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Orbid Sound Next Generation

iNNoSound Piccolo: Abschlussbesuch …

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Seine Frau Alexandra betreibt ein Einrichtungsgeschäft und verkauft dabei eine ganze Menge an Tivoli-Radios und ähnlichem. Nun, wären die Piccolos keine Test-Leihgaben gewesen – Serge hätte sie wohlmöglich gar nicht wieder gehen lassen … Dieser Kerl besitzt einen batteriebetriebenen Röhren-Phonopre in Dreidecker-Bauweise für über schlappe 100.000 Euro. Und die Sache war klar: Sogar – oder sollte ich besser sagen: insbesondere – altgediente HiFi-Veteranen mit messerscharfem „Hörverstand“ können sich der Magie nicht entziehen. Sie begreifen wie clever diese kleinen Knirpse abgestimmt sind, wie herrlich befreit sie aufgrund dieser kleinen Treiber „singen“ können.

innosound piccolo

Nein, die eher bescheidenen Zutaten für diesen Lautsprecher erklären die Sache nicht. Der Koch, verantwortlich für das richtige Rezept, ist entscheidend. Hojin hat sich da den Richtigen an Bord geholt. Aber auch Hojin ist die Sache sauber angegangen – seine iNNoSound Piccolo ist ein Meisterstück in Sachen Minimalismus. Sie vermittelt einem – ohne, dass große Summen locker gemacht werden müssen – echtes Highend-Gefühl bei der Darstellung von Stimmen sowie bei der Ansprache und Klarheit, mit der akustische Instrumente offenbart werden.

Um über eine größere Bandbreite hinweg deutlich mehr Raffinesse geliefert zu bekommen, muss man schon zu so etwas wie Micropures Kotaro greifen. Kurioserweise aber wird bei der Kotaro aufgrund ihres superben muRata Superhochtöners viel mehr als bei den Piccolos deutlich, dass es an Gegengewicht in den unteren Lagen mangelt. Und wenn ich die Kotaros auch zu den mit am wenigsten nach Box klingenden Lautsprechern zähle, finde ich sie ohne Subwoofer betrieben weniger balanciert als die nun deutlich billigeren Piccolos.

Ja, wir haben es hier mit gelebtem Minimalismus zupiccolo tun – weg damit, was nicht nötig tut. Sei zufrieden mit 17kHz oben rum, um die 70Hz unten rum und halte die tonale Balance in Waage. Sie werden überrascht sein, wie weit man mit diesem Rezept kommt. Und um mich mal direkt an die hardcore-audiophilen Zweifler zu wenden – ich schlage noch etwas vor: Schenken Sie die Lautsprecher doch einfach mal einem Sechszehnjährigem zu seinem Geburtstag. Das ist doch ganz leicht zu rechtfertigen. Ist doch nur für die Kinder … Hüstel.

Machen Sie sich schon mal drauf gefasst, dass Sie sich die Böxlein borgen wollen, natürlich nur, um am Computer ernsthaft damit arbeiten zu wollen. Ich könnte mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen, würde der Sprössling Ihnen da einen Strich durch die Rechnung machen. „Hol Dir doch selber welche, Dad!“ Nun, das wäre die süßeste Rache für all den Snobismus und das falsche Setzen von Prioritäten, dessen wir alte Hasen uns schuldig gemacht haben …

Test: iNNosound Piccolo | Aktivlautsprecher, Kompaktlautsprecher

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