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Vorstufe Audio Aero Captitole Testbericht Octave HP 300 fairaudio

Inhaltsverzeichnis

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Und wie macht sich – um zur zweiten Frage zu kommen – der Audio Aero Capitole Reference nun als reine Vorstufe?

audio aero

Okay, dass unser Proband in dieser Hinsicht ernst genommen werden will, wurde ja bereits nicht zuletzt durch die oben beschriebene Anschlussvielfalt deutlich. Dass man ihn auch ernst nehmen muss, zeigte er nicht zuletzt im direkten Vergleich mit einigen „puren“ Vorstufen, mit denen er – dies ist natürlich auch insbesondere eine Frage des Geschmackes als auch der zu Rate gezogenen Endstufe – zweifelsohne auf Augenhöhe spielt:

Die Electrocompaniet EC 4.8 Vorstufe wies beispielsweise etwas sonorere Mitten auf, erreichte aber recht merklich nicht die Luftigkeit beziehungsweise Präzision im Hochton. Die angenehm ausgeglichen spielende Belles 21A hatte gegenüber dem Franzosen in Sachen Durchhörbarkeit und Transparenz das Nachsehen. Die formidable Octave HP 300 wirkte im Hochton etwas weniger feinzerstäubt-geschmeidig und transportierte den Bassbereich mit einem Tick weniger Nachdruck als unser Testproband. Erst der merklich teurere Fonel Renaissance gefiel mir persönlich aufgrund seines – im positiven Sinne – eigenschaftsloseren Klangbilds etwas besser als der Audio Aero Pre.

Und ob das nun von vornherein eh zu erwarten stand oder nicht – schaue ich in meine für diesen Test recht umfänglichen, über Wochen immer wieder ergänzten Notizen und vergleiche die unter der Überschrift „Klang Audio Aero CD-Player“ festgehaltenen Eindrücke mit denen unter der Überschrift „Klang Audio Aero Vorstufe“, so sind zwar signifikante Unterschiede in der Musikauswahl und den Klangbeispielen zu verzeichnen, aber grundsätzlich keine klangcharakterlichen, weshalb wir uns ohne Umschweife der dritten und letzten Frage zuwenden können:

john coltrane

Aufgeräumt und straff waren die ersten Attribute, die mir in den Sinn kamen als ich meinen Fonel Simplicité via S/PDIF-Schnittstelle, sprich digital mit dem Audio Aero verbandelte: Schon ein Gewinn, wie die einzelnen Perkussion-Elemente in John Coltranes 1965 eelseingespieltem Kulu Se Mama plötzlich (zum unmittelbaren A/B-Vergleich hatte ich zuvor den Simplicité und Audio Aero analog via XLR verbunden) räumlich eindeutiger, konturierter, etwas feindynamischer – ja, insgesamt realistischer wirkend – vermittelt wurden. Allerdings empfand ich auf der anderen Seite einige Eels Songs (Album: Blinking Lights, 2005) wiederum gefälliger, wenn es über den analogen XLR-Eingang des Audio Aero ging, sich die Wandlung also bereits im Fonel-Dreher vollzog: Es geriet tonal vollmundiger, mit etwas natürlich-lockeren Zügeln beziehungsweise weniger stoischer Präzision im Bassbereich sowie im Hochton.

benchmark usb dac und archos 7

Da es meiner Erfahrung nach allerdings mitunter auch so eine Sache sein kann, auf eindrucksvolle Ergebnisse zu hoffen, wenn man versucht, seinen CD-Player mittels eines externen DACs zu „pimpen“, brachte ich quellseitig schließlich meine Archos 7 Station an den Start – als eigenständiger arcade fireVergleichs-Wandler sollte der Benchmark DAC1 USB dienen. Nun, in Sachen Feinauflösung und Hochton-Akkuratesse gab der Audio Aero auch via Archos 7 befeuert nur Bestes von sich. Allerdings vermittelte mir der Benchmark schon einige Fingerbreit mehr Hörspaß, wenn es – zum Beispiel bei Arcade Fires Titel No Cars Go – drum ging, auch mal mit etwas mehr Schmackes an die Musik zu gehen: Mit Blick auf die tieferen Lagen lieferte der DAC 1 etwas mehr Fleisch am Spieß, was es druckvoller und ein klein wenig involvierender klingen ließ.

Test: Audio Aero Capitole Reference | CD-Player

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