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Test Hifi Lautsprecher AuCantus V8F – Bändchenhochtöner, Impedanz- Test-Bericht Stereo

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Test Hifi Lautsprecher AuCantus V8F - Bändchenhochtöner, Impedanz- Test-Bericht Stereo

Äußerlich …

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… stellt sich die V8F – das Flagschiff der in Deutschland erhältlichen Modellpalette – als ein eine gewisse Noblesse verströmendes Möbel dar, das optisch eher in einen gediegenen Club passen sollte, der von Zigarre rauchenden und die neuesten Wirtschaftsnachrichten diskutierenden Gentlemen frequentiert wird, als in mein doch eher geradlinig-schlicht eingerichtetes Hörzimmer. Zumindest für die zum Test zur Verfügung gestellte, recht dunkle Oberflächenvariante Rosewood in Verbindung mit den goldenen Spikes gilt dies. Aberaucantus auch in Sachen Verarbeitung zeigt sich die V8F als eindeutig der feineren Gesellschaft zugehörig: Ob Spaltmaße, die Qualität der Lackierung, die geschwungene, sich nach hinten verjüngende Formgebung, die Ausarbeitung von Kanten und Übergängen, das verschraubte Bassreflexrohr oder das massive, gut zugängliche Bi-Wiring-Terminal – alles Upperclass, wenn man so will. Mit anderen Worten – und das ist beileibe nicht einfach mal so dahingesagt: Macht schon einen ziemlich hochwertigen Eindruck, das Ganze …

Technik

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Bändchenhochtöner G1

Konzeptionell fällt als erstes sicherlich das für den Hochtonbereich zuständige Bändchen ins Auge (bei Bändchenlautsprechern fungiert die Membran quasi gleichermaßen als Schwingspule, siehe dazu auch unser Lexikon). AuCantus verspricht sich hiervon die üblichen, auch sonst allenthalben zu hörenden Vorteile: Für Verzerrungsarmut, hohe Auflösung und „Schnelligkeit“ soll der 15cm lange Alustreifen sorgen beziehungsweise in der Lage sein, zackig und kurzfristig auftretenden Musiksignalen mühelos zu folgen.

Fünfzehn verschiedene Bändchentreiber hält AuCantus übrigens in seinem Produktportfolio bereit – die Entwicklung solcher Wandler scheint so etwas wie das Steckenpferd der Chinesen zu sein. Das in der V8F verbaute Exemplar trägt die Modellbezeichnung G1, weist eine Impedanz von acht Ohm auf, wiegt immerhin 3,8kg und soll in der Lage sein, hoch bis 40kHz zu übertragen. Eine Fertigung von Hand zeichne dieses Exemplar zudem aus, so AuCantus.

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Mitteltöner der AuCantus V8F

Unterhalb von 2.100 Hz kümmert sich dann ein 16,5cm-Treiber mit dem einprägsamen Namen AC165AVM/50SC um den wichtigen Mittenbereich: Eine aus Flachdraht gewickelte, massearme Schwingspule soll im Verbund mit einem Ferrit-Magneten für hohe Belastbarkeit und minimierte aucantusVerzerrungen beim Antreiben der Karbonfasermembran sorgen. Der verbleibende Dritte im Bunde, der Tieftöner namens AC200AVM/75C2C, weist grundsätzliche ähnliche bauliche Eigenheiten auf wie sein Mittelton-Kollege, kommt aber auf 20cm Durchmesser und greift ab 150Hz abwärts und somit recht „spät“ ins Geschehen ein.

Mit einem unkritischen Impedanzminimum von 6,4 Ohm liegt die AuCantus V8F exakt im zulässigen Toleranzbereich für eine „echte“ 8 Ohm Box. Ein Wirkungsgrad von 88dB/1W/1m reißt zwar keine Bäume aus, sollte durchschnittlich leistungsstarke Verstärker aber auch nicht gerade vor ernsthafte Schwierigkeiten stellen. Ansätze von Schwierigkeiten hatte ich dagegen bei den vorgenommenen A/B-Vergleichen: Die auf 110cm Höhe verteilten 53kg Gewicht erfordern beim Hin- und Herwuchten der Lautsprecher jedenfalls schon ein gewissen Maß an Schmackes in Arm und Bein …

Test: AuCantus V8F | Standlautsprecher

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