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Hifi Test Vor-End-Verstärker Myryad MXA 2150 MXP 2000 Testbericht-Verstärker, High End-Hifi-Magazin fairaudio / Technik

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  1. 2 Hifi Test Vor-End-Verstärker Myryad MXA 2150 MXP 2000 Testbericht-Verstärker, High End-Hifi-Magazin fairaudio / Technik

Seine Arbeit verrichtet der MXA 2150 ausschließlich in Class-B: Vier bipolare Transistoren à 150 Watt – im Extremfall bis 30 Ampere belastbar – stehen dafür pro Kanal zur Verfügung. Dabei zeichnet das Konzept, was die Leistungsaufnahme betrifft, eine erfreuliche Genügsamkeit aus – für mich ist dies nicht erst seit der in jüngerer Zeit drastischer steigenden Energiepreise ein Thema: Grob 35 Watt im Leerlauf sind für eine Endstufe jedenfalls als relativ bescheiden zu werten.

Weniger knauserig gibt sich der Engländer in Sachen Bandbreite: Der recht ausgedehnte Bereich zwischen 1,6 Hz und >120 Hz (-3dB) lässt eine gewisse „Schnelligkeit“ bei der Wiedergabe erhoffen und sollte theoretisch zudem der Minimierung hörbarer Verzerrungen dienlich sein. Eine gute Kontrolle auch anspruchsvoller Lautsprecher verspricht die unter 20 Milliohm liegende Ausgangsimpedanz – an 8 Ohm-Wandlern ergäbe dies also einen ordentlichen Dämpfungsfaktor von über 400. Was die Ingredienzien der Platinen angeht, zeigt man sich nicht unbedingt spektakulär, aber standesgemäß: Der sensible Signalpfad ist lediglich mit einem einzelnen und zugleich hochwertigen Polypropylen-Kondensator „belastet“. Zudem verrichten ausschließlich engtolerierte und verzerrungsarme Widerstände – u.a. von Vishay – ihren Dienst.

platine endstufe

Etwas knauserig geht`s bei Myryad an anderer Stelle dann aber doch zu – und zwar außen: Sowohl der „harte“ Netzschalter (den man in der Regel allerdings kaum benötigen wird, das Gerät verfügt über einen berührungslos myryadbzw. verschleißfrei funktionierenden Schalter auf der Vorderseite) als auch die Cinchbuchsen gehen nicht gerade als Paradebeispiele an Solidität durch. Letztere wackeln an unserem Arbeitsgerät mittlerweile schon recht unverhohlen. Gut – in der Regel wird der „normale“ Hörer auch nicht über Monate hinweg regelmäßige Strippenwechsel vornehmen. Da verlangen wir unseren Geräten zwangsläufig schon ein wenig mehr ab.

Was die Qualität der Schalter und Anschlüsse angeht, gilt für den Vorverstärker MXP 2000 Gleiches wie für den eben beschriebenen MXA 2150. Auf der Habenseite hat`s dagegen beispielsweise eine hochpräzise, die Klangqualität weitgehend unbeeinträchtigende (es befindet sich kein Potentiometer im Signalweg) digital kontrollierte Lautstärkeregelung.

myryad

Das Display und der zugehörige Prozessor greifen zudem auf eine extra Stromversorgung zurück, um klangschädliche Störeinflüsse myryadauf die Sektion der Signalverarbeitung zu minimieren. Durch den Einsatz von FET-Operationsverstärkern habe man des Weiteren auf den Einsatz von Kondensatoren im Signalweg gänzlich verzichten können. Zudem sei bei der Entwicklung auf kurzmögliche und einfache Signalführung Wert gelegt worden – dass es im MXP recht übersichtlich zugeht, vermag sicherlich auch der Laie mit bloßem Blick zu erkennen:

myryad

220 Ohm Ausgangsimpedanz lassen keine besonderen „Kabelproblematiken“ erwarten.

Mehr als einen flüchtigen Blick haben wir freilich drauf verwendet, die beiden Myryads klanglich unter die Lupe zu nehmen – sind sie, wie erwähnt, doch sowieso schon seit geraumer Zeit bei uns zu Gast:

Test: Myryad MXP 2000 und MXA 2150 | Vor-End-Kombi

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