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Test-Fazit: Rega RP1

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  1. 4 Test-Fazit: Rega RP1

In der Basis-Preisklasse bis etwa 500 Euro ist mit Ausnahme der ähnlich puristisch konzipierten Wettbewerber von Pro-Ject wenig los. Schön, dass Rega in dieser Region eine wirklich ernstzunehmende Alternative bietet.

Rega RP1

Der Rega RP1 kommt fertig vormontiert beim Kunden an, lediglich das Tonarmgewicht muss aufgesteckt werden, dann kann es schon losgehen. Bereits in seinem Auslieferungszustand mitsamt dem Tonabnehmer-Methusalem Ortofon OM 5 E liefert der leichte Plattenspieler eine überzeugende Vorstellung ab, spielt mitreißend quirlig, frisch und mit Elan. Das macht Laune und haucht alten Vinylschätzen neues Leben ein.

Dass er den Präsenzbereich bevorzugt und sich sowohl unten- als auch oben heraus etwas zurückhält, dabei auch die Raumaufteilung eher überschaubar gestaltet, darf man ihm nicht übel nehmen. Er ist ein Charmebolzen, immer darauf bedacht, seinem Zuhörer ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Und das macht er prima. Zudem hat er Potenzial: Er wächst mit anspruchsvolleren Tonabnehmern deutlich über sich und seine Preisklasse hinaus. So kann der „Einsteiger“ durchaus zum Partner für viele Jahre werden – da passt es gut, dass Rega großzügige zehn (!) Jahre Garantie einräumt.

Der Rega RP1 …

  • überzeugt mit seinem quirligen und sehr engagierten Charakter.
  • bevorzugt den Präsenzbereich. Die so wichtige Stimmlage tönt hierbei gleichwohl sehr natürlich und mit feinem Schmelz.
  • ist mit dem Tonabnehmer Ortofon OM 5 E keine Bassmaschine, die Kelleretage reicht nicht sonderlich weit hinab, wird aber sauber und „zackig“ dargestellt.
  • nimmt sich am obersten Frequenzende zurück, weswegen Feinstauflösung und Transparenz bis in kleinste Verästelungen seine Sache nicht sind.
  • wird in seiner Performance durch das montierte MM-System limitiert. Mit anspruchsvolleren Systemen kann er deutlich mehr, vor allem in Sachen Tiefton, Auflösung und Raumabbildung.
  • ist recht sensibel gegenüber äußeren Einflüssen (Trittschall, Netzleitungen). Eine Aufstellung auf penibel geradem Untergrund und mit guter Entkopplung sollte Pflicht sein.

Rega RP1

Fakten:

  • Konzept: Plattenspieler mit Riemenantrieb
  • Preis: 350 Euro
  • Farben: Weiß, Grau, Schwarz
  • Geschwindigkeiten: 33 1/3 und 45 U/min
  • Maße & Gewicht: 45 x 12 x 38 cm (B x H x T), 4,1 kg
  • Sonstiges: Vormontierter Tonabnehmer (MM) Ortofon OM 5 E, Staubschutzhaube und Filzmatte im Lieferumfang
  • Garantie: 10 Jahre

Vertrieb:
TAD Audiovertrieb GmbH
Aich 3 | 83112 Frasdorf
Tel.: 08052 – 957 32 73
eMail: hifi@tad-audiovertrieb.de
Web: www.tad-audiovertrieb.de

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Test: Rega RP1 | Plattenspieler

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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