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Test Elac 330 CE JET Testbericht fairaudio

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Im Hörraum … (Forts.)

elac 330 ceUnd wenn ich‘s oben rum mit dem dämpfenden JET Dispersion Control DC-Ring auch noch einen Tick stimmiger empfand – der agile Jet-Hochtöner der 330er wartet, für mich überraschend, sogar mit einer gewissen Zahmheit auf: Die allerallerobersten Lagen geben sich nämlich durchaus zurückhaltend. Ein Ausbund an Offenheit und Feinstofflichkeit nach ganz, ganz oben hin oder – wie es so schön heißt – an Air ist die Elac 330 CE jedenfalls nicht unbedingt.

Beispielsweise werden die feinen Beckengespinste in Oystein Sevags Stück Hanging Gardens zwar bestens aufgedröselt, sprich der Moment des Anschlags und die vielschichtige Textur des langanhaltenden Nachschwingens der Becken jeweils akkurat und prinzipiell anstandslos natürlich in Szene gesetzt,cd oystein sevag allerdings klingt’s im direkten A/B-Vergleich mit anderen Lautsprechern (z.B. Thiel SCS4, Sehring 703SE) einen Tick erdiger und dunkler. Dieser Charakterzug unterscheidet die 330 CE auch von der ebenfalls mit einem JET III Hochtöner ausgestatteten, bereits erwähnten Elac FS 247, die sich, wenn ich mich nicht völlig täuschen sollte, in puncto Air ausgebauter präsentierte. Was wohlmöglich manch einem Ohr auch schon wieder zu viel des Guten sein mag, die Geschmäcker sind da ja bekanntlich verschieden …

Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an die mit den Kollegen Ralph und Martin absolvierten Hörrunden, als wir seinerzeit die Geithain ME150 auf dem Prüfstand hatten: Auch die ME150 gab sich in Sachen Air eher dezent – was von uns dreien auch einstimmig so gesehen beziehungsweise gehört wurde. Mich störte das schon etwas. Den Kollegen Ralph fast gar nicht. Tja, und Martin … der hat sich die Geithain mittlerweile zugelegt.

elac 330 ce

Den mit mit einem Bi-Wiring Terminal ausgestatteten ELAC 330 CE liegen löblicherweise Kabelbrücken bei. Tipp: Regelmäßig – wie alle Kontaktflächen in der Anlage – mal lösen/bewegen…

Schließlich soll nicht unerwähnt bleiben, was die Elac 330 CE im Hinblick auf das Kriterium „Bühnenabbildung“ leistet. Nämlich sehr Erfreuliches. Der lebendige, involvierende Charakter der Elac rührt nämlich zweifelsohne auch daher, dass sich die Musik hervorragend von den Lautsprechern ablöst und das Bühnenbild dabei alles andere als eine diffuse Klangwolke abgibt, sondern vorbildlich organsiert und ortungsscharf gerät. Ja, gerade in dieser Hinsicht spielen kompakte Lautsprecherkonzepte wie das der 330 CE häufig besondere Stärken aus, was nicht zuletzt der Vergleich mit meiner wahrlich nicht von schlechten Eltern stammenden, auf Phasen- bzw. Zeitrichtigkeit getrimmten Sehring S703 SE (5.600 Euro) offenlegte – die kleine Elac strukturierte das Bühnengeschehen beziehungsweise das Treiben der einzelnen Bühnenakteure schon merklich akkurater und deswegen – zumindest in puncto „Bühne“ – involvierender sowie authentischer als die Berliner Drei-Wege-Standbox.

Test: Elac 330 CE | Kompaktlautsprecher

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