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Fonel Simplicite Testbericht CD-Player – fairaudio

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  1. 5 Fonel Simplicite Testbericht CD-Player - fairaudio

jonas hellborgEin Kritiker fand zu Jonas Hellborgs (seines Zeichens ein so ziemlicher „Extrembasser“) Album Art Metal mal folgende Worte: „Hier verbinden sich indische Polyrhythmik und wuselige Percussionarbeit wie selbstverständlich mit wuchtigen Rockbeats, wildem Gitarrengefrickel und der souveränen, aber nicht minder frickeligen, Bassarbeit von Hellborg selbst.“ (www.babyblaue-seiten.de).

Die Frickeligkeit bereitet dem Fonel keine Schwierigkeiten – das war nach den bisherigen Erfahrungen auch nicht anders zu erwarten. Und deftig-dreckiges (keine Angst: das Metalmäßige auf Art Metal blitzt nur punktuell auf) stellt ihn ebenfalls vor keine Probleme:

Ja, „rocken“ kann der Simplicitè (da hatte ich zur Sicherheit aber noch ganz andere Scheiben eingelegt) und langt dabei unten rum in ausgesprochen authentischer Weise zu: Mit einer wohlbalancierten Dosis an Schwärze und Punch im Bass zeigt er sich im Hinblick auf die unteren Frequenzgefilden jedenfalls bar jeder Kritik.

Auch räumlich und auf die Darstellung der korrekten klanglichen Textur einzelner Instrumente bezogen gilt dies – hier verbirgt sich ein weiteres, häufig festzustellendes Manko digitaler Quellen, die mitunter einen gewissen Hang zur Gleichmacherei aufweisen:

Der Fonel aber behält im akustischen Dickicht der Art-Metal -Stücke stets die Übersicht, lässt den Akteuren ausreichend Raum und sortiert tadellos. Authentische Klangfarben weist er den einzelnen Akteuren ebenso zu – auch in dieser Hinsicht verwischt nichts. Zudem serviert der Simplicité sämtliches Bühnengeschehen nicht nur aufgeräumt, sondern auch plastisch bzw. in ansprechend dreidimensionaler Weise – die Musik löst sich in überzeugender Weise von den Lautsprechern.

Ist denn Fonels Transistorplayer nun gar nicht am Zeug zu flicken?

fonel simplicite

Nun, was die Kür angeht, gibt`s von meiner Warte aus – und das passiert an dieser Stelle recht selten – wirklich nichts zu bekritteln: Klanglich liefert der Simplicitè nämlich eine überaus reife und ausgewogene Leistung ab. Dies gilt auch dann, wenn er – ohne den Umweg über eine Vorstufe zu gehen – direkt an eine Endstufe gebunden wird: Zur Bordausrüstung gehört nämlich, dass die analogen Signalausgänge geregelt werden können – klangliche Abstriche sind dadurch aber (wie sonst bei solchen Lösungen häufig wahrnehmbar) in keiner Weise zu befürchten.

Lediglich – und hier kommen wir zur Pflicht – die nicht gerade extrem fein gerasterten Schrittgrößen bei der Einstellung des gewünschten Pegels mögen insbesondere passionierte Leisehörer als nachteilig empfinden. Auch wenn`s mich persönlich zu keiner Zeit gestört hat, sei zudem der Vollständigkeit halber erwähnt, dass ab und an einmal ein leicht erhöhtes Grundrauschen bemerkbar war, wenn der Player – ohne sich gerade im Spielbetrieb zu befinden – bei eingeschalteter Endstufe auf die nächste CD wartete.

fonel simplicite

Die beigelegte Holz-Fernbedienung sieht zwar ausgesprochen edel und hochwertig aus, macht aber bisweilen einen größeren Kraftaufwand beim Drücken notwendig, bis es dann tatsächlich „funkt“. Das „Spulen“ gerät zwar fix, teilweise passierten bei meinem Modell direkt nach dem Betätigen der entsprechenden Taste aber etwas merkwürdige „Zeitsprünge“ (man kommt im Anschluss daran aber dennoch relativ problemlos ans gewünschte Ziel!).

Test: Fonel Simplicité | CD-Player

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