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Test Hifi Plattenspieler Dr. Feickert Analogue DFA Twin – Papst DC-Motor, Setup Tonarm

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  1. 3 Test Hifi Plattenspieler Dr. Feickert Analogue DFA Twin - Papst DC-Motor, Setup Tonarm

Auch das Lager scheint ungewöhnlich: Es ist ein invertiertes, allerdings weist es nicht die übliche Lagerkugel auf, sondern stattdessen eine Art sanft abgerundete Kappe. (Während der Testperiode bekam ich übrigens ein Lager-Upgrade, welches sehr leicht zu montieren war – es wird einfach auf die Lagerachse geschraubt.) Das Lager besteht aus Edelstahl und wird – eine echte Ausnahme! – mit Fett statt mit Öl geschmiert. Okay, Fett besitzt willkommene dämpfende Eigenschaften – nichtsdestotrotz stellt es eine ziemlich eigenwillige Schmiermittel-Wahl dar.

DFA Twin Lagerachse

Der Antrieb ist mindestens genauso außergewöhnlich: Eine spezielle Variante eines Papst DC-Motors inklusive Schnittstelle für den PLL (eine Phasenregelschleife) Controller – letzterer ist eine Eigenentwicklung aus dem Hause Feickert. In diesem Controller arbeitet ein ungewöhnlich jitterfreier Oszillator, welcher eine Abweichungsgenauigkeit von circa 1:17.000.000 aufweisen soll – wie dementsprechend auch das niederfrequente PLL-Signal. Die Spannungsregulierung für den Motor ist ebenfalls eine Dr. Feickert-Eigenentwicklung – er behauptet, dass bei ihr der Signal-Rausch-Abstand (LEXI) höher ausfalle, als bei allen derzeit bekannten Batterie-Spannungsquellen.

In der neusten Version des Twin wird ein Kevlar-String zur Antriebsübertragung genutzt. Der vom Hersteller angegebene Wow & Flutter-Fehler liegt für einen riemenangetriebenen Plattenspieler sehr niedrig: +/- 0,09% im Neuzustand und, wenn das Lager sich eingelaufen hat, sogar bei nur +/- 0,04%. Die rechte Spannung für den String zu finden, ist allerdings schon eine Kunst für sich … Der Motor sitzt übrigens in einem eleganten Edelstahlgehäuse, welches knapp neben der Basis seinen Platz findet.

Dr. Feickert Twin: Tonarmbasis

Noch etwas: Basen für so ziemlich alle Tonarme des Weltmarkts können problemlos angefertigt werden und auch ein zweiter Arm lässt sich montieren: Hierzu wird einfach das Stangen-Duo (welches schon die erste Basis hält) gegen ein längeres ausgetauscht, das dann auch vorne links am Twin weiter herausschaut.

Setup DFA Twin

Der Aufbau des Plattenspielers geht leicht von der Hand, und während der Monate, in denen der Twin bei mir seine Runden drehte, gab es nicht das geringste (Handling-)Problem. Dies spricht für die durchdachte Ingenieurkunst, die im Twin steckt. Dr. Feickert weiß einfach, worum es geht beim Plattenspielerbau – und das merkt man seinem Laufwerk an, ein erstklassiges Stück Arbeit. Hinsichtlich des hohen Verarbeitungsstandards erinnert es mich ein wenig an einen Porsche – nun, beide Produkte stammen ja auch aus dem selben Land, vielleicht daher die Assoziation.

Aber natürlich ist der Aufbau des Plattenspielers immer das leichtere Stück Weg – der Tonarm und die Systemjustage sind die eigentlichen Hürden, sie entscheiden darüber, ob’s nun klingt oder nicht. Ja, die Qualität eines erstklassigen Laufwerks kann leicht durch eine nachlässige Tonabnehmerjustage völlig aufgehoben werden. Früher hatte ich viel mehr Geduld bei solchen Dingen, ich konnte mich durchaus hochkonzentriert vier-fünf Stunden damit beschäftigen. Wenn ich es nun nicht innerhalb von einer Stunde auf den Punkt bringe, verlassen mich die Kräfte … Das ist auch der Grund, warum ich mich schon auf das Setup-Programm von Dr. Feickert freue.

Test: Dr. Feickert DFA Twin | Plattenspieler

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