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Hifi Test Vorverstärker Funk Lap-2 / MTX-Monitor Geschichte – Testbericht Verstärker, High End-Hifi-Magazin fairaudio

Inhaltsverzeichnis

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Vorgeschichtliches …

ams

Um die Uhr noch mal ein wenig zurückzudrehen: Vorausgegangen war diesen Entwicklungen ein ganz studiospezifisches Problem. Nach Aussage Herrn Funks krankten die Abhörmodule professioneller Mischpulte (an welche technisch die gleichen Anforderungen gestellt werden wie an Vorverstärker) ehemals „an eher schlechterer Qualität“, was 1990 zu einer Anfrage von Sony Classic aus Hamburg führte, die ein separates Abhörmodul fürs Mastering suchten.

Der daraufhin entwickelte AMS (siehe Foto oben) gab sich technisch bereits als vollwertiger Preamp – optisch dagegen als nur eingeschränkt wohnzimmertauglich. 1997 folgte dann – für fast 7.000 DM Verkaufspreis – der AMS II .

Nun ja, die Liste spezieller Anforderungen, die Studioschaffende an Geräte zu stellen vermögen, kann fast beliebig umfangreich geraten – dennoch wird auch in der Profiszene längst nicht immer jedes Gimmick gebraucht. 1999 kam folglich der erste MTX-Monitor auf den Markt, der – im Gegensatz zum AMS – zwar Cinch- bzw. RCA-Anschlüsse spendiert bekam, in Sachen Funktionalität aber mit einer nicht ganz so üppigen Ausstattung aufwartete.

Anschlussfeld des MTX:
mtx rückseitig

In der Folgezeit erkämpfte sich der MTX dann nicht nur im Studio-Bereich einen (und dies ist keine Übertreibung) hervorragenden Ruf, sondern sorgte zugleich dafür, dass auch die HiFi-Gilde zunehmend lange Ohren bekam beim Namen Funk. Zeitweise wanderten fast 50% aller MTX in private Gemächer.

Zudem etablierten sich die Zöglinge des Herr Funk zunehmend bei Kunden, die mit ihren Geräten frank und frei auch mal eine robustere Gangart an den Tag legen wollen – Betriebsicherheit in erschwerten Lebenslagen ist beileibe kein zu unterschätzendes Thema in der Profi-Szene: Daher findet man den MTX – ebenso wie den kleineren Lap – z.B. in den Ü-Wagen des Bayrischen oder Norddeutschen Rundfunks.

Philosophisches …

Beim Thema Langlebigkeit kam Herr Funk dann auch gleich auf einige seiner entwicklungsphilosophischen Eigenarten zu sprechen:

elektronik

„Nahezu alle Kontakte sind elektronisch geschaltet – ein Grund dafür, dass wir nie Probleme mit dem Service haben. Dennoch sind unsere Geräte extrem verzerrungsminimiert – elektronischen Kontakten konventioneller Machart wird ja ansonsten häufig nachgesagt, sie würden hohen Verzerrungswerte zuträglich sein. Aufgrund der elektronischen Kontaktschaltungen erzielen die Geräte aber nicht nur eine längere Lebensdauer, sondern es wird auch eine hohe Konstanz der Messparameter im Zeitablauf sichergestellt.“

Das Netzkabel ist beim Lap – im Gegensatz zum MTX – fest montiert:
lap rückseite

Bei der Stromversorgung setze man generell auf Labornetzgeräte – und vertaut dabei ausschließlich den Eigenentwicklungen: Neben weniger Verlustleistung und Wärmeentwicklung soll so dafür gesorgt werden, dass sich der volle Klang auch ohne große Aufwärm-Rituale entfalten kann, währenddessen bei vielen HiFi-Geräten messtechnisch ja häufig ein deutliches „Driften“ in den ersten Betriebsminuten festzustellen ist (klemmen Sie versuchsweise ruhig mal einen ganz schnöden Wattzähler vor Ihre Elektronik – da ist nach dem Einschalten häufig einiges an Bewegung zu verbuchen).

Dreistellige Kiloohm-Größen sind, was Eingangsimpedanzen angeht, im Hifi-Bereich schon ab und an mal anzutreffen. Die Geräte aus dem Hause Funk erreichen an dieser Stelle aber gar ein Megaohm – auch hier gibt sich Herr Funk bewusst „abnorm“, ist er doch davon überzeugt, so insbesondere Phasendrehern im Bassbereich den Garaus zu machen.

Abnorm findet Herr Funk seinerseits, welcher Aufwand beim Verstärkerbau mitunter betrieben wird, wenn es darum geht, mit möglichst dicken Siebkondensatoren Eindruck zu schinden …

Test: Funk Lap-2.V2 und MTX-Monitor.V3a | Vorstufe

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