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Mag ja sein, dass Namen nur Schall und Rauch sind – doch wer schon mal für die Herren Jimmy Page, Pete Townshend und Micky Moody Gitarren-Amps entwickelt hat, dem wird es schwerfallen, damit hinterm Berg zu halten. Und warum auch, schließlich möchte man doch wissen, welchen Background einer hat, der sich neu vorstellt. Hier offenbar: einen ganz guten. Gestatten, Ultrafide. Die britische Marke (Vertrieb: https://www.inputaudio.de/) ist einerseits ziemlich jung, es gibt sie erst seit gut anderthalb Jahren. Andererseits auch wieder nicht, denn hinter ihr stecken mit MC² Audio und XTA Electronics zwei Firmen aus dem Pro-Audio-Bereich, die schon über dreißig Jahre im Geschäft sind – vornehmlich im Bereich DSP/Signal Processing und mit Verstärkern für Studios und die Bühnen dieser Welt. Und da lernt man offenbar den einen oder anderen Musiker kennen.
Homebound
Über die Jahre hinweg sei man immer wieder nach Lösungen für daheim gefragt worden und man kenne viele Hörer, die die Amps der Pro-Linien „zweckentfremdet“ ebendort einsetzten, so die Briten. Nur ganz logisch, dass da die Idee aufkam, eine eigenständige HiFi-Marke zu lancieren – nämlich Ultrafide, was für Ultra Fidelity Audio steht. Der Claim lautet folgerichtig: „Pro sound – Homebound“.

Die Unternehmen MC² Audio und XTA sind schon über dreißig Jahre im Pro-Audio-Business aktiv – mit Ultrafide haben sie nun eine eigenständige HiFi-Marke an den Start gebracht. Deren erstes Produkt: Die Vor-End-Kombi U4PRE & U500DC, die hier zum Test ansteht
Insgesamt 20 Mitarbeiter arbeiten für Ultrafide/MC²/XTA, erfahre ich von Rob Bradshaw, dem Geschäftsführer des in der schönen Grafschaft Devon, im Südwesten Englands beheimateten Unternehmens, wo die Produkte nicht nur entwickelt, sondern auch gebaut werden. Apropos: Das erste Produkt von Ultrafide ist eine Vor-End-Kombination namens U4PRE/U500DC für zusammen knapp unter 12 kEuro (5.998 Euro jeweils) – und um die geht es hier. Mit Input Audio haben die Engländer gleich auch den richtigen Vertrieb am Start, hat Herr Bernd Hömke doch schon oft den richtigen Riecher (nicht nur) für britisches HiFi bewiesen.
Die Vorstufe Ultrafide U4PRE
Die Vorstufe des Ultrafide-Gespanns ist einerseits klassisch, andererseits ungewöhnlich. An Eingängen hat’s einmal Phono-MM/MC (Cinch) und vier Hochpegelinputs (je 2x Cinch/XLR) – so weit, so üblich. Und dann gibt es noch vier Pre-Outs, gleichfalls je zweimal Cinch und XLR. Das sieht man schon seltener. Wer auf Bi-, Tri- oder Quadro-Amping schwört, bekommt mit dem Ultrafide U4PRE schon mal das richtige Werkzeug an die Hand. Auf der Front findet man zudem eine 6,3-mm-Kopfhörerbuchse, die von einem dediziertem Kopfhöreramp „bespielt“ wird. Der übrigens als Class-AB-Design realisiert wurde, während die Hauptschaltung des U4PRE in Class-A arbeitet.
Laut Bradshaw ist die Verwendung von extrem rauscharmen, gematchten Transistoren und „High-Performance-OP-Amps“ sowie einer überdimensionierten Stromversorgung, die auf einem 60-VA-Ringkerntrafo und einer Siebkapazität von 6.600 µF aufbaut, klanglich (mit)entscheidend. Zur Schaltung selbst erfahre ich nicht sonderlich viel – unsymmetrisch ist sie, auf möglichst kurze Signalwege gezüchtet, und das Platinenlayout sowie die Kabelführung seien unter anderem dahingehend optimiert worden, externen Störungen (Stichwort: Elektrosmog) möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Auf die Einstreuarmut zahle zudem das vier Millimeter starke Stahlblech der Behausung ein.
