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Test Hifi Standlautsprecher Elac FS 67 FS67 Boxen Test-Bericht Stereo

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Hörcheck …

Zwei Dinge überraschten mich gleich nach dem Auspacken, sprich beim ersten kurzen Check: Erstens klang es schon recht „entwickelt“, obgleich die Einspielzeit der fabrikneuen Boxen zu diesem Zeitpunkt exakt „Null“ betrug. Zweitens hätte ich vielleicht – wie es für Wandler aus dem Hause Elac ja nicht untypisch wäre – eine tendenziell etwas frischere Gangart erwartet. Aha, schon mal interessant …

Nach einigen Tagen Einspielzeit und dem Hören einiger routinemäßig eingelegter Test-CDs, wollte ich der Elac FS 67 zunächst mit Badawis Album The Heretic Of Either näher auf den Zahn fühlen:

badawi

Der in Jerusalem geborene, zwischenzeitlich unter Beduinen lebende und nun in New York wohnende Musiker Raz Mesinai bedient sich auf The Heretic Of Either eindrucksvoll virtuos allerlei Handtrommeln arabischen, persischen bzw. afrikanischen Ursprungs (wie z.B. Darbuka bzw. Dumbek, die am ehesten noch an die hierzulande wohl bekannteren, aus Lateinamerika stammenden Congas erinnern, von der Form her aber nach unten deutlich schmaler bzw. taillierter verlaufen). Neben einem Santur (eine Form der Zither) gelangen aber auch „westliche“ Instrumente wie Cello und Violine zum Einsatz.

Das Stück Enter The Heretic gerät tonal sehr vielschichtig: Satte Bassläufe, der metallische Klang von Zimbeln (ein Instrument in Form zweier Teller, vergleichbar mit Hi-Hat/Becken) und besagtes Cello sind hier (unter anderem) zu vernehmen und beanspruchen quasi den kompletten Frequenzbereich. Recht rhythmisch ist’s zudem, dieses Stück. Insgesamt also kein leichter Job für einen Lautsprecher – welchen die Elac Fs 67 aber erstaunlich gut löst:

Klar, der maximal erzielbare Schalldruckpegel ist nun mal direkt vom Luftvolumen abhängig, das verdrängt werden kann, und die FS 67 verträgt mit ihren beiden 14er Treibern insbesondere bei solch bassintensiven Stücken keine Pegelorgien, das sei an dieser Stelle schon mal gesagt; dennoch zeichnet sie bei gemäßigten Lautstärken unten rum erstaunlich sauber – und tief. Ja, recht konturiert und gut integriert geben sich die unteren Lagen.

Aber auch oben rum weiß die kleine Elac zu gefallen: Kälte, ungebührliche Analytik oder Aufdringlichkeit verströmt die Hochtonkalotte schon mal keinesfalls –hochtoener das rhythmische Spiel der Zimbeln gerät sogar ausgesprochen körperhaft, hinreichend aufgelöst und fast ein kleines bisschen weniger zackig-agil als ich es sonst gewohnt bin. Auch dem Santur, dem auf der CD gar ein eigenes Stück gewidmet wurde und in diesem beinahe an ein (metallisch klingendes und mit langem Nachhall versehenes) Klavier erinnert, ist – wenn’s über die FS 67 geht – jedwede unangenehme Härte oder Strenge fremd. Sehr gefällig bzw. angenehm timbriert wirkt es vielmehr …

An diesem erfreulichen Umstand ist aber sicherlich auch der Mittenbereich nicht ganz „unschuldig“: Zumal das – im Vergleich zum Santur tonal tiefer angesiedelte – Cello ebenfalls angenehm warm, körperhaft sowie sonor gerät und darüber hinaus dessen klangliche Textur in recht feinsinniger Weise aufbereitet wird.

Ja, meine schon beim vorherigen „Einhören“ gewonnenen Eindrücke bestätigten sich bei Enter The Heretic aufs Neue – ein augenscheinlich durchweg angenehmer, „musikalischer“ Zeitgenosse, dieser kleine Standlautsprecher …

Test: Elac FS 67 | Standlautsprecher

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