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Technik Trends Audio TA-10.1

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Trends Audio TA-10.1 - Klemmen von innenEin solides Terminal kann ja nicht nur als reine „Äußerlichkeit“ abgetan werden, auch ein Blick von Innen an die Buchsen zeigt ein Bild, welches man bei manchen Amps für den 10fachen Kurs auch gerne sähe: sauber verlötet, stramm verschraubt. Kampf den Übergangswiderständen.

Der Praxistipp zum Lautsprecheranschluss lautet allerdings: Bananas verwenden, auch wenn die Klemmen Gabelschuhe und blanke Litze aufnehmen. Auf einer Fläche, die nur knapp größer als eine Streichholzschachtel ist, wird alles andere doch schnell zum mühsamen Gefummel.

Trends Audio TA-10.1 - von hinten

Und noch etwas für die Praxis: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kabelage, mit der sie den Trends-Verstärker anschließen möchten, mehr wiegt als der Amp selber, ist nicht gering – mit Uhu Patafixder Folge, dass er „abhebt“. Entweder Sie stellen ihn in ein Regal und packen ein paar Bücher drauf … oder Sie kleben ihn fest! Es muss ja nicht mit Sekundenkleber sein, Uhu Patafix Klebepads tun hier einen guten Job, übrigens auch mein Lieblingsfixierungmittel für Kompaktboxen auf Lautsprecher-Ständern, aber das nur nebenbei.

Der Blick auf die Platine zeigt – neben dem eigentlichen Verstärker-Chip und vier SMD-Dioden – ausschließlich Durchsteck-Bauteile, und deren Güte sei, so der Hersteller, ein wesentlicher Unterschied zu anderen Mini-Amps, die auf Basis eines Tripath-ICs gebaut werden. Trends betont die audiophile Qualität der Bauelemente, beispielsweise die Verwendung von Luftspulen statt solcher mit Eisenkern.

Trends Audio TA-10.1 - innen

Die Leistung wird mit 15 Watt an 4 Ohm und 10 Watt an 8 Ohm angegeben. Fairerweise wird auch nicht verschwiegen, wie viel Klirr dabei anfällt: 10%! Die Maximalleistung sollten Sie also schnell wieder vergessen, wenn Ihnen Ihre Ohren lieb sind. Relativ saubere 10 Watt (< 0,1% THD+Noise) sind an 4 Ohm möglich, an 8 Ohm reicht‘s „hinauf“ bis circa 5 - 6 Watt. Das ist wahrlich nicht die Welt, und daraus folgen ein paar Dinge, die beachtet werden sollten. Hier mal ein Rechenbeispiel:

Sie sitzen in Ihrem recht großzügig dimensionierten Wohnzimmer in gut 4 Metern Entfernung von Ihren 8 Ohm-Lautsprechern, die einen Wirkungsgrad von 82dB / 1 Watt / 1 Meter besitzen. Sie befeuern die Wandler mit einem Trends-Watt – und da pro Entfernungsverdopplung von der Schallquelle der Pegel um 6 dB abnimmt, sollten so circa 70 dB bei ihnen ankommen. Sie freuen sich. So sehr, dass Sie gleich doppelt so laut hören möchten, den Pegel also um 10 dB erhöhen wollen, wozu lästige physikalische Gesetzte aber die 10fache Leistung vom Verstärker verlangen. Der TA-10.1 kann diese 10 Watt, aber ihre Lebensfreude bekommt trotzdem ‘nen Knick, denn 10% Verzerrung kann er auch …

Tripath TA2024
Groß wie ein Fingernagel: der Tripath-Chip TA2024

Zwei Lösungen bieten sich an: Sie setzen sich ins Nahfeld ihrer leistungshungrigen Wandler, denn 1,5 Meter vom Chassis entfernt, hält sich das Problem in Grenzen. Die alltagstaugliche Konsequenz: Kleinere Räume sind mit den Trends-Amp leichter zu beschallen als größere. Es sei denn, man setzt auf Lösung Nummer zwei und kauft sich ein Klipschorn o.ä. Naja, Blödsinn, das muss es nun auch nicht sein. Aber Lautsprecher mit echten 92 dB Sensitivität sind definitiv die bessere Wahl als solche mit 82 dB. Zumindest sollte dies theoretisch so sein …

Test: Trends Audio TA-10.1 | Vollverstärker

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