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Test Hifi Lautsprecher AuCantus V8F – Accuphase E-212 / Thiel CS 2.4 – Test-Bericht Stereo

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itnNicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang – auch, wenn man sich’s aufgrund des bisher Gesagten schon fast denken kann -, dass die AuCantus V8F die Sprachverständlichkeit hervorragend unterstützt: Ob dies nun von Violinen begleitete Männerstimmen (Sol Invictus, Album: Trees In Winter) oder die von sanften Synthesizer-Klängen umspülte Stimme der Sängerin Dolores Marguerite C. (In the Nursery, Album: Praxis) betrifft. Es tönt stets angenehm geschmeidig und voll, auch bei der oftmals kritischen Darstellung der Sibilanten läuft es nie Gefahr, ins Artifizielle oder gar Zischelige abzudriften.

Ja, forsch aufzutreten ist die Sache der AuCantus V8F grundsätzlich nicht – auch den Bass betreffend, der für eine Standbox dieser Größe ansonsten aber standesgemäß tief nach unten reicht. Die V8F überzeugt in ihrer Gesamtheit eher durch eine kultiviert-elegante Spielart – ein Draufgänger in Sachen Druck und Dynamik ist sie weniger. Sobald es musikalisch etwas schmissiger wird (obwohl „schmissig“ die brachialen Klangexperimente auf der von mir zum ultimativen Check mal eingelegten CD Your Desire Is My Business der New Yorker Formation Services nur sehr unzureichend beschreibt), mag der eine oder andere sich ein insgesamt etwas zupackenderes Naturell wünschen.

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Schmutzige E-Gitarren oder abrupt ein- und aussetzende Sequenzer-Beats bretthart in Szene zu setzen, ist beispielsweise nicht unbedingt die Domäne der AuCantus. Zudem bekommt es ihr sichtlich besser, wenn etwas kräftiger tönende oder zumindest im Bass saftiger agierende Verstärker angeschlossen werden. Selbst über meinen Accuphase E-212, der nun nicht für ausnehmend druckvollen Klang, aber zumindest für eine gewisse Vollmundigkeit im Bassbereich steht, fand ich es deutlich stimmiger, wenn auch weniger aufgeräumt klingend als über meine doch vergleichsweise „drahtig-neutral“ abgestimmte Myryad MXA 2150 Endstufe.

Auch in puncto Bühnenabbildung gibt sich die AuCantus eher integriert als, sagen wir mal, extrovertiert: Während eine Thiel CS 2.4 (allerdings ist diese auch eine echte Benchmark auf diesem Gebiet) einzelne Elemente des von elektronischen Klängen dominierten Albums Vultures (von David Gilmour Girls) greifbar-plastisch, offensiv und ortungsscharf in den Raum stellt, fächert die V8F nicht ganz so stark auf – sie betont weniger die Plastizität von Einzelereignissen, um vielmehr auf Geschlossenheit und eine gewisse Lässigkeit im Klangbild zu setzen.

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Nun, der insgesamt zu attestierende unaufgeregte Charakter kommt schlussendlich auch dadurch zum Tragen, dass die V8F „sehr rein“ spielt. Das Thema Verzerrungsarmut haben die Chinesen offenbar recht ordentlich in den Griff bekommen – achten Sie beim Probehören doch einmal darauf, wie sauber beziehungsweise wie wenig nervös sich das Klangbild der AuCantus V8F gibt.

Test: AuCantus V8F | Standlautsprecher

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