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Klang Inn-Wall Lautsprecher von audiodata

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Die Qualität der Basswiedergabe ist gleichfalls in so gut wie allen Bereichen erstklassig – schnell, federnd und sauber durchgezeichnet langt der audiodata-Sub zu. Ich höre in der letzten Zeit ganz gern Dancefloor-Jazz und wenn es dabei unten rum nicht rhythmisch zur Sache geht, funktioniert die ganze Chose nicht.

Mojo Club / Dancefloor Jazz Vol. 13

Mit dem Soutien geht die Rechnung aber auf, nicht nur nach irgendwelchen „HighEnd-Kriterien“ bemessen – auch Partyfähigkeit kann bescheinigt werden. Gut so. Insbesondere bei elektronischeren Klängen fällt aber auf, dass beispielsweise Synthie-Bassflächen räumlich größer auf einen zurollen könnten. Die „Gesamtenergie“ ist schon da, aber eben um einiges kleiner und kompakter abgebildet, sie strahlt mehr von einem speziellem Gebiet aus, wo es eigentlich insgesamt flächig-ausladender zugehen sollte. Wenn ich Gebiet sage, dann heißt‘s nun nicht „kommt direkt vom Sub“. Das ist schon ein wesentlich größeres Gebiet. Aber trotzdem: Es könnte größer ausfallen. Ich führe den Unterschied auf den Gegensatz von Stereo- zu Mono-Bass zurück.

Einen weiteren Unterschied zu „normalen Boxen“ gibt‘s auch hinsichtlich der Art und Weise der räumlichen Abbildung insgesamt. Das hier ist was anderes.

Jazzanova / Blue Note Trip

Häufig ist die Rede von einem akustischen Fenster, durch welches man einen mehr oder weniger genauen Einblick auf die Musik bekommt. Tiefenstaffelung, Qualität der Körperlichkeit und Lokalisationsschärfe mögen sein wie auch immer – aber da ist dieses Fenster. Was heißt hier eigentlich Fenster? Im Grunde doch Ausschnitt, Rahmen. Und diesen Rahmen können Sie jetzt entsorgen – hier gibt’s kein Passepartout, keine Einfassung, keine Begrenzung. Auf der vollen Breitseite meines Zimmers spielt Musik – das nennt man Freiheit! Mag gut sein, dass es auch damit zu tun hat, dass ich die Carrés so weit auseinander gehängt habe – na wenn schon, dann rate ich an dieser Stelle einfach mal zur Nachahmung. Es klingt nämlich unheimlich gut, wenn man so ‘ner fünf Meter breiten Bühne gegenübersitzt! In gewisser Weise lässt sich dies vielleicht mit Flächenstrahlern vergleichen, zumindest die Sache mit der freien Abbildung.

Bauteile Weiche

Tiefenstaffelung ist da – aber auch nicht Grand Canyon-mäßig. Plastizität der Stimmen und Instrumente? Ja, aber es gibt Steigerungsmöglichkeiten. Lokalisationsschärfe? Ganz gut, aber weit entfernt von gelasert. Ehrlich gesagt interessieren mich diese Qualitäten an der audiodata-Kombi aber nicht groß – mich interessiert dieses Riesenfeld da gegenüber, von dem aus die Musik spielt. Es ist dies eine sympathische „Anti-HiFi-Tugend“, wenn HiFi hier mal „hübsch eingepackt, millimetergenau ausgerichtet und mit ‘nem Kasten drumherum versehen“ heißen soll. Es spielen nicht die Lautsprecher, in einem recht großen Areal in meinem Wohnzimmer spielt Musik. Und genau das halte ich für einen entscheidenden akustischen Grund, sich mit der Kombination Carré und Soutien 2+ auseinanderzusetzen – dergleichen gibt es nicht überall.

Test: Audiodata Carré II und Soutien 2+ | Aktivlautsprecher, Kompaktlautsprecher

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