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Test-Fazit: Teufel Definion 3S

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: Teufel Definion 3S

So funktioniert Schrumpfung (fast) ohne Verzicht! Von ihrer großen Schwester hat die Teufel Definion 3S Dynamik, Spielfreude und das punktgenaue Timing geerbt. Im direkten Vergleich mit dem Standmodell wirkt es beinahe so, als würde „die Kleene“ sogar noch ein wenig zackiger und lebendiger aufspielen. Was aber auch daran liegen könnte, dass der Bassbereich schon aus physikalischen Gründen nicht so tief hinabreichen kann, dafür aber ungemein straff und akzentuiert dargeboten wird. Die „3S“ ist ganz ohne Frage ein Temperamentsbündel!

Teufel Definion 3S

Aber eines, das es nicht nötig hat, mit Effekten Aufmerksamkeit zu heischen, sondern über das ganze Frequenzband hinweg präzise und homogen abbildet. Das „SCA“-Koaxchassis sorgt mit seiner recht breiten Abstrahlcharakteristik dafür, das auch Hörer noch etwas vom Geschehen mitbekommen, die etwas außerhalb des Sweet Spot sitzen. Pegel kann sie auch. Wenn es mal hoch respektive laut hergehen muss, soll es an der kompakten Teufel bestimmt nicht scheitern. Dabei ist sie keine musikalische Diva, bringt auch „schnöde“ Mainstream-Popmusik mit Groove und Pep zu Gehör. Gleichwohl goutiert sie hochwertiges Material und weiß um die Meriten etwa von High-Res-Files, die sie dann mit Transparenz, guter Raumabbildung und Feinzeichnung serviert.

Damit spielt sie fast auf einem Niveau, das ich von doppelt so teuren Boxen her kenne. Der Preisvorteil relativiert sich durch die Tatsache, dass die Teufel Definion 3S ausschließlich im Direktvertrieb erhältlich ist – allerdings inklusive einer großzügigen Testphase. Halten Sie mich bitte nicht für unkritisch, aber mir fällt wirklich kaum ein Argument ein, Sie vom Kauf dieser Box abzuhalten. Es sei denn, Sie mögen die Farbe nicht. Aber es gibt sie auch in Weiß …

Teufels Definion 3S …

  • spielt im Frequenzkeller druckvoll, straff und akzentuiert. Natürlich kann sie in Sachen Tiefbass nicht mit ihrer großen Schwester mithalten, was in kleineren bis mittleren Hörräumen indes kaum ins Gewicht fällt. Im Rahmen ihrer physikalischen Möglichkeiten spielt sie sehr vollständig.
  • zeigt im Mittel- und Hochtonbereich die konstruktive Finesse des patentierten „SCA“-Koaxialchassis. Die Abbildungspräzision von Gesang- und Sprecherstimmen ist gerade in Sachen Natürlichkeit, Transparenz und Körperhaftigkeit preisklassenbezogen hervorragend. Darüber hinaus profitiert – was zu erwarten war – das Zeitverhalten vom Konzept des Hightech-Chassis. Verschleppungen im Timing oder ein Versatz im Übergang zu den oberen Lagen sind akustisch nicht feststellbar.
  • präsentiert einen Hochtonbereich, der alle relevanten Informationen – auch über die räumliche Beschaffenheit der Aufnahmesituation – bis ins Detail darstellen kann, ohne zu überziehen und spitz oder bissig zu werden.: Gönnen Sie dem Koaxchassis aber eine gewisse Einspielphase!
  • stellt Räume in Tiefe und Breite großzügig und luftig dar, was dem Klangbild zu einer gewissen Beschwingtheit und Leichtigkeit verhilft. Die Ortbarkeit von Einzelereignissen auf der virtuellen Bühne ist sehr gut, Relationen – etwa zwischen den Musikern – jederzeit nachvollziehbar. Das Geschehen steht stets weit vor der Anlage im Raum. Das ist involvierend, muss man so aber auch mögen.
  • empfiehlt sich als musikalische Allrounderin, die „Mainstream-Kost“ verdaut, aber mit den an sie gestellten Ansprüchen wächst. Hochwertig gemasterte Musik – etwa High-Res-Files – weiß sie entsprechend zu würdigen.
  • vermag auch komplexe Melodiestrukturen gut aufzulösen und bietet einen guten Einblick „in“ die Aufnahme. Ihr Auflösungsvermögen und ihre Akkuratesse bringt sie auf Augenhöhe mit den Besten ihrer Preisklasse. Obenheraus muss sie sich noch detailreicher aufspielende und zumeist dann teureren Konzepten geschlagen geben, was aber keine Schande ist.
  • spielt tonal über alles recht ausgeglichen, allerdings mit einer leicht präsenten Note, was lebendig und ungemein „zackig“ rüberkommt. Das sollte bei der Auswahl der vorgeschalteten Elektronik berücksichtigt werden. Soll es insgesamt nicht zu sehr „nach vorn“ gehen, könnte ein etwas „gemütlicherer“ Verstärker passen.

Fakten:

  • Modell: Teufel Definion 3S
  • Konzept: passiver Drei-Wege-Kompaktlautsprecher mit koaxialem Mittel-/Hochtontreiber, Bassreflex
  • Paarpreis: 999,99 Euro
  • Maße & Gewicht: 200 x 425 x 355 mm (BxHxT), 13 kg/Stück
  • Farben: Anthrazit oder Weiß/Schwarz (Front/Body)
  • Garantie: 12 Jahre
  • Sonstiges: keine Frontabdeckung

Hersteller & Vertrieb:

Lautsprecher Teufel GmbH
Telefon: 030 – 300 9 300
eMail: info@teufel.de
Web: www.teufel.de

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Test: Teufel Definion 3S | Kompaktlautsprecher

  1. 3 Test-Fazit: Teufel Definion 3S

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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