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Elac AM 150 – Erstkontakt

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Die Analogsektion wartet mit drei parallel geschalteten Eingängen auf: einem symmetrischen XLR-Eingang, einer 6,3-mm-Klinke und einer unsymmetrischen Cinch-Buchse. Freunde der Bits und Bytes dürfen sich über zwei digitale Eingänge freuen, einen AES/EBU-XLR-Eingang und einen S/PDIF-Input (Cinch). Dieser wird intern durchgeschleift zu einer ebenfalls auf der Rückseite befindlichen S/PDIF-THRU-Buchse.

Elac AM 150 Rückseite

Ein kleiner Umschalter erlaubt es, die Box als rechte oder linke Box zu klassifizieren. Da im Digitalsignal ja beide Stereo-Kanäle enthalten sind, verarbeitet die Elac, je nach Stellung dieses Schalters, hier eben den rechten oder linken Signalanteil. Der DAC erkennt selbsttätig die korrekte Samplerate und verarbeitet hierbei 32, 44,1 und 48 kHz. Ein weiterer Umschalter Elac AM 150regelt, ob der analoge oder digitale Eingang aktiv ist. Und wie es sich für einen Studiomonitor gehört, kann man auch den AM 150 an die Abhörakustik anpassen. Über drei weitere, ein wenig wacklig wirkende Umschalter lassen sich ein Low-Shelf-Filter (0, -2 und -4 dB), ein Low-Cut-Filter (Flat, 80 und 100 Hz) für die harmonische Paarung des AM-150 mit einem Subwoofer und ein High-Shelf-Filter (-2 dB, 0 dB oder +2 dB) einstellen. Zu guter Letzt befindet sich auf der Rückseite noch ein Volume-Regler.

Beim Einschalten fällt mir zunächst ein leichtes Grundrauschen auf, das in einem stillen Raum bis auf einen Hörabstand von zwei Metern vernehmlich ist. Im Wohnzimmereinsatz dürfte das vernachlässigbar sein, im Studio-Nahfeld wäre ich damit für diffizile und katzenpfötige Abmischungen nicht wirklich glücklich. Das Grundrauschen ist übrigens völlig unabhängig von der Position des Volume-Reglers und auch vom aktivierten Eingang, ob analog oder digital. Somit lautet die erste Empfehlung: Für die meisten Einsatzzwecke sollte die Lautstärke lautsprecherseitig so hoch wie möglich eingestellt werden, um den effektiven Rauschabstand so groß wie möglich zu halten.

Elac AM 150

Ein weiterer, nicht dramatischer, aber zumindest erwähnenswerter Kritikpunkt: Es kommt zu einem leichten Übersprechen zwischen analogem und digitalem Eingang. Liegt beispielsweise am S/PDIF-Eingang ein Tonsignal an und ist beim Lautsprecher der analoge Eingang aktiviert, ohne dass hier ein Signal anliegt, dann kann man das Signal am Digitaleingang durchaus hören, wenn auch nur sehr leise. In der Praxis werden sich solche Übersprecheffekte vermeiden lassen; dieses Problem dürfte der engen Bauform und/oder dem günstigen Preis geschuldet sein.

Test: Elac AM 150 | Aktivlautsprecher, Kompaktlautsprecher

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