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Test: Quadral Aurum 770 | Standlautsprecher

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November 2008 / Martin Mertens

18½ Karat:Das Wort Aurum kommt aus dem Lateinischen und ist die chemische Bezeichnung für das Element Gold (Au). Reines Gold hat 24 Karat. Das entspricht im metrischen System Aurum 1000, d.h. das Metall hat einen Goldgehalt von 1000 ‰ (Promille). Wenn es in diesem Artikel um Aurum 770 geht, handelt es sich allerdings nicht um eine Legierung mit 770 ‰ Goldgehalt, was 18½ Karat entspricht, sondern um Lautsprecher. Genauer um Lautsprecher des in Hannover ansässigen Herstellers Quadral, der seine Premiumprodukte unter diesem „goldigen“ Label laufen lässt.

Modellreihe

Die Modellbezeichnung lässt vermuten, dass es sich nicht um das Topmodell der Aurum Serie handelt. Und richtig, die Aurum 770 nimmt innerhalb der Aurum Produktfamilie die zweitkleinste Position ein. Vier größere Modelle gibt es oberhalb: die Aurum 970 (23,28 Karat) und die Spitzenmodelle, die – vielen sicherlich bekannt – Titan, Vulkan und Montan heißen. Nach unten rundet der Kompaktlausprecher Aurum 370 die Modellreihe ab (der bereits im Januar getestete, sehr überzeugend aufspielende Kompaktlautsprecher Rondo ist dagegen dem Label Quadral zugeordnet).

Die jeweils aktuellen Titan-Modelle führen seit 1981 nahezu durchgängig die Bestenlisten einschlägiger Hi-Fi Magazine an und waren damit schon Objekte meiner pubertären Hi-Fi Träume. Aber auch wenn ich gerne einmal zwei „große“ Quadral bei mir stehen gehabt hätte, bin ich froh, dass ich ein „Mittelklasse“-Modell testen darf. Wobei Mittelklasse ganz bestimmt nicht mittelmäßig heißt, so viel sei an dieser Stelle schon einmal vorweggenommen.

Froh bin ich zum einen, weil die aktuelle Titan 88 kg wiegt. Das Austesten der geeigneten Aufstellung wäre somit zur Tortur für meine Bandscheiben geworden. Zum andern, weil ich die aktuelle Titan – sorry liebe Quadraler, da müsst ihr jetzt durch – ausgesprochen hässlich finde. Warum nimmt ein etablierter Lautsprecherhersteller ausgerechtet beim Design seines Spitzenmodells Anleihen aus dem „Car-Hi-Fi“-Bereich? „Bassrollen“ und Frequenzweichen, die durch ein Plexiglasfenster zur Schau gestellt werden, erwarte ich eher in einem tiefer gelegten Golf III als im Wohnzimmer eines Audiophilen. Und auch, wenn es überzeugende Gründe für die Gestaltung der Druckkammer vor dem Tieftöner gibt – müssen es unbedingt Gitter sein, hinter denen ich lieber die Kampfhunde sehen würde, denen ich beim Joggen an der Spree begegne, als ein Basschassis?

qaudral aurum 770

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