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CD-Player Fonel Simplicite – Testbericht fairaudio – Fonel Audio

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 CD-Player Fonel Simplicite - Testbericht fairaudio - Fonel Audio

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Wie auch immer: Jedenfalls findet im Simplicitè die Erzeugung des invertierten Signals (dieses ist dem eigentlichen Musiksignal phasentechnisch genau gegenläufig und Kennzeichen einer symmetrischen Lösung, siehe erneut Symmetrische Verbindung) nicht erst in der analogen Ausgangstufe bzw. kurz vor den Ausgangsbuchsen statt, wie selbst bei hochwertigen HighEnd-Geräten oftmals vorzufinden.

Der Fonel ist vielmehr voll- bzw. durchgehend-symmetrisch aufgebaut: Die Symmetrie bzw. das invertierte Signal wird bereits vor der Digital-Analog-Wandlung generiert. Damit vermeidet man nicht nur, das „fertige“ analoge Musiksignal durch eine unnötige Störquelle (in Gestalt eines Phase-Splitters in der analogen Ausgangsstufe) zu jagen, sondern wird gleichzeitig in die Lage versetzt, aus der Digital-Analog-Wandlung stammende, störende Artefakte von vornherein zu eliminieren und des weiteren eine zusätzliche Verbesserung in puncto Rauschabstand zu erzielen.

Zum Klang …

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Wie kommt es eigentlich dazu, dass bei einigen eingefleischten Vinylhörern die Spezies „CD-Player“ – sagen wir einmal vorsichtig – in einen so ziemlichen Misskredit geraten ist? Und warum wird selbst von jenen Hörern, die regelmäßig gerne zur CD greifen, immer wieder der Wunsch nach einem „analogen“ Klangbild (was ist das eigentlich?) geäußert, wie ich regelmäßig feststelle?

Ich möchte jetzt nicht tiefenphilosophisch werden (Ihre Meinung wäre aber in jedem Fall interessant: Leserbrief an fairaudio)
und schon gar nicht dogmatisches Zeugs daherreden, sondern glaube gar, dass einige Punkte zu diesem Thema sehr aufschlussreich sind, will man dem Klangcharakter des Fonel Simplicitè näher auf die Schliche kommen:

Mir persönlich fehlt es bei vielen CD-Playern an so etwas wie „Gelassenheit“: Die Fähigkeit, einerseits feine Details involvierend zu offenbaren und dabei andererseits völlig stressfrei den Überblick für das Ganze zu behalten,fonel simplicite cd-player hifi d.h. ermüdungsfrei und langzeittauglich zu klingen. Anders ausgedrückt: Es geht eben nicht nur darum, dass eine HiFi-Komponente in der Lage ist, jedes einzelne auf dem Tonträger befindliche Klangereignis zu entblößen bzw. bei jedem Fitzelchen hektisch mitzuteilen „da ist was“, sondern ebenso darum, sich die Zeit zu nehmen, den jeweiligen Ton bzw. das „was“ dann auch sauber mit allen Facetten (inklusive des „Kitts“ zwischen den Tönen) aufzubereiten.

Schafft es eine Komponente zwar, kleinste Kleinigkeiten der Musik hörbar zu machen (was eigentlich nur gut ist), raubt diesen aber dabei gleichzeitig deren ureigene (teilweise nur unterschwellig wahrnehmbare) Subtilität, deren „Drumherum“ und damit deren Substanz – dann bezeichnet man eine solche Komponente häufig als analytisch.

Mitunter mangelt es derartigen Komponenten vordergründig erst mal an gar nichts – es mag sogar recht ansprechend transparent klingen: Wenn man sich dann – z.B. im Rahmen eines Händlerbesuchs – beim Probehören ganz besonders viel Mühe geben will und anfängt, mit „dem Kopf“ zu hören, dann geben sich solche Geräte teilweise sogar sehr unterhaltsam.

Der Mangel an Subtilität ist nämlich meistens genau dann nicht wahrnehmbar, wenn bewusst besonders gründlich gehört werden soll – zu Hause beim entspannten, lockeren Musikhören sieht das dann auf einmal ganz anders aus (dieser Umstand ist übrigens auch für die fairaudio-Testarbeit sehr wichtig):

Es hapert an Substanz, am Feinstofflichen, an Fluss – an Musikalität. Man empfindet die Musik gar als synthetisch, anstrengend oder dünn – es fehlt an verbindendem Füllstoff zwischen den Tönen sowie an „Masse“ im Klangbild.

Weitere typische „Stressfaktoren“ digitaler Musikwiedergabe sind nach meinen Erfahrungen häufig ein in puncto Bühnendarstellung wahrgenommener Mangel an Raum bzw. Luft zwischen den einzelnen Instrumenten und das Empfinden, dass deren individuelle, charakteristische Klangfarben unnatürlich bzw. kontrastarm dargestellt werden.

Interessantes zu diesen Überlegungen findet sich im Übrigen auch im Complete-Guide of High-End Audio von Robert Harley: http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&search-type=ss&index=books-
de-intl-us&field-author=Robert%20Harley&page=1

(Natürlich ist dieses Phänomen auch von „harter“, technischer Seite her zu beleuchten. Gerade Musikern wird beispielsweise der Begriff Hüllkurve geläufig sein. Auch wenn es noch weitere Aspekte gibt – die Nachbildung der Hüllkurve ist für die Authentizität des Klanges wesentlich – siehe z.B. http://en.wikipedia.org/wiki/ADSR_envelope. Neben der Attackphase (der Anstiegsphase eines Tones), die entscheidend für eine zackige, analytische Gangart ist, werden Töne auch durch andere Phasen definiert, z.B. dem Sustain – wir haben das schon häufiger in unseren Berichten erwähnt).

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Nach diesem kleinen Exkurs mal wieder zurück zum Fonel Simplicitè: Das beschriebene Dilemma – nämlich hohe Auflösung, authentische Klangfarben und musikalischen Fluss unter einen Hut zu bringen – löst dieses Gerät mit so ziemlicher Bravour:

Test: Fonel Simplicité | CD-Player

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