Apropos: Die äußere Erscheinung der Ultrafide U4PRE besitzt eine gewisse „Pro-Aura“, sprich: alles wirkt schön handfest-robust, doch fern jeglichen Gepränges – extrem solide Cinchbuchsen einerseits, andererseits hätte man das dicke U-Blech, das als Deckel dient, ruhig noch mehr dämpfen können. Die Front ist einen Zentimeter stark, was wiederum sehr ordentlich ist. Braucht man wirklich mehr? Ich nicht.

An Schnittstellen mangelt’s der Vor-End-Kombi U4PRE & U500DC nicht – digital lässt sie sich allerdings nicht bespielen. Die Cinchbuchsen der Vorstufe (oben) sind „versenkt montiert“. Sämtliche Buchsen wirken ausnehmend robust
Die Bedienung der Ultrafide U4PRE geschieht für die Basics über die Fernbedienung und ansonsten über die beiden Dreh-Drück-Regler in Zusammenarbeit mit dem Display. Das Ganze ist derart selbsterklärend-intuitiv gestaltet, dass ich den Platz hier nicht für ausufernde Erklärungen verschwenden möchte. Wer sich für die Details interessiert: hier die Bedienungsanleitung (PDF).
Die Endstufe Ultrafide U500DC
Die zur U4PRE passende Endstufe Ultrafide U500DC besitzt die exakt gleichen Maße, wiegt allerdings das Doppelte, nämlich 13 Kilogramm. Ein Gutteil davon dürfte dem 500-VA-Ringkerntrafo zuzurechnen sein, der zusammen mit den zwei Kondensatorbänken à 27.200 µF Kapazität und separaten Brückengleichrichtern das Rückgrat des Linear-Netzteils für den in Doppelmono aufgebauten Amp bildet. Dass es ein lineares geworden ist, ist gar nicht so selbstverständlich – die Eingangsstufe des U500DC arbeitet in Class-A, die Ausgangsstufe allerdings in Class-D, und bei Schaltverstärkern setzen viele gern mal effiziente Schaltnetzteile ein.
Von Effizienz um ihrer selbst willen hält man bei Ultrafide aber sowieso wenig, lieber maximiere man den Klang und die Stabilität der Schaltung. Eben deshalb verwende man ein Linearnetzteil und keine Class-D-Module von der Stange, sondern eine eigene Entwicklung namens „Ultra-Sigma Design Topology“ – was unter anderem darauf abstellt, dass für die Modulation des Eingangssignals das Delta-Sigma-Verfahren genutzt wird. Dieses proprietäre Ultra-Sigma-Design soll aufgrund seiner hohen Schaltfrequenz und der für einen PWM-Amp vergleichsweise geringen Energieeffizienz einen besseren Sound ermöglichen. „As efficiency goes up, so does distortion (similar to Class B verse Class A in linear amplifiers)“, ist Bradshaw überzeugt. Entsprechend war meine Erwartungshaltung, dass der Amp wohl ordentlich an der Steckdose nuckeln wird – doch siehe da, nur knapp über 20 Watt im Leerlauf. Hm. Das soll ineffizient sein? Da sollten sie mal meine verflossene Pass-Endstufe kennenlernen.

Die Ultrafide U500DC ist ein Class-D-Design, besitzt allerdings ein lineares Netzteil inklusive eines amtlich dimensionierten Ringkerntrafos
Wie auch immer – kommen wir von der Leistungsaufnahme zur -abgabe. Die „500“ im Namen zeigt schon, wo es langgeht: Die Ultrafine U500DC leistet 2 x 250 Watt an 8 Ohm. Lautsprecher mit einer Nominalimpedanz unterhalb von 4 Ohm sollten nicht dauerhaft mit der U500DC betrieben werden, so der Hersteller, gelegentliche 2-Ohm-Dips in bestimmten Frequenzbereichen täten der Performance aber keinen Abbruch.
