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Luxman

Vorstellung Luxman D-05

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Vorstellung Luxman D-05

Der Abspielmechanismus ist ein Eigengewächs – man scheint darauf recht stolz zu sein, jedenfalls prangt der schöne Namen LxDTM (Luxman Original Disc Transport Mechanism) auf der Abdeckhaube, unter der das Laufwerk steckt.

Luxman-Laufwerk

Luxman D-05 - Blick aufs Laufwerk

Die Konstruktion zeige sich in hohem Maße renitent gegen externe Vibrationen, heißt es. Mitverantwortlich dafür sei die sogenannte SSB-Technik. Die Abkürzung steht für „Stabilized Support Block“ und bezeichnet den Umstand, dass um die eigentliche Mechanik herum noch mal ein eigenes, resonanzendämpfendes Chassis gebaut wurde.

Dämpfung beim Laufwerk
Beim Luxman D-05 finden sich an bestimmten Stellen im Gehäuse Resonanzdämpfer aus Schaumgummi – so auch beim Laufwerk

Die Ausführung dieses Chassis sei im Vergleich zum Flaggschiff-Player D-08 der einzige Unterschied beim Laufwerk: Während es bei diesem aus 8 mm starken Alu/Stahl-Platten aufgebaut ist, kommt beim D-05 (und D-06) „lediglich“ 1,2 mm starkes Stahlblech zum Einsatz.

Foto des Laufwerks des D-08
Foto des Laufwerks des Luxman D-08

Alles andere sei identisch. Interessant wäre nun freilich, „alles andere“ zu erfahren, doch zu tiefgehenden technischen Details gibt sich das Unternehmen recht bedeckt. Seltsam, aber nun gut.

Luxman LxDMT-Laufwerk

Mir fallen drei Dinge zum Luxman-Laufwerk auf: 1. Der Lademechanismus ist zielgruppenkonform designt worden – sehr elegant, wie sich die samtig beschichtete Aluminium-Druckguss-Schublade in gemächlichem Tempo öffnet und schließt, da freut sich der Highender – und andere sagen Schnickschnack.

Luxman D-05 - Lade

2. Laufwerksgeräusche gibt es so gut wie gar nicht, das Ding dreht superleise. 3. Wie öfter bei SACD-Spielern der Fall: Es braucht schon ein bisschen Zeit, bis die Disc eingelesen ist, so um die 15 Sekunden können da vergehen. Und ich habe wahrlich auch schon mal schneller geskippt …

CD-Lade beim Luxman D-05

Was die Verarbeitung betrifft, gibt sich der Luxman D-05 außen und innen wie aus dem Ei gepellt. Der Player wiegt knapp 15 kg, gehört also durchaus zu den massiven Vertretern der Zunft. Gleichwohl schaut es – zumindest äußerlich – nicht nach überbordender Materialschlacht aus. Im Innern schindet besagte Laufwerksbox schon etwas Eindruck, wie auch dieses setzkastenmäßige Grundlayout: Akkurat hinterm Abspielmechanismus der Trafo – übrigens mit drei getrennten Abgriffen für das Laufwerk, die Digital- und die Analogsektion versehen, die Steuerungsschaltung besitzt ihren eigenen (kleineren) Transformator (nicht im Bild) -, in der „großen Kiste“ rechts die Spannungsaufbereitung und die eigentliche Audioschaltung, in der kleinen vorne das Display und die Steuerfunktionen.

Ausstattungsseitig ist der Luxman D-05 mit dem Nötigen versehen worden, mit viel mehr allerdings nicht. Was das heißen soll? Nun, zum Beispiel, dass alle Grundfunktionen eines (SA)CD-Spielers mit an Bord sind – im Gegensatz zu Dingen wie unterschiedliche Digital-Filtereinstellungen oder DSD-zu-PCM-Konversion, die in dieser Preisklasse durchaus schon mal gesichtet wurden (und über deren Sinnhaftigkeit sich trefflich streiten lässt). Was in letzter Zeit auch öfter anzutreffen ist, sind regelbare Ausgänge, oder irre ich mich da, dass dies wieder moderner geworden ist? Wie auch immer – beim D-05 gibt’s einen solchen nicht. Aber das fixe Ausgangssignal steht, aufbereitet von der symmetrischen Ausgangsstufe, eben auch symmetrisch und nicht nur unsymmetrisch zum Abgriff bereit.

Luxman D-05 - Rückansicht
Rückansicht des Luxman D-05: zwei Analogausgänge (symmetrisch und unsymmetrisch), zwei Digitaleingänge (koax und optisch) und ein optischer Digitalausgang stehen bereit

Dass der Luxman D-05 einen Digitaleingang besitzt, der bis zu 24 Bit/96 kHz Auflösung akzeptiert, ist sehr erfreulich. Das Ganze funktioniert allerdings nur über S/PDIF (koaxial und optisch), einen für manchen „Computerhörer“ sicherlich willkommenen USB-Eingang sucht man vergebens. Das meine ich mit „dem Nötigen“. Der Luxman ist in erster Linie ein klassischer, highendiger Disc-Player, der auch als DA-Wandler dienen kann – aber keine digitale All-In-One-Lösung inklusive Vorstufenfunktionalität.

Test: Luxman D-05 | CD-Player

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