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Einzelfallentscheidungen …

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Einzelfallentscheidungen ...

Aktyna Arisob der Aris-Fuß als gewinnbringend wahrgenommen wird, kann man nur „experimentell“ fällen. Die oben skizzierten klanglichen Veränderungen müssen immer im Rahmen der jeweiligen Komponente und der jeweiligen Anlage betrachtet werden. Beim CD-Player der HiFiAkademie beispielsweise hielten sich Ertrag und Kosten die Waage: räumlich durchaus großzügiger, aber es war vorher schon nicht schlecht; die Klänge geraten plastischer, okay, aber da der CD-Spieler an sich schon sportiv-schlank im Grundton vorgeht, ist die Verschiebung zum tonal Leichteren nicht unbedingt ein Gewinn. Im Gegensatz zum Audiolab 8000CD, der ist auf der leicht wärmeren Seite zuhause, und mit Füßchen klingt er offener und räumlich transparenter. Auch ein Fonel Simplicité mit seinem sattelfesten Grundton wird auf Aris-Füßen alles andere als schlank, während gleichzeitig mehr Fokus ins Klangbild kommt und der Gewinn an Körperlichkeit gerade bei Stimmen mich deutlich „pro Fuß“ einnimmt.

ZU Druid mit Aktyna-FüßenAm anderen Ende der Kette – beim Lautsprecher – verhält es sich analog: Unter des Kollegen Jörgs Thiel CS 3.7 im Einsatz, ist’s wieder diese plastische Note, die mich für den Fuß begeistert, aber Jörgs Einwand, das es ohne Aris etwas lebhafter und involvierender zur Sache ging, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Patt? Nun, eher Geschmackssache. Wieder zuhause, stelle ich einen ganz anderen US-Wandler – die ZU Audio Druid – auf belgische Füße und erlebe nur Positives: Die Druid tönt (normal auf Spikes betrieben) grundtonstark und in den obersten Oktaven nicht komplett ausgeleuchtet; ferner bildet sie recht weit vorne ab und die Bühne ist von den Ausmaßen her zwar sehr üppig dimensioniert, besitzt aber eine leicht Aura-hafte Note – mehr Transparenz muss man nicht haben, könnte aber auch nicht schaden.

Aris-Entkoppler statt Spikes

Und die gibt’s nun mit Aktynas Entkopplern, tiefer wird gestaffelt, und dass die Bühnenkante – erwartungsgemäß – etwas nach hinten rückt, sorgt bei mir für eine größere Übersicht über das Geschehen. Nach wie vor grundtonstark unterwegs, wird diese Tendenz aber leicht gezähmt, zum Gewinn des Hochtonbereichs, der nun glatt etwas Luftiges bekommt. Wunderbar, wie Klaviernoten nun frei im Raum lange und klar verfolgbar ausschwingen! Und plastischer wird’s auch noch. Hier bringt’s der Fuß so richtig.

Test-Fazit Aktyna A.R.I.S.

Das Aktyna Aris Entkopplungselement kann der Anlage den entscheidenden klanglichen Feinschliff verleihen. Tendenziell geht die Reise in Richtung:

  • ruhigeres und sortierteres Klangbild
  • definiertere Basswiedergabe bei gleichzeitig leichter Verschlankung, dito im Grundtonbereich
  • offenere, detailliertere Hochton-Wiedergabe
  • tiefer ausgeleuchtetere Bühne, Gewinn an Transparenz insbesondere an den Rändern – die Bühne startet etwas weiter hinten
  • gesteigerte Plastizität/Körperlichkeit der Klänge – Stimmen und Instrumente können deutlich an Ausdruck zulegen

Spielt eine Anlage sehr laid-back, ruhig, sortiert und auf der schlanken Seite von Neutral, so mag man diesen Weg vielleicht nicht beschreiten wollen. In anderen Fällen könnte der klangliche Ertrag aber sehr lohnend sein. Ausleihen und ausprobieren heißt die Devise.

Fakten:

Aris-Fuß

Test: Aktyna A.R.I.S. |

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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