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Test Nubert nuVero 4 Testbericht fairaudio Bi-Wiring

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test Nubert nuVero 4 Testbericht fairaudio Bi-Wiring

Praktisches …

Schaut man sich die Nubert nuVero 4 von hinten an, fällt dreierlei auf: Zum einen natürlich die Bassreflexöffnung. Desweiteren ein vorbildlich zugängliches, solides Bi-Wiring-Anschlussterminal. Und zu guter Letzt – und das ist das eigentlich Interessante – die Möglichkeit, mit drei verschiedenen Schaltern zu spielen.

nubert

Die beiliegenden Brücken – siehe im Bild vorne – haben wir für die Hördurchgänge gegen Kabelbrücken getauscht.

Die nuVero 4 erlauben in Sachen Bass, Mittel-, und Hochton nämlich eine Anpassung an den persönlichen Hörgeschmack beziehungsweise an den Raum, in dem sie zu Werke gehen sollen. Der Hochton lässt neben der standardmäßig eingestellten Neutralstellung sowohl eine Anhebung als auch eine Absenkung des Pegels zu. Die Wirkung zeitigt sich – wie in folgender Grafik zu sehen – ansteigend ab ca. 4kHz:

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Quelle: Nubert

Der Eingriff in den Mittelton mittels zweier Schalterstellungen (neutral, prägnant) erfolgt dagegen im Bereich um 2,5kHz herum und geschieht vergleichsweise schmalbandig (Auswirkungen im Bereich von ca. 2 bis 4 kHz), passiert aber in einem Frequenzbereich, bei dem das menschliche Gehör gerade seine höchste Empfindlichkeit erreicht.

Interessanterweise weicht, nubert laut Nubert, an dieser Stelle das messtechnische vom gehörmäßigen Ideal ab, sprich ein axial gemessener linealglatter Mittenbereich kommt (wir reden hier gerade ausschließlich über das spezielle Verhalten der nuVero 4!) bei unseren Ohren weniger gut an als eine kleine Senke in diesem Bereich. Wissenswert in diesen Zusammenhang: Je stärker die nuVero 4 eingewinkelt werden (sich also zunehmend weniger auf Achse befinden), desto kleiner wird die Senke. Zudem treibt auch bei den Nubert nuVero 4 ein Restmaß an den bereits oben beschriebenen Kantenreflektionen sein Unwesen, dessen Auswirkung bei der gehörmäßig optimalen Schalterstellung besser kompensiert wird.

Die Schalterstellung „neutral“ bezieht sich also – was das Mittenband betrifft – auf die gehörmäßig neutrale Justage. Wessen Ohren im Rahmen eigener Hörerfahrungen anderes sagen oder wem messtechnisch linealglatte Frequenzgänge per se über alles gehen, wählt einfach die Schalterposition „prägnant“.

Bass-seitig gibt‘s dann zwischen Ohr und Mess-Maschine keinen Zwist zu vermelden – neutral ist neutral und voluminös voluminös. Fast jedenfalls: Bei kleinen Lautstärken – so ist man bei Nubert der Ansicht – könnte voluminös als „richtiger“ empfunden werden. Ein Sachverhalt, den man ja auch von den im HighEnd-Bereich eher selten anzutreffenden Loudness-Schaltungen her kennt.

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Quelle: Nubert

Aber Nuberts Konzept ist schon noch ein wenig anders: Nein, voluminös macht nicht den Bass dicker, sondern den Rest des Frequenzbandes quasi „dünner“: Der komplette Frequenzbereich ab ca. 90Hz aufwärts erfährt nämlich eine Absenkung (ungefähr um 2,5dB – vergleiche die blaue und rote Linie im oberen Chart), während der eigentliche Bassbereich unberührt bleibt.

Draus ergeben sich zwei Dinge: Erstens und unmittelbar einsichtig: Der Wirkungsgrad sinkt. Zweitens: Der Frequenzgang erfährt eine relative Erweiterung: Nämlich von 49–25000 Hz auf 43–26000 Hz (jeweils +1/–3 dB). Warum? Nun, bei sich über weite Teile des Frequenzbereiches erstreckenden geringeren Pegeln (und damit niedrigeren Bezugsgrößen) werden logischerweise die relativen -3dB Punkte im Hochton sowie im Bass erst später erreicht.

Insgesamt ergeben sich bei der nuVero 4 also 3 x 2 x 2 = 12 verschiedene Abstimmungsvarianten, von denen ich mich nach einigen Hördurchgängen für die standardmäßig zu wählende Kombination (Mitten gehörmäßig optimiert) entschied.

Test: Nubert nuVero 4 | Kompaktlautsprecher

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