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Test Box Lautsprecher Swans D2.1 D3.2 – Aufstellung Klang – Test-Bericht

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test Box Lautsprecher Swans D2.1 D3.2 - Aufstellung Klang - Test-Bericht

Aufstellung
Die Swans D3.2 landen in meinem Hörraum zunächst einmal da, wo sich sonst meine Expolinear T-120 wohl fühlen. Nach der Verkabelung ein erster Test: Ok, mein Röhrenverstärker verträgt sich offensichtlich mit den Lautsprechern. Klingt doch schon mal recht lebendig. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber große Bassreflexöffnungen provozieren mich dazu, hier erst einmal für reichlich „Wind“ sorgen zu wollen. Also gebe ich dem Affen Zucker – tschuldigung – der Bassreflexbox Bässe.

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Wow – klar, eine Standbox sollte im Bass schon mehr können als ’ne Kompakte. Obwohl der Oberbass schön knackig rüberkommt, wummert es in den tieferen Lagen aber deutlich. Wurde da bei der Abstimmung doch ein wenig getrickst? Na gut, muss ich mal in Ruhe eruieren. Aber was ist mit dem Mittelhochtonbereich? An Frauenstimmen hatte ich doch schon mal mehr Freude empfunden …

Schade eigentlich, der Rest klingt im Grunde vielversprechend und der erste Eindruck in Sachen Räumlichkeit ist auch ziemlich gut. Vielleicht müssen sich die Lautsprecher erst mal einspielen? Und richtig, eine kurze Rückfrage beim Vertrieb bestätigt den Verdacht: Ich bekomme die Empfehlung, die Lautsprecher „noch ein wenig prügeln“. Also werde ich der ganzen Sache erst mal ein wenig Zeit gönnen …

Nach einer Stunde hat zumindest der Röhrenverstärker Betriebstemperatur. Die Bässe klingen tiefer und eine Nuance straffer. Aber die Höhen geraten noch immer etwas präsent, Stimmen etwas dünn. Aber, klar, man kann ja auch noch mit der Aufstellung experimentieren. Gewohnheitsmäßig hatte ich die Lautsprecher zunächst so aufgestellt, dass die Hochtöner direkt auf meinen Hörplatz zeigten. Parallel zu den Seitenwänden ausgerichtet, wandelt sich das Klangbild zum Besseren. Ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein. Also wandern die Lautsprecher weiter in den Raum und zudem weiter voneinander weg, so dass die Stereobasis breiter wird. Und siehe da: auf einmal wird‘s stimmiger. Der Bass agiert trockener, der Hochtonbereich nimmt sich zurück. Offenbar sind die Lautsprecher so konstruiert, das sie nicht auf die Hörposition ausgerichtet werden müssen (oder dürfen) – zumindest nicht in meinem Hörraum.

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Klang
In den nächsten Wochen laufen die Lautsprecher fast kontinuierlich. Und ich erwische mich immer öfter dabei, dass ich für einige Zeit aufs Sofa gelockt werde und einfach nur Musik höre.

Eine Stärke der Swans D3.2 ist auf alle Fälle ihr tiefer, gut kontrollierter Bass und ihre ausgemachte Spielfreude. Die Dinger rocken! Um die Lautsprecher einzuspielen, hatte ich vorwiegend basslastige Popmusik eingelegt. Madonna ist zum Beispiel immer gut für gemeine, tiefe Synthesizer-Einlagen. Und die D3.2 lassen es dabei mächtig krachen. Jeah! Daneben fällt mir die gute räumliche Zeichnung auf – schön anhand der verschiedenen Madonna-Aufnahmen nachzuvollziehen, die gern mit (wenn auch künstlichen) Raumeffekten spielen. Irrwitzig, wie Tonimpulse durch den imaginären Raum fetzen. Irre, was diese Lautsprecher für Energie freisetzen. Klasse, dass sie sich dabei auch so gut mit meinem Röhrenverstärker verstehen …

Nach gut zehn Tagen Spaß mit den Swans soll es nun Ernst werden. Damit es nicht gleich allzu ernst wird, fange ich mit Quincy Jones Back On The Block an. Track 8 – „Jazz Corner Of The World“ – musikist ein von mir immer wieder gern genutzter Prüfstein. Bei dem Stück handelt es sich eher um eine Soundkollage: Zwischen Instrumententupfern sind verschiedene Stimmen montiert, die unterschiedlichen Aufnahmesituationen mit jeweils anderer Charakteristik und Räumlichkeit entstammen. Lautsprechern wird hier zum einen (Fein-)Dynamik, zum anderen hohe Auflösung abverlangt. Grobdynamische Probleme kennt die Swans D3.2 nicht. Allerdings gelingt es den Lautsprechern nicht ganz perfekt, die einzelnen Stimmen sorgfältig zu trennen.

Auch bei der Sängerin Lisa Bassenges (Lisa Bassenge Trio) – die zwar räumlich klar zwischen Bass und Klavier auszumachen ist – meine ich, deren Stimme schon mal etwas eindringlicher vernommen zu haben. Ok – Stimmen scheinen keine ausgesprochene Stärke der D3.2 zu sein. Dafür bereitet mir aber der gezupfte Bass auf A Sigh A Song umso mehr Freude …

Weiteres Rumrücken der Lautsprecher im Hörraum ändert nichts am beschriebenen Charakter der Lautsprecher. Bei Pop, Rock und allem, was fetzt machen sich die D3.2 großartig. Dazu gehört auch Bombast-Klassik (Beethovens 9. mit Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern, Deutsche Grammophon).

Test: Swans D3.2 und Swans D2.1 | Kompaktlautsprecher, Standlautsprecher

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