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Kurze Hörrunde: Diverses Activator Zubehör

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Kurze Hörrunde: Diverses Activator Zubehör

Im Folgenden möchte ich zunächst kurz auf unsere im Hinblick auf das Activator-Zubehör gewonnenen Höreindrücke eingehen, bevor es dann an den Klangcharakter des Phonosophie CR-H225 geht – natürlich inklusive etwaiger Unterschiede zum original Teac CR-H225, den wir uns ebenfalls bestellt hatten.

Sie erinnern sich vielleicht – ich hatte Herrn Hansen ziemlich genau vor einem Jahr schon einmal zu Gast und seinerzeit mit ihm einen Tag lang diverses Zubehör ausprobiert (siehe Artikel „Gut getunt?“). Während dieses Hausbesuchs phonosophiekam auch ein – der Wirkungsweise der Activator-Technologie grundsätzlich ähnelnder – Animator zum Einsatz, den ich an diesem Tag aber nicht richtig einzuordnen vermochte, nicht zuletzt weil eine ganze Reihe an verschiedenen Produkten ausprobiert wurde. Bei aller Ähnlichkeit sind die Activator-Produkte gemäß Herrn Hansen aber keine Weiterentwicklung des Animator-Konzeptes, sondern folgen einer eigenen Entwicklungsidee, welche, nebenbei bemerkt, wohl auch von der Firma Creaktiv („Twister“) verfolgt wird.

Zur Verstärkung hatte ich diesmal den Kollegen Ralph mit ins Boot geholt, der sich die Vorführung des Herrn Hansen ebenfalls genauer anhören wollte:

Zum Einsatz kamen Phonosophies Powerplug 1 (links im Bild, 150 Euro) sowie der etwas stärker aufgeladene und physisch größere, aber ansonsten identische Powerplug 2 (Bildmitte, 350 Euro). Zudem gelangten Act-Glass-1 und Act-Glass-2 Chips unter dem CD-Player sowie im Sicherungskasten zur Anwendung.

phonosophie activator

Ohne an dieser Stelle einen ausführlichen Hörbericht liefern zu wollen, in erster Linie geht’s hier ja um den CR-H225 Receiver und zudem würde es sicher Sinn machen, solch Zubehör mit verschiedenen Anlage-Konstellationen und darüber hinaus nicht nur einen halben Tag lang zu testen: Meine Vermutung ist, dass das Activator-Konzept wohl vor allen Dingen dann wahrnehmbare Verbesserungen bringen kann, wenn die zugrundliegende HiFi-Kette ein eher analytisches, hartes, metallisches, hochtonkörniges o.ä. Klangbild aufweist. Und auch, wenn es leider unvermeidlich scheint, dass einige von calexicoIhnen nun denken werden, „die bei fairaudio würden sicherlich auch das Gras wachsen hören, wenn Ingo Hansen es denn nur genügend lang bestrahlen würde“, liefere Ihnen einfach mal ein paar Auszüge aus dem Hörprotokoll: Sibilanten (S-Laute), wie beispielsweise in Calexicos Stück The Ride (Album: The Black Light, 1998) erschienen „geschmeidiger und weicher“. Insgesamt wirkte die Stimme Joey Burns dabei, wie Kollege Ralph bemerkte, „weniger heiser“. Becken befreiten sich von so etwas wie einem leichten „Grauschleier“, tönten „weniger grisselig“, dafür einen „Tick körperlicher“. Der Klang der Rassel wirkte „echter“ und „dunkler timbriert“.

Lautsprecherseitig hörten wir über meine Thiel CS 2.4 (angesteuert von Fonel Simplicitè und Emotion) – ein Schallwandler, der sicherlich gerade solche Art von Veränderungen besonders gut offenbaren kann. Darüber hinaus gab sich aber überraschenderweise auch diethiel sc 2.4 räumliche Darstellung des Ganzen etwas strukturierter und offener. Die signifikanteste Veränderungen oben genannter Art brachte unserem gemeinsamen Empfinden nach übrigens der Powerplug 2; hinsichtlich des unter den CD-Player gelegten Chips gingen unsere Meinungen in Bezug auf die Intensität der Veränderung eher auseinander, der Einsatz des Chips am Stromkasten wurde dagegen wieder einhellig als nicht so klangsignifikant wahrgenommen. Die Veränderungen stellten sich zudem, auch dies sei noch erwähnt, nicht als „harter Cut“ beziehungsweise unmittelbarer Ein-Ausschaltprozess dar, sondern vollzogen sich eher mit einem weicheren, sprich zeitlich gestreckteren Übergang.

Kurzum: Wer mit dem Gesagten etwas anfangen kann sowie die beschriebenen Klangveränderungen im Kontext seiner eigenen Anlage sympathisch finden würde und sich darüber hinaus nicht scheut, auch mal „abgefahrenere“ Dinge auszuprobieren, der kann sich ja mal ein entsprechendes Experimentier-Set unverbindlich beim Händler ausleihen. Bilden Sie sich über die Effektivität des Ganzen in Relation zum Preis und – ohne dies macht’s gar keinen Sinn – auf Ihre eigene HiFi-Kette bezogen selbst ein Urteil. „Dran“ scheint an der Sache unserer Auffassung nach aber etwas zu sein.

Okay, so weit, so gut. Und höchste Zeit, uns endlich dem Phonosophie CR-H225 Receiver zu widmen – den wir natürlich nicht nur einen Tag lang, sondern wie gewohnt über mehrere Wochen zu Gast hatten …

Test: Phonosophie CR-H225 |

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