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Minipod S – Grundsätzliches

Inhaltsverzeichnis

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Was wird technisch geboten? Ein klassisches Zweiwege-Bassreflexsystem mit einem 10cm-Tiefmitteltöner und der eingangs erwähnten, auffälligen Kevlar-Membran – sowie eine 1,9cm-Kalotte. Die Bassreflexöffnung befindet sich auf der Frontseite mittig unterhalb des Tiefmitteltöners. Mit 89 dB/W/m kann die Empfindlichkeit des Lautsprechers als durchweg praxisfreundlich bezeichnet werden, was wohl auch der vergleichsweise einfachen, aus fünf Komponenten bestehenden Frequenzweiche zu verdanken ist. Der herstellerseitig attestierte Frequenzgang (60Hz bis 25kHz bei -6 dB) deutet bereits an, dass von diesem Lautsprecher keine Basswunder zu erwarten sind.

minipod weiche

Die Gummibärchenform befriedigt laut Hersteller zu gleichen Teilen akustische und optische Bedürfnisse. Die rundlichen Lautsprecherformen sollen den Schall gleichmäßiger im Raum verteilen (Stichwort: Abstrahlverhalten), innerhalb des Lautsprechergehäuses stehende Wellen und außen unerwünschte Kantenreflexionen vermeiden. Im Grunde wird hier tatsächlich ein stark reduziertes Nautilus-Konzept realisiert, von dem sich Derivate auch in anderen B&W-Lautsprechern finden lassen: Die B&W 800er Serie wartet ebenfalls mit separatem Hochtöner in Tropfenform, Kevlar-Tiefmitteltönern und – bei der 800 und 802 – getrennten, tropfenförmigen Gehäuseeinheiten für Mittel- und Hochtöner auf. Und ja – in der Tat handelt es sich bei den Minipod S um optisch besondere Lautsprecher, an denen der Blick beim Durchstreifen eines Wohnraums durchaus hängenbleiben kann.

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Beim Auspacken fallen dem Rezensenten auch noch drei recht lange, spitz zulaufende Spikes mit kleinen Gummifüßchen in die Hände. Die dickeren, kugelförmigen Enden kann man in die drei dafür gedachten Löcher in der Unterseiteminipod der Lautsprecher stecken und arretieren – und die Lautsprecher damit etwa sieben Zentimeter höher aufstellen. Sie sehen dann noch etwas interessanter aus, nämlich wie eine Kreuzung aus einer Nautilus, einem Gummibärchen und einem Sputnik-Satelliten. Beim Befestigen dieser Spikes ist Vorsicht geboten, weil sich die Gummifüßchen gern lösen, herunterfallen und dann beispielsweise auf dunklem Teppich zu faszinierenden Suchspielchen einladen. Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass die Minipods eine weitere Gewindeöffnung in der Bodenplatte haben, sodass man sie entweder an optional erhältlichen Wandhaltern oder speziellen, recht schlicht und hübsch geformten Ständern befestigen kann.

Was erwarte ich von diesem Lautsprecher?

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Aufgrund seiner Physis macht es keinen Sinn, ihn gegen Standlautsprecher oder normale bis größere Kompaktlautsprecher antreten zu lassen, und daher verzichte ich erst einmal darauf, die Minipods an die „große“ Anlage zu hängen,est sondern verkabele sie zunächst mit meinem Computer-Setup – meine komplette CD-Sammlung ist Gott sei Dank ja mittlerweile lossless gerippt. Zum Setup: Am Rechner (ein PC) hängt ein Edirol FA-66 Firewire-Audio-Interface, das ein durchaus sauberes Analogsignal ausspuckt. Von dort geht’s in den kleinen, aber ohoen Trends Audio TA-10.2SE-Vollverstärker, der das Nachfolgemodell des bereits getesteten TA-10.1 ist, für die beschämenden 229 Euro Kaufpreis recht knackig klingt und noch dazu weniger Platz wegnimmt als zwei Dosen Thunfisch. Nun also die Minipod S Böxlein angeleint und ein erstes Herantasten mithilfe des Esbjörn Svensson Trios – Strange Place for Snow.

Der erste Eindruck ist, nun ja, ein wenig verhalten, reichlich „mittig“, allerdings wurde ich auch vorgewarnt, dass die hier fabrikneu gelieferten Lautsprecher großzügig Einspielzeit brauchen. Also phasenungleich verkabelt, gegenübergestellt, rein in den Karton, Deckel zu, ein paar Tage eingrooven.

Test: Scandyna Minipod S | Kompaktlautsprecher

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