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Swans M6 – ein wenig Technik

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Swans M6 - ein wenig Technik

Swans - RückseiteRückseitig gibt es ein Bi-Wiring-Terminal, das auf einer abgesetzten Metallplatte präsentiert wird und sehr massiv wirkt. Hier dürften gleichermaßen Banana-Nutzer, Kabelschuh- und Litzenliebhaber auf ihre Kosten kommen. Die ebenfalls vom Gehäuse abgesetzte MDF-Bodenplatte kann auf Wunsch mit Spikes verschraubt werden, diese sind im Lieferumfang enthalten.

Vier Chassis zieren die Schallwand. Beginnen wir oben: Beim Hochtöner, einer Swans-Eigenentwicklung mit dem Namen RT 1.3W, handelt es sich um eine Kombination aus Neodym-Antrieb und Folienmembran, deren besondere Fähigkeit, so heißt es bei Swans, die geringe horizontale Schallbündelung ist. Das ist bekanntermaßen von Vorteil, wenn man nicht nur in einem eng begrenzten Sweet Spot hören möchte, sondern eine angemessen homogene akustische Raumflutung wünscht. Die Übernahmefrequenz für den Magnetostaten wurde mit 5000 Hertz recht hoch gewählt, die darunter liegenden Frequenzen bis 1000 Hertz verantwortet eine auf breiten Abstrahlwinkel gezüchtete „Bärennase“, ein 50-mm-Kalottenmitteltöner. Mit der verbauten „federleichten“ Kalottenmembran und den Flachbandschwingspulen, so Swans, könne man die harmonischen Verzerrungen des Mitteltöners auf ein Minimum reduzieren und einen „nahezu linearen Frequenzganz“ zwischen 800 und 8000 Hertz erzielen.

Die Bärennase:Swans-Mitteltonkalotte
Die Bärennase: Swans-Mitteltonkalotte

Swans-Folienhochtöner

Zu guter Letzt gibt es noch in einer eigenen Gehäusekammer zwei Tiefmitteltöner mit Kevlarmembran, die sowohl den Bass erzeugen, als auch den Kalottenmitteltöner im Bereich der unteren Mitten unterstützen. Der obere der beiden 6,5-Zoll-Woofer reicht hierbei bis an die Übergangsfrequenz von 800 Hertz heran, der untere klinkt sich bei 650 Hertz aus – nach oben hin, versteht sich, denn der Gesamtfrequenzgang wird mit 34 Hz bis 22 kHz bei +/- 3 dB angegeben. Zur weiteren Mobilmachung der unteren Frequenzen wurde der M6 ein Bassreflextunnel spendiert, der an der Frontseite in Form einer optisch durchaus prägnanten Reflexöffnung unterhalb der Bass-Chassis endet.

Tieftöner mit Kevlarmembran

Die M6 erreichten mich glücklicherweise bereits eingespielt, sodass ich nach einem Tag Aufwärmzeit – die Lieferung erfolgte in den kalten Januartagen – gleich in medias res gehen konnte. Und, das darf ich auch gleich zu Beginn sagen, die M6 gehört zu den Lautsprechern, die dem Rezensenten die Arbeit nicht durch die Abwesenheit besonderer Eigenschaften erschweren. Ich mag’s, wenn ein Lautsprecher ein gewisses Profil mitbringt, eine gewisse klangliche Gangart. Und genau das lässt sich guten Gewissens über die Swans-Lautsprecher sagen.

Test: Swans M6F | Standlautsprecher

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