Die Ultrafide U500DC lässt sich symmetrisch wie unsymmetrisch ansteuern und besitzt zwei Paar Lautsprecherklemmen. Ansonsten gibt es auf der Rückseite wenig zu entdecken … bis auf diesen kleinen Knebelschalter zwischen den Eingangsbuchsen: Der lässt sich zwischen „Pure“ und „Vintage“ schalten. Erstgenanntes steht für die reine HiFi-Lehre, letzteres aktiviert eine zusätzliche Class-AB-Schaltung, die dem Eingangssignal bewusst eine kleine Prise ausgewählter Obertöne hinzufügt, was je nach Hörgeschmack und Aufnahme laut Ultrafide durchaus etwas „schöner“ klingen könne. Interessant! Das werde ich im Weiteren natürlich ausprobieren.

Reine Lehre oder „schöner“? Am Eingang der U500DC-Endstufe lässt sich je nach Geschmack bzw. Lust und Laune eine Schaltung aktivieren, die dem Signal eine Handvoll Obertöne mitgibt – „Vintage“ nennt sich diese Schalterstellung
Ultrafide U4PRE/U500DC: Hörtest und Vergleiche
Ich werde die Ultrafide-Kombination U4PRE/U500DC zunächst als solche beschreiben, zu Vor- und Endstufe „solo“ dann später noch ein paar Takte, und so auch zu den Themen Phono und Pure vs. Vintage.
Der Wald
Bevor ich zu den Bäumen – den einzelnen Klangkriterien – komme, zunächst einmal zum Wald, zum großen Ganzen. Spontan fiel mir kein anderer Verstärker ein, an den mich das Ultrafide-Duo erinnern würde. Stattdessen kam mir nach etwas Grübelei ausgerechnet eine Lautsprechermarke in den Sinn – nämlich Blumenhofer. Und da insbesondere das Modell Genuin FS1, mit dem ich lange Jahre hörte. Warum denn das?
Nun, beiden gemein ist diese gewisse „Mach dich doch mal locker, wir hören Musik“-Attitüde. Klar, die Blumenhofer zeigt das deutlicher, Lautsprecher haben meist den längeren akustischen Hebel, bewirken klanglich mehr. Aber trotzdem, auch das Ultrafide-Motto lautet: Nach vorne geht’s, groß ist gut, Dynamik sowieso, one, two, three, four … Einwände wie „Die Auflösung ist ganz gut, aber…“ werden souverän weggeswingt. Mag ja sein, ist aber nicht relevant. Die Briten spielen ziemlich unverkopft auf. So viel zur grundsätzlichen Herangehensweise, jetzt zu den Bäumen.
Raumdarstellung
Wo der obige Vergleich hinkt, ist bei der Bühnengröße, denn während Blumenhofer gerne mal das XL-Panorama auspackt, bleibt die Ultrafide-Kombi bei realistischem Normalmaß, wie ich das nennen würde. Klar kann es bei ihr mit der virtuellen Bühne links und rechts der Lautsprecher schon mal weitergehen, aber der Standardfall ist es nicht. Die Raumdimensionen wirken mit Ultrafide U4PRE/U500DC weder kompakt noch ausnehmend weitläufig, sondern eben … normal.
Entscheidender ist sowieso etwas anderes: Die Bühne fängt oft etwas weiter vorne an als ich es beispielsweise von meiner Electrocompaniet-Kombo gewohnt bin, und Klänge, Stimmen und Instrumente werden dabei ein wenig größer und mit weicherem Strich gezeichnet. So kommt mir Regina Spektor samt Klavier bei „Poor little rich Boy“ (auf Soviet Kitsch) etwas entgegen, und mit Ringsgwandl samt Gitarre bei „Kneissl“ (auf Staffabruck) verhält es sich nicht anders. Das hat Auswirkungen – es wirkt etwas „dramatischer“, anmachender und holt einen schnell ab, zumal, wie gesagt, die einzelnen Stimmen leicht üppiger gestaltet werden. Detachiertes Nebenbeihören is‘ nicht, die Kombi zieht einen rein.
