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Test: SAC Beta und Igel 60 | Vor-End-Kombi, Vorstufe, Endstufe

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  1. 1 Test: SAC Beta und Igel 60 | Vor-End-Kombi, Vorstufe, Endstufe

September 2009 / Ralph Werner

Es war nur die Frage wann, nicht ob die bekannteste Vor/End-Kombi von SAC – die Vorstufe Beta und die Igel 60 Monos – bei mir aufschlagen würde. Schließlich hatte ich nach meinem doch recht begeisterten Test der großen SAC-Endstufe Il Piccolo (4.800 Euro/Paar) ein Interesse daran, herauszufinden, was die deutlich günstigeren „Stacheltierchen“ so können. Als Paar gehen sie für Einsfünf und zusammen mit dem passenden Pre für knapp Zweizwei über den Ladentisch. Schon eine deutlich freundlichere Hausnummer.

Nun ist es soweit: Beta & Igel wurden überarbeitet. Seit ein paar Wochen werden in Essen „völlig neu layoutete Platinen“ bestückt, so Herr Fuchs, der Entwickler des Hauses. Um danach in ein Gehäuse eingebaut zu werden, welches vor einem Vierteljahrhundert (!) schon so aussah … Derart lange gibt es den Igel nämlich schon. Er ist wahrlich keine Eintagsfliege. Und auf neumodischen Kram, wie MK 1, 2 oder 3 auf die Frontplatte zu drucken, wird natürlich auch verzichtet, sieht vielleicht auch doof aus, wenn man schließlich bei 6, 7 oder 8 ankommt …

Am Äußeren der Monos etwas zu verändern, käme nach dieser langen Zeit dann wohl auch einem Sakrileg gleich. Wozu auch? Da ist dieser Niedlichkeitsfaktor, bedingt durch die relative Kleinheit der Komponenten: Chef- und Poser-Allüren werden bei Kantenmaßen von 170 x 82 x 205mm jedenfalls nicht überstrapaziert. Die Vorstufe Beta besitzt ganz ähnliche Abmessungen, so dass man das Trio fast auf einer einzigen Regalfläche unterbringen kann (aber wirklich nur fast, schade eigentlich). Doch Niedlichkeit ist nicht alles: Der charakteristische „Stachelkranz“ der Endstufen – die umlaufende Kühlrippe – hat ihr nicht nur den Namen „Igel“ eingebracht, sondern ist im Sinne der Idee „Form folgt Funktion“ nur konsequent. Abwärme soll nach draußen, wozu die Kühlelemente also verhüllen?

SAC Beta Vorstufe

Bei der Vorstufe Beta lässt sich allerdings darüber streiten, ob der Eingangswahlschalter wirklich das Nonplusultra moderner Formgebung darstellt. Das Ding schaut aus und fühlt sich so an wie ein schwarzgefärbter Fischertechnik-Bauklotz und klackt derart massiv, wie sonst nur noch diese Drehschalter fürs Licht in ganz alten Häusern. Irgendwie ist das aber auch schon wieder cool. Als Herr Fuchs mir mitteilte, dass der kantige Knebel „nur“ gekapselte Relais neuster Bauart antriggert, anstatt was amtlich-altertümlich Mechanisches umzulegen, war ich fast enttäuscht …

Test: SAC Beta und Igel 60 | Vor-End-Kombi

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