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Testfazit: Thorens TD 1600

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Thorens TD 1600: Klangeindruck
  2. 3 Testfazit: Thorens TD 1600

Angesichts dessen, was einige Hersteller für ihre Drehmaschinen – anders kann man die teilweise an verkleinerte Ölbohrplattformen erinnernden Laufwerke kaum nennen – an Preisen aufrufen, erscheint mir der Thorens TD 1600 definitiv nicht teuer. Zum einen bietet er solide, über Jahre gereifte und verfeinerte Technik. Zum anderen beschert er einem ein analoges Musikerlebnis par exzellente.

Thorens TD 1600, Ambiente blau

Denn wer erleben will, was den Charme von Vinyl ausmacht, bekommt mit dem Thorens TD 1600 alles Wesentliche geboten – und noch so einiges mehr. Neben hoher Auflösung insbesondere in den Mitten, tollen Klangfarben und einer hervorragenden feindynamischen Differenzierung ist das vor allem diese ganz eigene Art von Kohärenz, die die Musik sehr natürlich und authentisch erlebbar macht. Ja, angesichts der Freude, die der TD 1600 mit gutem Vinyl macht, ist er geradezu preiswert.

Der Thorens TD 1600 im Steckbrief:

  • Insgesamt gibt der Thorens Musik sehr authentisch, glaubwürdig und einnehmend wieder.
  • Tonal spielt er ausgewogen, wobei er sich an beiden Enden des Frequenzspektrums leicht zurücknimmt und so einen kleinen Akzent auf die Mitten legt.
  • Der Bassbereich ist facettenreich, variabel und eher swingend denn bretthart. Es gibt Plattenspieler, die im Bass mehr Kontrolle und mehr Substanz bieten. Vermissen tut man das beim Thorens nicht, da sich sein Tiefton schlüssig in die Gesamtperformance fügt.
  • Der Hochton zeigt sich unauffällig. Man könnte ihm eine dezente Zurückhaltung attestieren, was tonal aber nicht wirklich ins Gewicht fällt.
  • In den Mitten fällt vor allem das hohe Auflösungsvermögen auf. Man erfährt viele Details über Stimmen, Instrumente, aber auch über die eingesetzte Technik. Dennoch agiert der Thorens in den meisten Fällen nicht sezierend, sondern präsentiert die Details immer als Teile des musikalischen Ganzen.
  • Dazu passen die klaren, tendenziell eher etwas kräftiger aufgetragenen Klangfarben, mit denen der TD 1600 zeichnet. Wobei er bei aller Freude am Farbauftrag jedes einzelne Instrument klar differenziert.
  • Grobdynamisch gibt es kaum etwas zu kritisieren, allenfalls könnte man sich bei brettharten Bassattacken noch etwas mehr Impact wünschen, da ginge schon noch was. Dafür versteht er es, subtile feindynamische Nuancen sehr sauber darzustellen.
  • Überzeugend gelingt dem Thorens auch die Raumdarstellung. Musiker und Instrumente stellt er präzise und plastisch in einen passenden akustischen Raum. Der „Startpunkt“ der Bühne variiert je nach Aufnahme.

Fakten:

  • Modell: Thorens TD 1600
  • Konzept: Subchassis-Plattenspieler mit Riemenantrieb
  • Preis: 2.499 Euro mit Tonarm TP 92 (9 Zoll)
  • Ausführung: Zarge: Schwarz-Hochglanz oder Nussbaum-Furnier
  • Sonstiges: 33 1/3 und 45 U/min, geregelter Synchronmotor
  • Maße & Gewicht: 455 x 180 x 370 mm, 11 kg
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

Thorens GmbH
Lustheide 85 | 51427 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2204-867 77 22
E-Mail: info@thorens.com
Web: https://www.thorens.com/

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Test: Thorens TD 1600 | Plattenspieler

  1. 2 Thorens TD 1600: Klangeindruck
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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: RME ADI-2 DAC FS (mit AKM-Chip) Musikserver: Antipodes S40

Vollverstärker: Audio Analogue ABsolute S

Lautsprecher: Divine Acoustics Bellatrix, JBL 4305P

Kopfhörer: Campfire Equinox, Pioneer SE Monitor5, Austrian Audio Hi-X65

Kopfhörerverstärker: SPL Crimson 3 (Audio-Interface), RME ADI-2 DAC FS (mit AKM-Chip)

Kabel: Lautsprecherkabel: Cardas Clear Light NF-Kabel: Cardas Clear Light Digitalkabel: Audioquest Coffee

Rack: Horns EX

Zubehör: Stromfilter: Audes ST-3000 Sonstiges: Netzteil (für DAC, Musikserver): Keces P8

Sonstiges: Raumakustikelemente von Vicoustic

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 17 m² Höhe: 2,6 m

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