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Test: Esoteric I-03 | Vollverstärker

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August 2011 / Ralph Werner

Sicherlich werden die meisten, die die Wortkombination „Teac/Esoteric“ hören, an CD-Player-Dickschiffe denken, und das hat auch seine Berechtigung, denn damit sind die Japaner schließlich bekannt geworden, davon bieten sie immer noch so einige an und darauf – genauer: deren Laufwerkstechnik – vertrauen auch andere Highend-Marken, wenn’s denn mal so richtig teuer werden soll. Man denke an dCS‘ Paganini-Transport, Playback-Design-Gerätschaften oder an Audioaeros Edelquelle „La Source“. In allen Fällen gilt: Esoteric inside.

Insiderkenntnisse bedarf es freilich wenig, um sich vorstellen zu können, dass eine Zukunft, die allein darauf baut, hoch- und höchstwertige SACD/CD-Spieler anzubieten, an Grenzen stößt; und folgerichtig hat Esoteric in den letzten Jahren nicht nur einige D/A-Wandler hervorgebracht, nein, schon seit einiger Zeit erfolgt der Ausbau zum Elektronik-Komplettanbieter. Die Esoteric-Verstärkerriege umfasst aktuell zwei Stereoendstufen, ein Paar Class-AB-Monos, einen Hochpegel- und einen Phono-Vorverstärker sowie das aktuellste Geschöpf und Gegenstand dieses Testberichts, einen Vollverstärker: Der Esoteric I-03 soll die Vorstufentechnik der Japaner mit eigens für diesen Integrierten neu entwickelten Class-D-Endstufen glücklich in einem Gehäuse vereinen.

Im Gegensatz zum seinerzeit getesteten Esoteric AI-10, dem ersten Class-D-Amp des Unternehmens und leider nicht mehr im Programm, positioniert sich der neue Integrierte I-03 allerdings in einer Region, in der man klassischerweise erwachsene Vor-/Endkombis vermutet. Doch denke ich da vielleicht auch zu klassisch, denn zweifellos haben teure, hochwertige Vollverstärker Konjunktur oder vorsichtiger formuliert: Es gibt vermehrt Hersteller, die solche anbieten, mehr zumindest, als noch vor zehn-zwanzig Jahren der Fall, scheint mir.

Esoteric I-03

Und nun kommt auch Esoteric mit einem Edel-Integrierten. Mutigerweise zudem mit einem, der Schaltverstärkungstechnik einsetzt, gibt es doch nicht allzu wenige Hörer, die immer noch mittelschwere Bedenken beim Thema Class-D haben, wenn nicht gar regelrechte Berührungsängste. Was ich, offen gesagt, ziemlich seltsam finde.

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