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Test-Fazit ZU Audio Presence

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit ZU Audio Presence

Der Stand-Lautsprecher Presence von ZU Audio ist sicherlich nicht jedermanns Liebling – ihn deshalb in die Exotenecke schieben zu wollen, passt aber auch nicht. Die Independent-Attitüde der US-Jungs mag der eine erfreulich finden und der andere etwas albern – eine Entscheidungsgrundlage zum Kauf / Nicht-Kauf sollte sie freilich nicht sein. Zeigt man sich auch von der äußeren Erscheinung dieses Wandlers ziemlich unbeeindruckt, bleibt letztlich das Wesentliche übrig, worüber man sich klar werden muss – mag ich den Klangcharakter der Presence oder nicht?

Man sollte ein Faible für echte Full-Range-Wiedergabe besitzen – und natürlich auch den Raum dafür (wobei es in meinen 25qm tadellos klappte) – vor allem aber eine hochdynamische und direkte Ansprache schätzen. So sehr, dass man bereit ist, dafür Abstriche bei anderen Dingen in Kauf zu nehmen. Kein Lautsprecher ist eine eierlegende Woll-Milch-Sau, auch dieser hier nicht. Es scheint mir angemessen, diese Trivialität zu wiederholen, da die ZU Presence alles andere als durchschnittlich tönt, da sie das Dilemma, dass man nicht alles haben kann, deutlicher macht, als andere Wandler – sprich, das Zeug zum Polarisieren hat die Presence. Die Frage ist also – wie immer – was und wie Sie hören möchten …

ZU Audio Presence

Der Klang-Steckbrief:

  • Der Bass zeigt sich vollmundig und konturiert, vor allem aber außergewöhnlich schnell und druckvoll, und das bis ganz nach unten. Dank der Aktiv-Lösung ist eine Anpassung an den Hörraum / den persönlichen Geschmack möglich.
  • Die Mitten sind vor allem eines: unmittelbar und direkt. Dies ist dem Hochwirkungsgrad-Konzept und der vorbildlich dynamischen Spielweise geschuldet. Tonal gehen sie als weitgehend neutral durch, allerdings mit leichtem Hang zur präsenten Darstellung und einem eher sportiv-schlank gehaltenem Grundton – dies sollte bei der Verstärkerwahl (je nach Gusto) Berücksichtigung finden. Aber bitte nicht mit einer „Schlaftablette“ die Kernkompetenz der ZUs ausbremsen.
  • Die Höhen schließen sich bruchlos an den Mittenbereich an. Sie sind deutlich und niemals nervig. Mehr Auflösung ist definitiv machbar.
  • Auf dynamischem Felde lässt sich die ZU Presence nichts vormachen – egal ob fein- oder grobdynamisch betrachtet. Sehr außergewöhnlich.
  • Die Presence bietet ein imposantes Stereopanorama, welches sich freilich eher in die Breite erstreckt, als in die Tiefe. Die Lokalisationsschärfe ist gut, es gibt aber Steigerungsmöglichkeiten. Gleiches gilt für die Körperlichkeit der einzelnen Klangereignisse.
  • Die Presence ist absolut pegelfest. Vielleicht noch ungewöhnlicher: Man kann mit ihr auch sehr gut leise hören, ohne dass einem tonal / dynamisch betrachtet die Füße einschlafen.

Fakten:

  • Modell: ZU Audio Presence
  • Konzept: filterloses Breitbandsystem mit Superhochton-Unterstützung und aktiver Tiefbasseinheit
  • UVP: 10.400 Euro / Paar
  • Ausführungen: Nextel-artige, matte Oberfläche in Black, Charcoral, Cobalt, Phoenix Red, Moss, Sage oder Dune. Hochglanzlack aufpreispflichtig. Siehe Hersteller-Homepage für Beispiele.
  • Wirkungsgrad: 101 dB / 1W / 1m
  • Nennimpedanz: 16 Ohm
  • Maße & Gewicht: 121 x 38 x 33 cm (HxBxT / dreieckiges Gehäuse), 36 kg/Stück
  • Sonstiges: teilaktiver Bass mit integriertem Verstärker, der optional umgangen werden kann, um externe Bassverstärker- & Equalizer-Lösungen zu ermöglichen.
  • Vertrieb: TCG GmbH Tel. +49(0)5921 – 788 49 27

Test: ZU Audio Presence | Aktivlautsprecher, Standlautsprecher

  1. 5 Test-Fazit ZU Audio Presence

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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