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Klischee 1: Britische Verstärker sind schlecht beziehungsweise eigenwillig designt.

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Klischee 1: Britische Verstärker sind schlecht beziehungsweise eigenwillig designt.

Optisch folgen die Geräte von AstinTrew einer Linie: Massive Gehäuse, eine schwarze oder silberne Gehäusefront, in deren Mitte eine Art Fenster aus dunklem Acrylglas eingesetzt ist, durch das die gerätespezifischen Anzeigen sichtbar werden. Innerhalb dieses Fensters sitzt bei CD-Playern wie dem At3500 (siehe Test fairaudio Astintrew At3500) die CD-Schublade, bei Verstärkern der Lautstärkeregler. Das ganze Aussehen geht als gefällig durch – einen Designpreis würde ich dem At2000 aber nicht verleihen. Das Testgerät wurde erfreulicherweise in Schwarz geliefert. Auch wenn die HiFi Moden regelmäßig wechseln – mal ist Silber, mal Gold, mal Titan, mal Graphit angesagt – mir ist die Farbe egal, so lange es Schwarz ist. Wer unbedingt will, bekommt das Gerät aber auch mit silberner Front.

astintrew

Fazit zu Klischee1: Der Astintrew orientiert sich designmäßig an gängigen Standards. Farben und Materialen findet man in ähnlicher Form auch bei Geräten anderer Provenienz. Einen Exotenstatus nimmt der At2000 nicht ein.

Klischee 2: Britische Verstärker sind windig verarbeitet.

astintrewDie Verarbeitung des Astintrew At2000 strahlt hohe Gediegenheit aus. Das Gehäuse besteht aus starken Aluminiumplatten. Das Gerät wiegt knappe 12 kg. Bedienelemente und Anschlüsse wirken sehr solide. Auch bei Dauerbetrieb wird das Gerät kaum warm. Die beiliegende Fernbedienung wirkt mit ihrer Aluminium-Oberseite und den Tasten mit präzisem Druckpunkt ebenfalls wertig.

Nun, von meiner Seite aus verdient die Verarbeitung des Astintrew At2000 insgesamt ein klares „top“.

Klischee 3: Britische Verstärker sind schlecht ausgestattet.

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Die dem Astintrew At2000 beiliegende Fernbedienung steuert alle wichtigen Funktionen des Verstärkers: Lautstärke, Eingangswahl, Muting, ja, sogar die Displaybeleuchtung lässt sich aus der Ferne in drei Stufen – hell, gedimmt und aus – regeln. Daneben bietet sie die Möglichkeit, einen passenden CD-Player gleich mit zu bedienen. Auch sonst ist der At2000 üppig ausgestattet: die Front beherbergt das bereits erwähnte Display, das den gewählten Eingang und die aktuelle Lautstärke anzeigt. Neben dem großen Rad des Impulsgebers für die Lautstärkeregelung finden sich die Tasten zur Wahl der Eingänge. Leider lassen sich die einzelnen Eingänge nicht direkt anwählen, sondern nur der Reihe nach durchzappen.

Weiter beherbergt die Gerätefront neben dem Einschaltknopf noch eine 6,3 mm Klinkenbuchse für Kopfhörer, astintreweine 3,5 mm Klinkenbuchse für Ohrhörer und eine 3,5 mm Klinkenbuchse als Eingang für ein portables Zuspielgerät, etwa einen MP3-Player. Weitere Tasten dienen dazu direkt am Gerät die Helligkeit des Displays zu regeln, den At2000 in den Fernsteuermodus zu versetzen (dazu gleich mehr), den AT2000 als reine Endstufe zu benutzen oder den Verstärker stumm zu schalten (Muting).

Noch üppiger als die Bedienelemente auf der Front sind die Anschlussmöglichkeiten auf der Rückseite.astintrew Neben der Kaltgerätebuchse für das Netzkabel und den Lautsprecheranschlüssen für ein Paar Lautsprecher gibt es vier Cincheingänge für Quellgeräte, einen Line-Ausgang, etwa für ein Aufnahmegerät, einen Cinch-Vorverstärker-Ausgang und einen Endstufen-Eingang, womit sich der Verstärker also zwischen Vor- und Endstufe auftrennen lässt, einen Mono-Ausgang zum Anschluss eines Subwoofers sowie je ein Paar symmetrische Ein- und Ausgänge.

Und wenn Sie glauben, dass sei alles: Irrtum! Weitere Anschlüsse dienen der Realisierung von Multi-Room-Systemen. Über Ethernetkabel können bis zu zwei weitere At2000 ferngesteuert werden. Dabei kann über einen At2000 nicht nur ein weiterer At2000 ferngesteuert werden – auch die Steuersignale für einen CD-Spieler kann ein At2000 einem weiteren übermitteln, der diese dann an einen entsprechend angeschlossenen CD-Player weitergibt.

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Nehmen wir an, Sie haben ihre Anlage im Wohnzimmer stehen, möchten aber auch im Arbeitszimmer niveauvoll Musik hören. Eine Möglichkeit bestünde darin, gleich eine komplette Zweitanlage anzuschaffen. Steht in Ihrem Wohnzimmer aber ein At2000 und vielleicht ein passender CD-Spieler wie der At3500, benötigen sie lediglich einen weiteren At2000, ein Ethernetkabel und zwei symmetrische Kabel. Über den At2000 in Ihrem Arbeitszimmer können Sie nun die Quelle im Wohnzimmer anwählen und somit auch den dortigen CD-Spieler steuern. Der At2000 in Ihrem Arbeitszimmer nimmt Ihre Befehle direkt entgegen und leitet sie an den At2000 im Wohnzimmer weiter, der sie dann beispielsweise an den CD-Player weitergibt. Der CD-Player schickt sodann das gewünschte Musiksignal an den Verstärker im Wohnzimmer, der es symmetrisch ans Arbeitszimmer weitergibt, wo es der dortige At2000 verstärkt und schlussendlich an die Lautsprecher abgibt. Da ein At2000 zwei weitere At2000 steuern kann, können Sie sich jetzt Möglichkeiten ausdenken, Ihre Wohnung zu bestücken …

Fazit in Sachen Ausstattung: Der Astintrew At2000 ist durchaus üppig ausgestattet und wartet mit einem interessanten multiroomfähigen Bedienkonzept auf.

Test: Astintrew At2000 | Vollverstärker

  1. 2 Klischee 1: Britische Verstärker sind schlecht beziehungsweise eigenwillig designt.
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