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Testfazit: Triangle Elara LN01A

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Klangeindruck & -vergleiche
  2. 3 Testfazit: Triangle Elara LN01A

Was den Spaßfaktor angeht, sind die kleinen Französinnen wirklich groß. Ihr unspektakuläres, homogenes und dennoch involvierendes Klangbild macht sie zu musikalischen Begleitern für jeden Tag. Sie gehen als „Alltagslautsprecher“ im besten Sinne durch. Rock- und Popmusik sind ihr bevorzugtes Revier, aber auch auf anderem Terrain schlagen sie sich achtbar. Ihr geringer Platzbedarf und die Anschlussvielfalt mit analogen und digitalen Eingängen, Bluetooth-Schnittstelle und sogar einem zumindest anständig tönenden Phono-Pre (MM) runden den positiven Eindruck ab.

Triangle Elara LN01A

Ich habe mich unterdessen in die Idee verliebt, dass die Elara LN01A wunderbare Reiselautsprecher für meinen Wohnwagen sein könnten, vermutlich machen sie auch unterwegs einen tollen Job. Am Preis wird’s nicht scheitern, der ist fair kalkuliert. Mit der kleinen Schwäche, dass zur Linearisierung aller Klangeinstellungen ein Reset vorgenommen werden muss, kann ich leben. Dass es sich in dieser Preisklasse nicht um ein Highend-Konzept handelt, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Sympathisch ist indes, dass die LN01A auch nie mehr vorgaukeln, als sie leisten können.

Steckbrief Triangle Elara LN01A:

  • Für einen Lautsprecher dieser „Größe“ überraschen die LN01A mit erstaunlich profundem Tiefgang, der auch noch ziemlich straff und präzise rüberkommt. In kleineren Räumen vermisst man da praktisch nichts. Bei Raumgrößen über 20 Quadratmetern tut sich die kleine Französin dann aber schwer, glaubwürdig zu bleiben. Das kann man ihr aber nicht wirklich vorwerfen.
  • Das tendenziell warm timbrierte Mittenband gefällt mit hervorragender Sprachverständlichkeit und verleiht Gesangsstimmen einen angenehm samtigen Schmelz, ohne ihnen damit Konturen zu rauben.
  • Im Hochtonbereich ist prinzipiell alles da, was man hören muss, um einen ganzheitlichen Eindruck der Aufnahme zu erhalten. Auch im Hochton gibt sich die Französin eher gelassen-gutmütig. Ganz klar gibt es (teurere) Wettbewerber, die am oberen Frequenzende feiner auflösen und noch mehr Details offenbaren. Fehlt der direkte Vergleich, kann man sich über die Performance des Tweeters aber nicht beschweren.
  • Besonders positiv aufgefallen ist mir die tonale Geschlossenheit dieses Kompaktlautsprechers, kein Frequenzband wird auffallend bevorzugt oder benachteiligt. Insgesamt spielt die Elara LN01A damit herrlich entspannt und gelöst. Man kann ihr stundenlang stressfrei zuhören.
  • Grobdynamisch konzeptbedingt etwas limitiert, aber durchaus anständig – feindynamisch dagegen hellwach.
  • Raumabbildung und Ortbarkeit gehen für einen Lautsprecher dieser Größenordnung völlig in Ordnung, insbesondere gefällt der involvierende „Schritt vor die Grundlinie“. In einem Hörabstand von bis zu zwei Metern lassen sich alle Bühnenereignisse problemlos lokalisieren und wirken in Breite und Tiefe sehr realistisch. Zu Übertreibungen neigt die Triangle nicht. Vergrößert man den Hörabstand deutlich, zerfasert die Bühne und die Konturen verschwimmen.
  • Unterm Strich würde ich die Triangle zu den tonal warm, rund und druckvoll aufspielenden Vertretern ihrer Gattung zählen. Sie will ein musikalischer Alltagsbegleiter sein. Und das ist sie zweifellos.

Fakten:

  • Modell: Triangle LN01A
  • Konzept: Aktiver Zweiwege-Kompaktlautsprecher (Bassreflex)
  • Preis: 650 Euro (Paar)
  • Besonderheiten: Bluetooth-Schnittstelle (aptX), Phono-Eingang (MM), Digitaleingänge koaxial und optisch (je 1x), Analogeingang (Cinch), Subwoofer-Out
  • Maße & Gewicht: 165 x 291 x 235 mm (B x H x T); 4,3 kg/Stück
  • Farben (Front/Korpus): Seidenmatt-Schwarz und -Weiß
  • Garantie: 2 Jahre

Hersteller & Vertrieb:

REICHMANN AudioSysteme
Graneggstraße 4 | 78078 Niedereschach im Schwarzwald
Telefon: +49(0)7728 – 1064
E-Mail: info@reichmann-audiosysteme.de
Web: http://reichmann-audiosysteme.de

Test: Triangle Elara LN01A | Aktivlautsprecher

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  2. 3 Testfazit: Triangle Elara LN01A

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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