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Test-Fazit: Tsakiridis Aeolos Ultra

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Test-Fazit: Tsakiridis Aeolos Ultra

Tsakiridis Aeolos Ultra Logo

Der Tsakiridis Aeolos Ultra hat mich wirklich überrascht. Mit seinem tonal eher schlanken, geradlinigen und im Pentodenbetrieb fast schon nüchternen Klang lässt er bei geschlossenen Augen die Vermutung „Röhre“ nicht wirklich aufkommen. Auch im Triodenmodus und mit geringerer Gegenkopplung behält er seine zackige, klare und gerade im Mittelton faszinierend transparente Gangart bei, addiert aber nun im Grundton und Oberbass etwas willkommene Wärme – und ganz viel federnde Elastizität, Schmelz und Klangfarben. Der Aeolos Ultra hat weder mit Heavy Metal noch Hip-Hop Probleme, fühlt sich aber im von mir stark favorisierten Triodenbetrieb mit Jazz und Klassik (gerne auch großes Orchester) und erstaunlicherweise Electro-Mucke am wohlsten – hier blühen Klangfarben und feindynamische Schattierungen auf, hier fließt die Musik ungehindert, homogen und vollkommen natürlich (so man das im Falle von Synthie-Musik so sagen kann). Besitzer von sehr schlank und im Mittelton prägnant spielenden Lautsprechern würde ich den Aeolos nur unter der Prämisse des Triodenbetriebs empfehlen, aber auch dann sollte man vorab ein Ohr riskieren, ob das Ganze nicht zu viel des Guten wird. Wer einen neutral oder eher warm abgestimmten Lautsprecher sein Eigen nennt, der findet im Aeolos Ultra einen kongenialen und unbedingt musikalischen Spielpartner – ich würde ihn zum Beispiel gerne mal an einer Audioplan Kontrast V hören. Elektrisch ist der Aeolos Ultra schwer in Bedrängnis zu bringen, auch Lautsprecher mit nur durchschnittlichem Wirkungsgrad (bis minimal ca. 85 dB) sollte er locker bis zu höheren Lautstärken antreiben können. Ein klasse Vollverstärker für Leute, die sich trotz „Röhre“ keine Sorgen um Stabilität und Schönfärberei machen wollen.

Der Tsakiridis Devices Aeolos Ultra …

  • spielt mit eher schlanker Diktion und wirkt im Pentodenbetrieb etwas sehnig.
  • belohnt den Hörer im Triodenbetrieb mit deutlich mehr Schmelz und Klangfarben.
  • lässt den Bass im Triodenbetrieb etwas druckvoller, deutlich elastischer und minimal punchiger aufspielen als im Pentodenbetrieb.
  • reißt rhythmisch ungemein mit, funky Schlagzeug und Bass-Eskapaden machen sehr, sehr viel Spaß.
  • bleibt im allertiefsten Tiefbass in beiden Betriebsarten eher zurückhaltend und weicht den Bass ganz, ganz unten bei hohen Lautstärken minimal auf.
  • besitzt einen herausragend transparenten Mittelton mit ganz leichter Präsenzbetonung.
  • löst im Hochton sehr gut auf, ohne tonal zu überhöhen. Becken besitzen einen natürlichen Biss und eine ausgewogene „Crispness“, die in dieser Preisklasse selten zu finden ist.
  • bildet die virtuelle Bühne generell eher auf Lautsprecherebene und nicht allzu tief dahinter ab.
  • lässt die Abbildung im Pentodenbetrieb vergleichsweise klein und flach ausfallen, die Klangbühne wird aber im Triodenbetrieb horizontal und vertikal deutlich größer sowie auch (etwas) tiefer.
  • die dreidimensional-skulpturale Abbildung von Instrumenten ist formidabel – wenn auch wie gesagt generell eher auf der Ebene der Lautsprecher stattfindend.
  • spielt insbesondere feindynamisch sehr schnell und pointiert.
  • ist grobdynamisch durchaus „da“, aber ohne den ganz großen Bassschub von einigen Transistorverstärkern dieser Preisklasse zu bieten.

Fakten:

  • Modell: Tsakiridis Devices Aeolos Ultra
  • Konzept: Röhrenvollverstärker
  • Preis: 2.750 Euro
  • Maße & Gewicht: 29 x 22 x 47 cm (BxHxT), 21,5 kg
  • Farbe: Silber
  • Eingänge: 4 x RCA Hochpegel
  • Ausgänge: Lautsprecherterminal, Tape-Ausgang
  • Ausgangsleistung: 2 x 35 W Pentode, 2 x 20 W Triode, Class A/B
  • Röhrenbestückung: 4 x KT150, 4 x 12AT7
  • Leistungsaufnahme: 170W, max. 350W
  • Garantie: 5 Jahre

Vertrieb:

AUDIOPLAN Thomas Kühn e.K.
Goethestraße 27 | 76316 Malsch
Telefon: 07246 – 1751
eMail: info@audioplan.de
Web: www.audioplan.de

LEN Hifi
Herkenweg 6 | 47226 Duisburg
Telefon: 0176 – 64 77 22 61
eMail: info@lenhifi.de

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Test: Tsakiridis Devices Aeolos Ultra | Vollverstärker

  1. 2 Test-Fazit: Tsakiridis Aeolos Ultra

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J.Sikora Initial mit Alu-Base und geregeltem Netzteil Plattenspieler: Pro-Ject Carbon Debut EVO Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: Transrotor Figaro, Ortofon 2M Bronze

Digitale Quellen: D/A-Wandler: ifi iDSD nano, Norma Audio REVO DAC-Modul Streamer: Nucleus by Roon, Waversa Systems Wstreamer mit WLPS/LP-Linearnetzteil Computer/Mediaplayer: MacBook Pro

Vollverstärker: Linn Classik Movie II (Surroundreceiver mit integriertem DVD-Player)

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2 Phonoverstärker: Linnenberg BIZET (MC), Pro-Ject Phono Box RS (MM/MC), Norma Audio PH3 (Modul)

Endstufen: Norma Audio REVO PA-150

Lautsprecher: ATC SCM50PSL, ATC SCM19, Argon Audio Forte A5, JL Audio e110 (Subwoofer)

Kopfhörer: Denon AD-H7200, AudioQuest Nighthawk, AKG N60 NC Wireless, Sony WF-1000XM3

Kopfhörerverstärker: ifi iDSD nano, Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Ortofon Reference SPK Black, Norma Audio IC2 Speaker, Audioquest Rocket 22 Bi-Wire, Fastaudio Black Science SPK NF-Kabel: Gutwire EON-Z, Ortofon Reference 905-Silver & Reference 7NX-705, Norma Audio IC2 Interconnect, Graditech Kide 1 & Kide 3, Audioquest Yukon, Audioquest Mackenzie, fastaudio Black Science NF Digitalkabel: JIB Boaacoustic Silver Digital Xeno USB, AudioQuest Vodka & Cinnamon Ethernet, Graditech Kide Digital RCA, AudioQuest Carbon RCA Netzkabel: Audioquest Tornado, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2 Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Ultimate Ground

Rack: Roterring Belmaro 33 (Customized)

Zubehör: Stromfilter: Tsakiridis Super Athina Sonstiges: bFly PowerBase M, bFly BaseTwo M, YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren Silver & Gold, The Gryphon De-Magnetizer, Audioplan Antispikes, Audioplan Gerätefüße, bFly MASTER Absorberfüße, Solidsteel SS6 (Lautsprecherständer)

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m