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CD Spieler Fonel Simplicite – Hifi-Testbericht

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Zur Musik …

deaedelus

Daedelus heißt mit bürgerlichem Namen Alfred Weisberg Roberts, stammt aus LA und liefert auf dem Album Denies The Day’s Demise einen „ungewohnt vielfältigen Karneval an Klängen“ ab, wie es in einer Musikrezension mal hieß.

Die Opulenz des auf dieser CD Gebotenen kann leicht einen unangenehmen Beigeschmack annehmen, vor allem dann, wenn die komplexen, mal an Bossa-Nova-Rhythmen, mal an Jazz-Arrangements erinnernden Percussion-Gebilde auf den Plan kommen: Ohne temporeiche, feinauflösende Komponenten am Start zu haben, tönt`s nämlich recht schnell undefiniert-breiig. Wird Denies The Day´s Demise dagegen zu analytisch, zu körperlos verabreicht, kann aus dem Musikhören leicht ein hektisch und artifiziell-spitz klingender Parforceritt für die Ohren werden.

Ganz ehrlich: Ich hatte diese Platte in der Tat zunächst als ein wenig ungenießbar eingestuft – insbesondere dann, wenn`s über meine Thiel CS 2.4 ging. Das änderte sich mit dem Fonel Simplicitè: Zackig und in ausgesprochen präziser Manier flirren einem über den gesamten Frequenzbereich verteilte Sounds und Perkussionsschläge um die Ohren. Unwohlige Hektik kommt beim Hören mit dem Fonel dennoch nicht auf – weil`s auf der anderen Seite nämlich ausgesprochen farbig klingt und trotz aller eckiger Vertracktheit, die in den Stücken schlummert, angenehm fließt.

Den Sinn für authentische Klangfarben unter Beibehaltung der gebotenen Präzision und Neutralität beweist der Fonel aber auch bei ganz anderer „extremer“ Musik: Auf Solo+ stig-nilsson solo +von Stig Nilsson gibt es „Geige pur“ (höchst abwechslungsreich, emotional und virtuos – ein echter Tipp) aufs Trommelfell. Auch hier ist für HiFi-Komponenten eine wahre Gratwanderung zu durchlaufen: Ja, mitunter muss es druckvoll klingen. Und an manchen Stellen – wenn der Bogen die Saiten entsprechend „rannimmt“ – ebenso aggressiv bis fast schrill. Zudem soll den zackig-schnellen Bewegungen des Geigers akustisch jederzeit mühelos gefolgt werden.

Dabei lauert in einer solchen Art von Musik stets die Gefahr, dass einem der Gehörgang zerschnitten wird: Geigen können – infolge schlechter Aufnahmen genauso wie infolge schlechten HiFis – richtiggehend zu Waffen werden, wie ich finde …

Nicht aber über den Fonel Simplicitè: Er offenbart feinste Schwingungen, geht ins Detail, liefert das richtige Maß an dynamischer Aggressivität, welche Geigen kennzeichnen kann – und dennoch tendiert der Stressfaktor gegen „Null“. Nun, der Fonel vermittelt – trotz seiner ausgesprochen vitalen Gangart – stets ausreichend Wärme und höchst angenehme, authentische Klangfarben. Beeindruckend – ich wusste bis dato jedenfalls nicht, dass man solche Musik so ausgiebig hören kann …

Der nächste Extrem-Check: Wie sieht`s räumlich aus bzw. was passiert, wenn es musikalisch etwas „dreckiger“ und basslastiger und dennoch recht komplex zugeht? Glauben Sie mir – avancierte Jazzarrangements und teilweise in Heavy-Metal-Manier aufblitzende Gitarren-Riffs bzw. Bassläufe zu einer angenehm durchhörbaren Melange aufzubereiten, ist keine leichte Aufgabe fürs HiFi:

Test: Fonel Simplicité | CD-Player

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