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Test Hifi Lautsprecher AuCantus V8F – Bändchen-Lautsprecher – Test-Bericht Stereo

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  1. 3 Test Hifi Lautsprecher AuCantus V8F - Bändchen-Lautsprecher - Test-Bericht Stereo

Hingehört …

Mal vorweg: So richtig verliebt habe ich mich bisher in recht wenige mit Bändchenhochtönern versehende Wandler. Zu häufig vermittelten mir solche Lautsprecher (und wenn’s mitunter auch in nur subtil wahrnehmbarer Ausprägung passierte) das Gefühl, den Hochtöner in einer gewissen Art und Weise heraushören zu können, eben so, als sei er beim Spielen nicht vollständig eins mit dem Rest der Treiber – da konnten sich die Messschriebe noch so neutral geben.

Und genau in dieser Beziehung ließ mich die AuCantus V8F aufhorchen. Anstatt den Hochton im Vergleich zum Rest des Frequenzbandes besonders vital, strahlend, analytisch, glanzvoll oder sonst wie exponiert geartet erscheinen zu lassen, wirkte dieser vielmehr auf Anhieb stimmig, integriert und angenehm körperhaft. Ich kann mir in diesem Zusammenhang sogar vorstellen, dass es ausgemachte Bändchen-Fans geben mag, die es oben rum prononcierter und strahlkräftiger mögen.

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Ich dagegen finde es gut so. Ziemlich gut sogar. Und um Missverständnissen vorzubeugen: In Sachen Feinauflösung beeindruckt das Hochtonkonzept der AuCantus V8F – eben ganz Bändchen-typisch – allemal, nur ist in dieser Beziehung weder ein Bruch in Richtung Mitten festzustellen noch driftet dabei irgendetwas ins übertrieben Analytische. Die V8F schafft nämlich etwas sehr angenehmes:

Der Sinn fürs Detail kommt bei ihr nicht dadurch zum Ausdruck, dass in seziererischer Manier Einzelereignisse der Musik auf dem Silbertablett präsentiert werden, sondern dadurch, dass die Texturen (die klanglichen Fingerabdrücke) von Instrumenten und Stimmen sehr feinsinnig aufbereitet werden. Becken und Hi-Hats geraten beispielsweise über meine Thiel CS 2.4 prägnanter, aber auch kompakter beziehungsweise weniger aufgefächert. Die AuCantus wird dagegen der subtilen Komplexität solcher Klänge in einer authentischen Art und Weise gerecht, wie ich’s nur selten zu hören bekomme – ganz stark.

ola gjeiloZu dieser Qualität der V8F kommt hinzu, dass nicht nur nach oben hin schön ausgeleuchtet wird, sondern – den Mittenbereich betreffend – Instrumente wie Stimmen rundum eine sehr natürliche Aura verliehen bekommen: So richtig deutlich wurde mir dies (nach nicht zu knapper Einspielzeit) erstmals, als ich im Hörraum abends zusammen mit meiner Freundin ganz entspannt ein Gläschen Rotwein leerte und – eigentlich eher zur Hintergrundberieselung – Ola Gjeilos Album Stone Rose (unspektakuläre, aber sehr emotionale Pianomusik, teils von Violine und Cello begleitet, vinoein echter Tipp!) lief: Obwohl im Grunde genommen gar nicht auf das Musikhören fixiert, zog mich das Gehörte unwillkürlich immer stärker in seinen Bann – so ausgearbeitet, so körperhaft, so „echt“ wurden die Klangfarben des Pianos gezeichnet, dass tatsächlich schon fast so etwas wie eine Bar-Atmosphäre im Hörraum aufkam. Ja, „livehaftige“ Pianomusik passt bekanntermaßen ganz ausgezeichnet zu Rotwein (von mir aus auch anders herum).

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Test: AuCantus V8F | Standlautsprecher

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