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Hifi Test Stand-Lautsprecher WLM La Scala – Fazit WLM La Scala – Testbericht Lautsprecher, High End-Hifi-Magazin fairaudio

Inhaltsverzeichnis

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WLM La Scala: Monitor und Standlautsprecher

… und sie involviert einen. Allein schon durch die schiere Größe der Bühne, die sie in den Raum stellt. Die Abbildung gerät dabei nicht zu frontal, die La Scala langt nicht nach dem Zuhörer. Aber auf Basis eines perfekt geerdeten (Bass)Fundaments rollt der WLM-Wandler eine weiträumige Klanglandschaft aus – breit und tief. Ich weiß, dass die Lokalisationsschärfe „härter“ ausfallen könnte, aber es ist nichts, was ich tatsächlich (aktiv) vermisse. Gut gefällt mir, dass die Bühne kein „schwebendes Klangwölkchen“ ist, sondern, wenn man so will, mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. Mit einer Röhre betrieben, wird das Klangpanorama nicht kleiner – „ausufernd“ allerdings auch nicht. Zwei MastersounD und einen Lua Röhren-Vollverstärker ließ ich mit der La Scala spielen: In allen drei Fällen geriet es vornehmlich tiefer denn breiter. Das eigentümliche Talent der Glaskolben, Klangschichten zu generieren, kam transparent zur Geltung, genauso wie die berühmten „Luftpölsterchen“ um Stimmen und Instrumente.

Sowieso ist es für den, der’s mag, bestimmt keine schlechte Idee, die La Scala mit einer Röhre zu betreiben. Wundert’s einen bei einem ausgewiesenen Röhrenfreund, wie Herr Frick einer ist? Wohl kaum. Da wird zur Klangabstimmung garantiert der ein oder andere Glaskolben glühen. Vielleicht schließt sich hier auch der Kreis zu dem, was ich eingangs sagte: genügsam. Den Lua 4040 C Amp halte ich für ganz okay, aber nun auch nicht gerade für einen Meilenstein. Zusammen mit der WLM La Scala macht er allerdings eine erstaunlich prächtige Figur. Die La Scala zeigt sich wahrlich nicht überkritisch was die Verstärkung betrifft, jedenfalls ist es mir nicht gelungen, eine schlecht klingende Kombination herzustellen.

Fazit:

Die WLM La Scala bietet für ihre Preisklasse verdammt viel – nur keine audiophilen Mätzchen um ihrer selbst willen. Sie zeigt sich hinsichtlich vorgeschalteter Elektronik genügsam und ziemlich aufstellungsunkritisch. Zudem ist sie an den Frequenzenden justierbar, was als echter Praxisvorteil gelten darf. Die ZU Druid habe ich mal als „richtig gute Musikmaschine“ bezeichnet – und dies lässt sich auch von der La Scala sagen. Nicht, dass beide gleich klängen – aber diese lebhafte, emotionale Art und Weise, mit der die Musik präsentiert wird, dazu die Dynamik und Pegelfestigkeit und, ja, einfach der Spaß an der Sache, das macht die WLM La Scala von der Grundphilosophie her ähnlich. Und mir deshalb hochsympathisch.

  • Die WLM La Scala bietet eine erstklassige Basswiedergabe. Der Bass reicht sehr tief hinunter, ist gleichzeitig federnd sowie mit Gripp und Definition versehen. Ein herrlich schwarzes Fundament, das in dieser Klasse seinesgleichen sucht.
  • Die Mitten zeichnet die La Scala überzeugend und natürlich. Sie ist grundtonstark und verleiht hierdurch Instrumenten einen ausdrucksstarken Körper. Gleichzeitig werden Klangschattierungen in keiner Weise verdeckt.
  • Die Höhen geraten offen und detailliert. Der Pegel lässt sich um 3 dB in beide Richtungen justieren, so kann je nach Hörraum, Geschmack oder gar nach Aufnahme Feintuning betrieben werden. Wer Höchstleistungen in Sachen Auflösung sucht, könnte allerdings etwas vermissen.
  • Die WLM La Scala spielt lebhaft und rhythmisch, in Sachen Dynamik zeigt sie sich sehr sattelfest – insbesondere grobdynamisch. Freunde von Drums, Perkussion und geslappten Bässen werden breit lächeln.
  • Die La Scala ist pegelfest, sie komprimiert nicht, sie kippt tonal nicht – mit ihr lässt sich eine Party feiern.
  • Die La Scala versteht es, eine große Bühne in den Raum zu stellen. Die Abbildung gerät frei und dabei „erdgebunden“, aufgrund des soliden Bassfundaments. Die Lokalisationsschärfe ist gut, aber es gibt Steigerungsmöglichkeiten – die ich allerdings nicht groß vermisse.

Fakten:

  • Modell: WLM La Scala Standlautsprecher
  • Konzept: 2-Wege Bassreflex / passiv
  • UVP: 2.990 Euro / Paar
  • Wirkungsgrad: 93 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 8 Ohm
  • Maße und Gewicht: 103 x 25,6 x 27,3 cm (HxBxT) / 24 kg pro Stück
  • Sonstiges: Pegelsteller für den Hochton (+/- 3 dB), Frontbespannung optional (180 Euro/Paar), Bassentzerrung via „Diva Control“ oder „Passive Control“ möglich.
  • Web: www.wlm-loudspeakers.com
  • Telefon: + 43(0)5522-44641

Test: WLM La Scala | Standlautsprecher

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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