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Test-Fazit HIFIAkademie cdPlayer

Inhaltsverzeichnis

  1. 6 Test-Fazit HIFIAkademie cdPlayer

HIFIAkademie cdPlayer

Das Testfazit muss diesmal etwas anders ausfallen als üblich, da der cdPlayer der HIFIAkademie eben kein übliches Gerät ist. Selbst, wenn man nur auf klangliche Aspekte abstellt, bekommt man mit dem gängigen Black-Box-Modell „Eine Komponente hat die und die Eigenschaften und wirkt sich so aus“ Schwierigkeiten – dem DSP-Modul sei „Dank“. Vergisst man Letzteres, schaltet das DSP also ab, dann sieht ein „übliches“ Fazit so aus:

  • Der HIFIAkademie cdPlayer spielt auf der leicht helleren Seite von neutral, da der Grundtonbereich eher schlank gehalten wird. Dies hat zur Folge, dass der Bass insgesamt weniger voluminös erscheint, aber dafür sehr differenziert und trocken. Echter Tiefbass kommt plötzlich und ansatzlos, nicht verhangen oder gar weich-wabbelig. Den Hochton gestaltet er klar, deutlich und sehr aufgelöst – und ohne Härten. Die Mitten besitzen eine ansprechende, deutliche Note, aber Stimmen könnten etwas mehr Brust vertragen.
  • Den Klängen wird etwas plastisches, 3D-haftes verliehen – er gestaltet sie körperlich.
  • Die Lokalisationsschärfe ist sehr hoch.
  • Die Bühnenausmaße sind tadellos dimensioniert, insbesondere die Tiefenstaffelung weiß zu beeindrucken. Eine sehr transparente Vorstellung.
  • Auf dynamischem Felde gibt es nichts zu bekritteln.
  • Der HIFIAkademie-Player spielt sehr rhythmisch, Impulse kommen unmittelbar. Eine kleine Schwerpunktverlagerung auf die Startphase eines Tons im Vergleich zu seinem Ausklang ist aber auch zu konstatieren.

Das Problem ist nur: Erinnert man sich wieder ans DSP und experimentiert damit ausführlicher herum, dann kann man die Hälfte der obigen Aussagen wieder streichen. Hat da jemand was von eher schlankem Grundton gesagt? Bullshit! Tja …

Der Punkt ist, dass Sie mit dem HIFIAkademie-Player ein Tool in die Hand bekommen, mit dem Sie den Klang ihrer Anlage weit mehr beeinflussen können als mit den meisten anderen „Black Boxes“. Damit ist nicht gesagt, dass sich via DSP alles ausbügeln ließe – Unfug! Aber die Möglichkeit, ihre Raumimpulsantwort als Ist-Wert in das DSP-Programm zu laden und daran Maß zu nehmen, zeigt, dass hier mehr möglich wird, als bloße Haarspalterei und Fein(st)schliff. Stellen Sie sich vor, sie schaffen es, „nur“ zwei ihrer übelsten Raummoden durch geeignete Korrekturfilter um 6-7 dB nach unten abzusenken …

Auch ohne dem erwirbt man mit dem HIFIAkademie cdPlayer ein sehr gutes Gerät, aber durch die DSP-Option bekommt er ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse. Ein wahrlich dickes Extra – aber auch eines, mit dem man sich beschäftigen muss: Computer- und Messtechnik-Phobiker werden es wohl nicht gerne nutzen. Aber „rocket science“ ist’s nun auch nicht, liebe Leute.

Ebenfalls positiv vermerkt sei der Umstand, dass der Player auch als DA-Wandler fungieren kann. Ich denke, in einigen Jahren wird bei fast allen CD-Spielern ein Digitaleingang zu finden sein (und wenn die Situation so bleibt wie jetzt, verlege ich mich protesthalber komplett aufs LP-hören), doch der von der HIFIAkademie hat eben schon heute einen. Halt, stimmt nicht, er hat vier. Da er zudem eine Lautstärkeregelung besitzt, steht einer Verwendung als Vorverstärker für Digitalquellen prinzipiell nichts im Weg. Die beiden zuletzt genannten Punkte machen dieses Gerät – abgesehen von den klanglichen Aspekten – einfach ungemein praktisch. Sehr löblich.

Fakten:

  • Produkt: HIFIAkademie cdPlayer
  • Preis: 1.785 Euro
  • Maße & Gewicht: 440 x 103 x 360 mm (BxHxT), 6 kg
  • Farbe: Gehäuse schwarz, Abdeckung Laufwerk silber, Frontplatte silber oder schwarz eloxiert (+20 Euro),
    Display blau/weiß oder schwarz/weiß (+50 Euro)
  • Ausgänge: 1 x analog und 2 x digital (S/PDIF) –
    asymmetrisch (Cinch)
  • Eingänge: 4 x digital (S/PDIF, nur PCM-codierte Daten) –
    asymmetrisch(Cinch) – 4 x Cinch, 2 x optisch
    (Letztere alternativ zu zwei Cinch-Eingängen)
  • Sonstiges: regelbare Lautstärke; Toplader; internes DSP-Modul, welches über USB-Schnittstelle via Computer angesteuert werden kann und umfangreiche Einstellmöglichkeiten bietet; keine Fernbedienung im Lieferumfang, lässt sich aber über die meisten Fernbedienungen steuern
  • Vertrieb: direkt über die HIFIAkademie
    eMail: hreith@hifiakademie.de
    Web: www.hifiakademie.de

HIFIAkademie cdPlayer

Test: HIFIAkademie cdPlayer | CD-Player

  1. 6 Test-Fazit HIFIAkademie cdPlayer

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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