Es gibt noch andere Aus- beziehungsweise Nebenwirkungen. Da bei den Bühnendimensionen Normalmaß herrscht, die Einzelklänge aber tendenziell eher größer als kleiner gezeichnet und zudem leicht nach vorne gezoomt werden, herrscht zwar eine ganz anständige Durchsicht nach hinten, doch in dem Bereich geht noch mehr. Das fällt mit Musik wie der oben genannten wenig ins Gewicht, bei Klassik merkt man es deutlicher, etwa bei Stravinskys „Le Sacre du Printemps“ (Album: Le Sacre du Printemps/Der Feuervogel, Pierre Boulez, 2006). Natürlich ist die Tiefenstaffelung hier mit meiner Kombi deutlich ausgeprägter, aber der Vergleich ist nicht seriös, schließlich kostet sie bald dreimal so viel – mit den Ultrafide geht es eher in die Richtung, die auch der Vollverstärker Luxman L-507Z (9.499 Euro) einschlug. Schon gut, aber noch steigerbar. Nur dass der Japaner Klänge kleiner/kompakter modellierte, während die Briten großzügiger und um einiges involvierender vorgehen.
Dynamik und Tonalität
Das liegt nicht zuletzt an ihrem dynamischen Antritt. Während der Luxman feindynamisch sehr überzeugend aufspielt, bleibt grobdynamisch schon mal was liegen – das kann man von der Ultrafide-Kombi nun nicht behaupten. Ganz im Gegenteil, Dynamik ist eine ihrer Stärken, und man merkt es auch bei Stravinsky, etwa bei den Streicher-Breitseiten der „Augurs of Spring“, da geht es richtig beherzt zur Sache. Ja, „beherzt“ ist generell das richtige Wort für diese Verstärker.

Strammer Junge – der Ringkern-Tranfo in der Ultrafide U500DC besitzt eine Leistungsaufnahme von 500 VA
Und die dynamisch-sportive Gangart des Ultrafide-Gespanns scheint zudem subtil von der tonalen Ausrichtung unterstützt zu werden. Die ist insgesamt rechtschaffen balanciert, an den Frequenzgangenden könnte vielleicht noch etwas stringenter durchgezogen werden, aber dafür gibt das Duo in den „Powerregionen“ – nämlich im Mid-/Oberbass und im Präsenzbereich – sanft Gas. Wohlgemerkt: sanft. Es wird nicht gedankenlos reingebuttert. Und doch ist da dieser Extradrive, wenn eine Bass/Schlagzeug-Sektion anzieht oder bei harten Impulsen, wie etwa beim erwähnten Regina-Spektor-Stück: Das charakteristische Klacken, wenn der Schlagzeugstick aufs Holz trifft, das kommt mit richtig Pfeffer rüber. Gleichwohl ist es so gut austariert, dass mich das Stück sogar bei sehr hohen Pegeln nicht nervt. Es wirkt „live-hart“, nicht um des Effektes Willen forciert. Sehr gut.
Und manchmal kommt dann eben alles zusammen, wie ich es mit R.E.M.s Hit „Everybody hurts“ (Album: Automatic for the People) erleben darf. Mann, habe ich den lange nicht mehr gehört. Doch darum geht es nicht. Um mal wieder unfair zu vergleichen, habe ich mir den Song auch über meine Electrocompaniet-Kombination gegeben, und es wäre nun ein Leichtes, aufzuzählen, was da alles „audiophil richtiger“ läuft: Abbildung, Auflösung, Tonalität etc. Der Punkt ist nur: Emotional spricht mich die Ultrafide-Kombo zumindest bei diesem Stück trotzdem direkter an. Was an ihrer klugen Abstimmung liegt: ein bisschen mehr tonales Drama (Bass, obere Mitten) statt Korrektheit, dann der Schritt nach vorn, diese saftig-üppigen Stimmen und Instrumente … Alles für sich genommen nur eine Nuance, in Summe aber ein richtig schön involvierendes, den Hörer mitnehmendes, untechnisches Klangbild. Schlau gemacht, muss ich sagen.
