Energie. Diese tonalen Prisen zahlen subjektiv auf die dynamische Gangart der Kombi ein.
  • Apropos: Die Dynamik darf als eine der Stärken der Ultrafide-Verstärker gelten, gerade auch grobdynamisch geht es mit ihnen richtig zur Sache. Impulse werden substanziell und unmittelbar rübergebracht, rhythmusgeladene Musik kommt mitreißend rüber.
  • Gute, preisklassenadäquate Auflösung im Mitten/Hochtonband, hier und da geht im Wettbewerbsumfeld noch mehr. Schön differenzierter, durchgezeichneter Bass.
  • Realistisch-normal dimensionierte virtuelle Bühne, bei klassischem Programm wünscht man sich bisweilen etwas mehr Tiefe.
  • Die Raumdarstellung ist angenehm involvierend: Das Duo lässt die Bühne gerne schon vor der Stereobasis starten, zeichnet die einzelnen Klänge etwas üppiger und mit weicherem Strich. Das Ganze wirkt sehr frei, saftig, natürlich, fast möchte man „unakademisch“ sagen. Passt super zur dynamischen Gangart der Kombi. Die Endstufe besitzt dabei einen stärkeren „Drang nach vorne“ als die Vorstufe, die für sich betrachtet das Geschehen eher auf/bei der Stereobasis starten lässt.
  • Moderne, unprätentiöse Gestalt, robuste Verarbeitung, gerade auch an den entscheidenden Stellen – den Buchsen.
  • Die Phonostufe des Ultrafide U4PRE taugt richtig was, wenn man nicht gleich einen Plattenspieler im fünfstelligen Preisbereich daran anschließen möchte.
  • Der Pure/Vintage-Schalter der Endstufe ist interessant. Der Vintage-Modus klingt vernehmbar anders: Klangfarben wirken saturierter, die Mitten etwas sonorer – dafür geht’s mit der Bühne einen kleinen Schritt zurück und Impulse werden leicht verrundet. Geschmackssache. Manche Aufnahmen profitieren zweifellos davon.

Fakten:

Ultrafide U4PRE

  • Kategorie: Vorstufe mit Phono-MM/MC
  • Preis: 5.998 Euro
  • Eingänge: 4 x Line-Level (je 2 x Cinch & XLR), 1 x Phono (MM/MC)
  • Ausgänge: 4 x Pre-out (je 2 x Cinch & XLR), 1 x Kopfhörer (6,3 mm), 2 x Remote-Trigger
  • Maße und Gewicht: 382 x 325 x 97 mm (BxTxH), 6,5 kg
  • Farben: Schwarz
  • Sonstiges: Fernbedienung
  • Garantie: 2 Jahre
  • Weitere Informationen auf der Website des Vertriebs

Ultrafide U500DC

  • Kategorie: Endstufe (Class-D)
  • Preis: 5.998 Euro
  • Eingänge: 1 x RCA, 1 x XLR, 1 x Remote-Trigger
  • Ausgänge: 2 x Stereo-Lautsprecherausgänge, 1 x Remote-Trigger
  • Maße und Gewicht: 382 x 325 x 97 mm (BxTxH), 13 kg
  • Farben: Schwarz
  • Leistung: 2 x 250 Watt an 8 Ohm
  • Sonstiges: Betrieb im Pure- und Vintage-Modus möglich
  • Garantie: 2 Jahre
  • Weitere Informationen auf der Website des Vertriebs

Vertrieb:

input audio
Ofeld 15 | 24214 Gettorf
Telefon: +49 (0) 4346-60 06 01
E-Mail: b.hoemke@inputaudio.de
Web: https://www.inputaudio.de/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Ralph Werner Ralph Werner

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Festplatte: SME Model 15
      • Tonarm: SME 309
      • Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201
      • Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), Stack Audio Serene Mat & Stabiliser, VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Rockna Wavelight+
      • Musikserver: Antipodes K22 G4
      • Computer/Mediaplayer: Software: MinimServer/MPD mit JPLAY-App, Squeeze-Server/Player mit Material/iPENG, Roon
      • Sonstiges: Network Acoustics Eno2 (Ethernet-Filter), Pink Faun LAN Isolator, Silent Angel Bonn N8 (Switch)
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Electrocompaniet EC 4.8 MKII
      • Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN
    • Endstufen:
      • Electrocompaniet AW 800 M
    • Lautsprecher:
      • Acapella High BassoNobile MK2
    • Kopfhörer:
      • Audeze LCD-2, Beyerdynamic DT-990, Sennheiser HD 800 S, Sony MDR-1000X, Teufel Supreme In
    • All-In-One:
      • Ruark Audio R4
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Dyrholm Audio Phoenix
      • NF-Kabel: Dyrholm Audio Phoenix XLR & Cinch, Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, Vovox und andere
      • Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Audioquest Vodka 48 (HDMI/I2S), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Audio Magic (LAN-Kabel), Wireworld Series 7 Starlight Gold (S/PDIF koaxial)
      • Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline
      • Netzleiste: fis Audio Blackmagic
    • Rack:
      • Creaktiv Trend 3 (Rack) auf bFly Audio b.DISC (Spikeaufnahmen) stehend, Stack Audio Auva EQ (Geräte-Entkopplungsfüße)
    • Zubehör:
      • Audes ST-3000 Power Conditioner (Trenntrafo)
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 40 m²
      • Höhe: 2,45 m