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Genelec 8030A plus Subwoofer 5051A – Genelec 8040A – Syno 30+ und Syno 40 – Testbericht fairaudio

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  1. 3 Genelec 8030A plus Subwoofer 5051A - Genelec 8040A - Syno 30+ und Syno 40 - Testbericht fairaudio

Genelec 8030A plus Subwoofer 5051A (Syno 30+) …

So ein Sub sorgt nicht nur für Schmackes untenrum, sondern entlastet auch die Hauptlautsprecher, welche nicht mehr so tief schaufeln müssen und den großen Rest vom Frequenzschrieb deshalb lauter wiedergeben können. Und in meinem 30-qm-Zimmer ist ein Heben des Maximalpegels durchaus willkommen.

Genelec Subwoofer 5051A

Die Übergangsfrequenz im Zusammenspiel von 5051A und 8030A liegt bei 85 Hertz, folglich muss an den 8030A-Speakern ein kleiner DIP-Schalter aktiviert werden, der ein dementsprechendes Hochpassfilter schaltet; am Sub bedarf es hierfür keiner Einstellung. Nun fängt das Einstellprocedere an, das in der Hautsache darin besteht, die Lautstärke und die Phasenlage des Subs passend zu den Satelliten zu wählen.

Anschlussfeld des Genelec-Subs
Anschlussfeld des Genelec-Subs

Letztere ist in 90-Grad-Schritten von 0 bis -270 Grad einstellbar, in der Bedienungsanleitung stehen Tipps hierzu und auf der englischen Genelec-Homepage habe ich einen 85-Hz-Sinuston gefunden, der sich zur Abstimmung nützlich erweisen kann. Um die Dinge im Test einfach zu halten, habe ich den Sub mittig zwischen die Satelliten gestellt, ich musste nur die Lautstärke justieren.

Genelec Sub 5051A von unten

Ein Vorteil eines Subwoofer-Satelliten-Systems liegt natürlich darin, dass man mehr Freiheiten zur individuellen Anpassung bekommt. Als es für mich stimmig klang, spielte dieses Genelec-Trio mit so viel Druck und Tiefgang im Bass, wie es preisgleiche (2.400 Euro) Verstärker/Passivlautsprecher-Kombinationen bisweilen, aber eher selten hinbekommen. Auch in Sachen Maximallautstärke überzeugte das „Syno 30+“ genannte Gespann. Die Pegel-Grenzen des 8030A-Paares in meinem Hörraum wurden mithilfe des Subs in Höhen gehievt, die man sich dauerhaft nicht geben sollte, wenn einem die eigenen Ohren lieb sind. Partytauglich ist das allemal. Und es darf (näherungsweise) von Full-Range-Wiedergabe gesprochen werden.

Genelec Syno 30+ SystemWas mich bei Subwoofern allerdings allgemein ein wenig stört, ist, dass es je nach Hörposition im Raum zu Auslöschungen/Überhöhungen kommt, da sich jenseits des Sweetspots die Abstände der Ohren zu Satelliten und Sub als „phasentechnisch“ mehr oder weniger suboptimal erweisen und Interferenzen wenig vorteilhaft zuschlagen. Andererseits: Ich kann auch damit leben, mein Bedürfnis nach riesengroßen, tonal stimmigen Sweetspots ist sowieso begrenzt, aber für andere Hörer mag das vielleicht ein Thema sein. Da ist allerdings noch eine weitere Kleinigkeit, an die zumindest ich mich gewöhnen muss. Die Basswiedergabe des „Syno 30+“-Sets geht als fest und konturiert, wenngleich auch nicht als staubtrocken durch, allerdings merkt man irgendwie doch, dass der Schub untenrum aus der Mitte kommt. Nein, der Sub lässt sich nicht direkt orten. Aber trotzdem klingt die Gemengelage Bass/Rest-vom-Spektrum räumlich eine Spur inhomogener für meine Ohren, die Energieverteilung im Raum scheint mir bei echter Stereobasswiedergabe prinzipiell anders zu sein. Eleganterweise stehen mir, um das zu überprüfen, auch die nächstgrößeren Genelec-Syno-Lautsprecher, die 8040A, zur Verfügung.

Genelec Syno30+ Fernbedienung

… im Vergleich mit Genelec 8040A (Syno 40)

Die 8040er langen 10 Hertz tiefer runter als die 8030er, so die Genelec-Specs, aber der Sub schafft noch mehr, nämlich 27 Hertz untere Grenzfrequenz. Diese Relationen lassen sich im Hörraum durchaus nachvollziehen. Vergleicht man die größeren Genelecs mit den kleineren, so würde man zwar nicht sofort auf mehr Tiefgang wetten, aber druckvoller und lässiger, also weniger angestrengt kommt die Bassperformance schon rüber. Zudem ist einfach mehr Pegel möglich, die 8040A hisst in meinem Raum nicht so schnell die weiße Fahne. Kombiniert man allerdings ein Pärchen 8030A mit dem Sub 5051A, lässt sich noch lauter hören – was ich freilich selten brauche –, und ja, kramt man dann die ganz bösen Sachen hervor (Massive Attack, Nik Bärtsch, Burnt Friedman o.ä.), lässt sich erleben, dass diese Kombi eben noch eine Oktave tiefer langt als die Genelec 8040A.

Genelec 8040A

Um zum Vorgenannten – Mono- versus Stereobass – zurückzukommen: Doch, doch, das macht auch hier einen Unterschied. Und nein, ich habe den Sub nicht zu laut eingestellt und vom Timing her passt es auch. Gleichwohl klingt es im Untergeschoss für mich federnder, freier, schneller mit den 8040ern als mit der Sub/Satelliten-Kombination, die zwar noch böser, tiefer, lauter Grummeln kann, dieses aber etwas kompakter in der Mitte des Stereopanoramas vollzieht, während der „Frequenzzusammenhang“ für meine Ohren räumlich homogener mit den Genelec 8040A gelingt. Dieser Unterschied ist nicht wirklich wesentlich und auch nicht Genelec-spezifisch, sondern eher eine Feinheit und wohl systemimmanent – erwähnt sei er gleichwohl.

IsoPod
Genelec spricht vom IsoPod = Isolation/Positioner-Decoupler. Man könnte freilich auch Gummifuß sagen

Nachdem ich mich auf den Bassbereich konzentriert habe und das „Syno 30+“- gegen das „Syno 40“-Set verglichen habe, baue ich den Subwoofer wieder ab, senke den Pegel und höre noch ein Weilchen 8030A versus 8040A. Die wesentlichen Unterschiede im Klangbild liegen auf der Hand – die größere Box kann insgesamt lauter und tiefer/druckvoller im Bass, weshalb sie auch grobdynamische Vorteile besitzt. Doch auch die Balance im Mittenband ist eine etwas andere: Die 8040A spielt ein wenig sonorer, die 8030A dagegen leichter. Je nach Geschmack kann man das eine als „erwachsener, natürlicher“ empfinden oder das andere als „filigraner, offener“ bezeichnen. Bewerten will ich das nicht, hier entscheidet Ihr Gusto. Und anhören sollten Sie sich die Genelecs sowieso, wenn Sie in dieser Preisklasse auf Aktivlautsprechersuche sind. Sonst verpassen Sie was.

Test: Genelec 30, 30+, 40 | Aktivlautsprecher, Kompaktlautsprecher

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