Vor- und Endstufe
Den größten Anteil daran hat wohl die Ultrafide-Endstufe U500DC. Auch in des Kollegen Jörg Dames Anlage – im direkten Vergleich zur Norma-Endstufe Revo PA 150 (7.190 Euro) gehört, beide über einen Funk MTX Monitor angesteuert – gibt sie sich klar zu erkennen. Während die Norma ein wenig feingliedriger, aufgelöster und mit mehr Air im Hochton auf und hinter der Stereobasis musiziert, geht es mit der U500DC erst mal wieder nach vorne. Wunderbar griffige, direkte, dynamische Mitten gibt’s mit ihr zu erleben und Power im „normalen“ Bass, wenngleich im absoluten Tiefton einen Hauch dezenter unterwegs. Und die Ultrafide zeichnet üppigere Klänge, schwingt den etwas breiteren Pinsel. Mit ihr geht das Ganze eher in Richtung Expressionismus statt technischer Zeichnung, wenn ich es einmal sehr pointiert formulieren soll.
Tatsächlich legt die Ultrafide-Vorstufe U4PRE der Endstufe eher noch ein wenig die Zügel an. Gut – bestimmt nicht in dynamischer Hinsicht und auch nicht, was die schöne Durchzeichnung im Bass angeht. Aber ich habe den Eindruck, dass sie als solche die Bühne tatsächlich eher einen Tick weiter hinten starten lässt, jedenfalls im Vergleich zu meiner Electrocompaniet-Vorstufe EC 4.8 MKII, die preislich ähnlich gelagert ist. Die Ultrafide U4PRE kostet zwar 500 Euro mehr, hat ja aber auch einen Phonozweig an Bord (die Norwegerin nicht). Wie schlägt sich der eigentlich?
Phono
Wenn jemand 12.000 Euro in eine Vor-End-Kombi steckt, wie viel lässt er sich dann einen Plattenspieler kosten? Hm, gute Frage … aus dem Bauch heraus würde ich sagen: im Schnitt so zwischen 2.000 – 4.000 Euro. In dieser Liga sehe ich nur wenige Argumente für ein Invest in einen noch hochwertigeren Phonopre, denn der im U4PRE ist klasse – und geht klanglich in die gleiche Richtung wie das Ultrafide-Gespann insgesamt. Wenn Ihr Tonabnehmer allein freilich schon in dieser Preisklasse spielt, nun, dann gibt es natürlich so einige Gründe dafür, aber hey – das ist im Grunde ja eine Binse, oder?

Die Ultrafide U4PRE besitzt einen Phono-Eingang (MM/MC). Die Impedanzwerte lassen sich über DIP-Schalter auf der Rückseite anpassen
Vintage-Sound?
Abschließend noch kurz zum „Vintage“-Schalter. Sie erinnern sich? Da hat’s so einen kleinen Knebel-Switch auf der Rückseite der Ultrafide-Endstufe.
Ersten: Es passiert wirklich was. Zweitens: Schön, diese Option zu haben. Drittens: Meins ist es eher nicht. Was daran liegt, dass Impulse und Transienten-Speed sodann etwas eingehegt werden und die Bühne einen Schritt nach hinten macht. Der Vintage-Modus konterkariert also genau das ein wenig, was mir an der Ultrafide-Kombi so gut gefällt: die involvierend-freie Präsentation nach vorne und die Dynamik. Natürlich lässt sich andererseits argumentieren, dass dann aber die Klangfarben gesättigter wirken und das Klangbild insgesamt etwas sonorer wirkt – und manche Aufnahmen genau davon profitieren. Stimmt. Deshalb sagte ich ja: Gut, diese Option zu haben. Meine Standard- und Lieblingseinstellung während des Tests war aber „Pure“.
Test: Ultrafide U4PRE & U500DC | Vor-End-Kombi







