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Klang Logitech Transporter …

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So, jetzt komme ich endlich zum Klang. Als ich nach Berlin gezogen bin und erste Kontakte mit aus den neuen Bundesländern stammenden Kommilitonen, Arbeitskollegen usw. knüpfte, stellte ich bei allen Gemeinsamkeiten auch verblüffende Unterschiede in der Sprache fest. Neben dem häufigenlogitech transporter Gebrauch der Formulierung „das fetzt“ war das vor allem die unterschiedliche Wertung des Wortes „einwandfrei“. Für mich als „Wessi“ bedeutet „einwandfrei“ in etwa „na gut, funktioniert“. In Schulnoten ausgedrückt entspricht das etwa einer 3, also befriedigend. Im Gegensatz dazu meint „einwandfrei“ im „Osten“, dass es wirklich überhaupt nichts zu meckern gibt. Im Rahmen dieser Übersetzung hat „einwandfrei“ also durchaus schon sowas wie Superlativ-Status. Wenn ich den Klang des Logitech Transporters mit einem Wort zusammenfassen soll, kann ich nur sagen „einwandfrei“ – in der Bedeutung „Ost“. Und wenn es nach mir ginge, sollten Sie jetzt zufrieden sein. Ich würde die Zeit gerne nutzen, weiter durch meine Musiksammlung zu surfen. Protest? Na gut, dann eben etwas ausführlicher:

Im Vergleich zu meinem, zugegebenerweise dynamisch manchmal fast zum Nervösen tendierenden, Creek 43 mk II fällt mir als erstes die Ruhe und Souveränität auf, die die klangliche Darbietung des lisa bessengeTransporters bestimmt. Einen meiner aktuellen Lieblingstracks, „Blue Suede Shoes“ von der CD „A Sigh A Song“ des Lisa Bassenge Trios mag ich unter anderem wegen seines hohen Mitwipp-Faktors. Der wird auch durch die der Wiedergabe von gerippten und gestreamten Daten über den Transporter nicht geringer. Die musikalische Darbietung Lisa Bassenges scheint aber an Selbstbewusstsein gewonnen zu haben – auch der Bass legt an „Schwärze“ und Kontur zu.

Ein Wechsel auf Klassik bringt weitere Talente des Transporters zutage. Er transportiert auch ein großes Orchester mühelos und sicher in meinen Hörraum. Ob es sich um Beethovens Neunte in einer (bombastischen) Einspielung der Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan handelt (die zwei Chöre des Presto – allegro assai nimmt der Transporter locker mit) oder um „In der Halle des Bergkönigs“ aus der Peer Gynt Suite 1 – die Darbietung wirkt nie komprimiert, die Bühne nie zu klein, dynamische Grenzen kennen höchstens meine Lautsprecher.

logitech transporter

Ach ja, „fetzen“ kann er auch. Ich habe zur Abwechslung mal zur CD „Indigo Swing“ von Indigo Swing gegriffen … und die Post ging ab. Und wenn ich Ihnen jetzt noch gestehe, dass ich mich gerade im Bereich der Neuen Musik umtue und Stockhausen für mich entdecke, halten mich sicher einige für endgültig übergeschnappt. Zumindest so lange, bis Sie ein paar Stücke über den Transporter gehört haben. Der bringt beispielsweise die eigentümliche Spannung des „Mantras“ so intensiv zur Geltung, dass man zu begreifen beginnt, was diese Musik „will“. Ok, bevor ich mich jetzt auf Diskussionen einlasse, denen ich nicht wirklich gewachsen bin, breche ich an dieser Stelle ab. Klanglich gehört der Logitech Transporter aber auf jeden Fall zu den Geräten, bei denen es definitiv nicht viel zu bekritteln gibt. Neutral und ohne erkennbare Richtung oder charakteristischen Sound gehört er für mich fast schon zur Kategorie „Werkzeug“, wogegen andererseits aber der hohe Spaßfaktor spricht …

Die vorzüglichen DA-Wandler und Ausgangsstufen des Transporters lassen sich aber nicht nur für Daten aus einem Netzwerk nutzen. Neben Ethernet-Buchse und WLAN Antennen finden sich auf der Rückseite des Transporters Anschlüsse für nahezu alle gängigen digitalen Verbindungen: Koaxial, optisch, BNC S/PDIF und symmetrisch AES/EBU. Wer will, kann den Transporter auch mit einer externen Taktquelle synchronisieren. Der Vielzahl der professionellen Eingänge stehen die Ausgänge in nichts nach. Das analoge Ausgangssignal steht sowohl unsymmetrisch an Cinchbuchsen als auch symmetrisch an entsprechenden XLR-Ausgängen zur Verfügung.

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Wenn Sie unbedingt wollen, können Sie den Transporter auch als Wireless-Bridge benutzen. Dann transportiert er nicht nur Daten zu ihrem Verstärker, sondern liefert über WLAN empfangene Daten auch digital via Ethernet-Kabel an andere, nicht WLAN Geräte weiter.

Und falls es doch mal nur darum geht, Musik zur Hintergrundberieselung einzusetzen oder neue Anregungen für die eigene Musiksammlung zu bekommen: Ist der Transporter über seinen Netzwerkanschluss ans Internet angebunden, kann er direkt auf Internet-Radiostationen zurückgreifen. Und wenn Sie wollen, zeigt er Ihnen auch gleich abonnierte RSS-Feeds – beispielsweise von fairaudio – auf seinem hübschen Display an.

Sie können mit dem Logitech Transporter noch weitere digitale Services, etwa Audio-Podcast, nutzen. Müssen Sie aber nicht. Alle technischen Möglichkeiten, die der Transporter bietet, zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Das Schöne ist ja: man muss die Vielzahl der Möglichkeiten nicht nutzen. Man kann den Transporter, wenn er einmal eingerichtet ist, schlicht als unheimlich gute Musikquelle einsetzen. Dabei ist er leicht und intuitiv zu bedienen. logitech transporterUnd wenn man will, darf man sich ein wenig an den zappelnden VU-Metern erfreuen, die auf dem rechten Display dargestellt werden. Man kann aber auch die umfangreichen Möglichkeiten des Transportes nutzen, sich mit weiteren digitalen Diensten beschäftigen oder die VU-Meter, anstatt als Zeiger, als Balken oder als Spektrumanalysator darstellen lassen, oder man kann mit den zahlreichen Möglichkeiten, die die digitalen und analogen Anschlüsse bieten, experimentieren, oder, oder, oder, …

Test: Logitech Transporter | Netzwerk-Player

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